Schlagwort: Nicolas Born

Spritz 220

Sprache im technischen Zeitalter Ausgabe 220, Dezember 2016. Titelthema: Die DDR in der Literatur nach 1989 Spritz fragte 3 Autoren, die in der „ehemaligen“ DDR aufgewachsen sind und einen aus der „ehemaligen“ kleineren Bundesrepublik. Kathrin Gerloff hatte in den 80er Jahren in Leipzig Journalistik…

Poetisches Pingpong

Walter Höllerer hatte mich von der Gruppe 47 zum Literarischen Colloquium gelotst, und zusammen mit Delius studierte ich an der Freien Universität. Doch statt Gotisch und Althochdeutsch zu pauken, schrieben wir Gedichte, zu denen jeder von uns eine Zeile beisteuerte – auch Klaus Stiller…

Poesietag

Vor rund 36 Jahren gründete der Basler Autor, Verleger und Buchhändler Matthyas Jenny den Poesietag und führte ihn von 1979 bis 1988 jährlich durch. Seither hat sich wenig verändert. Der Grundsatz ist immer noch derselbe: Poesie, als Form des nichtalltäglichen Sprechens, solle die Konfrontation…

42. Geistesblitzfrequenz

Mit seiner Eloquenz und der hohen Geistesblitzfrequenz wirkt Steffen Popp auf sein Publikum immer etwas einschüchternd; dabei ist er kein gewiefter alter Fuchs, kein weißhaariger Lyrikdoyen, sondern ein junger Mann, der seine Zuhörerschaft in Erstaunen versetzt, wenn er Querverbindungen zwischen Knotenpunkten der internationalen Geistes-…

81. 14. Nahbellpreis 2013: THOMAS KUNST

„Eine mutige Entscheidung deshalb, weil ich fast zehn Jahre darauf warten musste, einen neuen Verleger für meine Gedichte zu finden, und weil meine Gedichte den falschen Zauber von Wissenschaftsschmeichelei und Bildungsdemonstration schon immer ignoriert haben. Was nicht alles in heutigen Gedichten so vorzukommen hat,…

106. Lyrisches Gespür

Burkhard Meyer-Sickendiek Lyrisches Gespür. Vom geheimen Sensorium moderner Poesie (Inhaltsverzeichnis siehe unten) Burkhard Meyer-Sickendiek ist Privatdozent am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der FU Berlin. Das Buch erscheint Ende dieser Woche im Fink-Verlag. Hier als Leseprobe das Vorwort Das vorliegende Buch entstand in den…

10. Abgrund aus Angst

Wie aus mythischer Ferne weht dieser hohe Ton heran, diese dunkle Beschwörung metaphysischer Elementarwörter. In philosophischer Eindringlichkeit fragt der Dichter Ernst Meister nach den Verankerungen unserer Existenz. Bereits in seinem allerersten Gedicht, das 1932 sein Debütbuch „Ausstellung“ eröffnete, gerät das lyrische Ich vor einen…

6. Ernst Meister 100

Ernst Meister gehört zu jenen Autoren, die ein bedeutendes Werk vorgelegt haben, doch nie einem größeren Publikum bekannt wurden. Seine Gedichte galten als „hermetisch“, unverständlich, was einem Autor, wenn er nicht gerade Paul Celan hieß, kaum Leser und Ruhm bescherte. Erst wenige Jahre vor…

58. Kostenfrage

Man würde gerne die Gedichte von Nicolas Born gesammelt herausgeben. Schöne Idee, fand Familie Born und schlug den einen oder anderen mit der Epoche vertrauten Dichterkollegen als Herausgeber vor. Dafür sei leider kein Geld da, antwortete der Verlag. Vielleicht könne man einen Doktoranden mit…

149. MONEY IS A KIND OF POETRY

Das Bild des armen Poeten ist nicht nur in der Malerei ein Standardmotiv – sondern auch im echten Leben! Es ist klar: Die Dichter (bzw. Philosophen, Literaten) und das Geld führen seit Jahrhunderten eine ebenso lieb- wie hasserfüllte Auseinandersetzung, die andauert. Schätzt du das Geld auch…

13. Ruhrgebietspoesie

Krimis, Kinderbücher und Komik: Wenn von Literatur aus dem Ruhrgebiet die Rede ist, geht es selten um Gedichte. Auch das soll sich im Kulturhauptstadt-Jahr ändern. Im Klartextverlag erscheint dazu ein Sammelband mit Ruhrgebietspoesie. Die Zeit ist reif für einen „Stimmenwechsel”: Unter diesem Titel erscheint…

133. Lyrikstationen 2009 (11)

Fortsetzungsessay von Theo Breuer 11 Endpunkt · Letzte Gedichte / Lebende Tote Das Wiedersehen Von fern gleicht er noch einem, den man kannte, das weiße Haar, wie Kohle, die verbrannte, wie Asche, noch warm von erloschenen Feuern, was nützt es, einem Toten zu beteuern,…

Politik, Experiment, Hochkultur

Versuch einer kartographischen Skizze der Lyriklandschaft in Abgrenzung zu Gerhard Falkner und Enno Stahl Von Bertram Reinecke Immer wieder einmal setzt irgend jemand zu dem Versuch an, die Möglichkeiten der Lyrik der Gegenwart ganz im Allgemeinen zu umreißen. Und mag dies auch auf wenigen Seiten…

Klassiker des 20. Jahrhunderts – ein deutscher Kanon

Von Bertram Reinecke (Leipzig) „Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts“, ein gewichtiges Hardcover von fast 800 Seiten, verspricht „die Geschichte der Lyrik im letzten Jahrhundert“ nachzuzeichnen und zwar in „von international renommierten Literaturwissenschaftlern geschriebenen Portraits“. Das Buch eigne sich auch als Nachschlagewerk, verspricht der Klappentext….

68. Aus gegebenem Anlaß

… sehe ich doch noch einmal genauer nach, was in dem bescheiden „Der Kanon“ betitelten Buch fehlt (vgl. #64). Eine flüchtige Durchsicht. Ich vermisse zum Beispiel: Richard Anders, C.W. Aigner, Erich Arendt, Arnfrid Astel, Konrad Bayer, Uli Becker, Marcel Beyer, Nicolas Born, Christine Busta,…