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Lyrikpreis München 2016, die Dritte

Bis zum 18. September können Gedichte für die dritte und letzte Vorrunde des diesjährigen Lyrikpreises München eingereicht werden.

Die dazugehörige Vorrundenlesung findet am 11. Oktober statt. Die Vorjury, bestehend aus Konstantin Ames, Karin Fellner und Àxel Sanjosé, wählt hierzu aus den Einsendungen sechs Teilnehmer aus.

Alle Modalitäten unter Lyrikpreis München

Puschkins Brüste

Umso erfreulicher ist es, dass mit „Ein guter Traum mit Tieren“ bereits der zweite Band von István Kemény (Jg. 1961) vorliegt und mit „Puschkins Brüste“ eine erste Auswahl von Arbeiten des Budapester Dichters Márió Z. Nemes (Jg. 1982) erschienen ist.

Beide Dichter sind in ihrem Land längst Kultautoren, sie gehören zu den umtriebigsten Lyrikern ihrer Generation und einer aktiven Dichterszene in Budapest, die mit anderen Künstlern und Künstlerinnen (Bildende Kunst, Performance, Elektronische und Neue Musik) zusammenarbeiten.

„Ich habe dich geliebt, Heimat, du Schöne, / und auch du hast getan, als ob es Liebe wäre:“ Diese beinah klassische Anrufung an die Mutter Erde und das Vaterland verweist auf die Traditionen ungarischer Dichtung: ein Ringen um Freiheit und Eigenständigkeit. Wie schon Generationen von Dichtern zuvor steht István Kemény vor den prächtigen Ruinen der Macht. In seinen Gedichten zieht er eine poetische Bilanz aus der zweiten Hälfte des Lebens, die im Gedicht „Abschiedsbrief“ gipfelt: „Ich werde leben, solange es mich in die Ferne zieht, / denn ich will, dass mein Herz sich der Fülle ergibt, / wenn du klingelst, wird es in meinem Kopf läuten, / Heimat, du Schöne, dich habe ich geliebt.“ Keménys Gedichte kreisen um Trennungen und schmerzliche Bindungen, sie streifen den Nihilismus des Geistes und finden zurück in einen vitalen Trotz, ein trotz allem. Wenn Kemény im Nachwort als „Dichter mit einem zärtlichen Verhältnis zum Nichts“ bezeichnet wird, so mag dies stimmen, er ist auch ein schwermütiger Melancholiker, einer der auf dem „Gipfel der Verzweiflung“ mit hoher Kunstfertigkeit balanciert: „Ja, ich sah Gespenster, genau wie du gesagt hast, / und ich sehe sie auch jetzt, ich sehe sie alle, / genau, und auch deine Gespenster sehe ich. / Sie haben sich zu mir gesellt, ich fing sie ein.“ (Aus: „Unser Tag“).

Márió Nemes, der auch als Kunstkritiker und Dozent an der Universität Budapest arbeitet, gehört einer neuen Generation an, die nicht mehr direkt von den Verwerfungen des Staatssozialismus geprägt ist. Trotzdem findet sich bei ihm immer wieder der Rückgriff auf Themen und Vokabular aus der Zeit bis 1989 – im Titelgedicht „Puschkins Brüste“ heißt es: „In dieser Fabrik hat man auch Mutters Brüste hergestellt. Sie war noch Pionierin, als sie gemacht wurden.“ / Tom Schulz, Luxemburger Tageblatt

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Inventor of chinese poetry

But what matters for poetry translation overall is Pound’s blending of the pretense of scholarly accuracy with the idiom of poetic taste. In the process he created a taste for avant-garde poetry — as William Wordsworth said, “Every great and original writer […] must himself create the taste by which he is to be relished.” Or as Pound said, “Make it new.” This is what Eliot meant by calling Pound “the inventor of Chinese poetry for our time.” And Pound’s inventions for Chinese translation — the modest musicality, the presentations of parataxis, the free verse dramatic monologues (also present in Spoon River Anthology by Edgar Lee Masters, likewise from 1915) — helped change poetic taste in English. / Lucas Klein, LA Review of Books

16. internationales literaturfestival berlin

Aus dem bisher feststehenden Programm des 16. internationalen literaturfestivals berlin vom 7.-17.9.2016 (Das vollständige Programm wird am 24. August 2016 auf seiner Website veröffentlicht).

Roberto Bolaño war süchtig nach ihm, Patti Smith und Carlos Fuentes rühmten ihn über alles – das Festival wird mit einem Vortrag des argentinischen Autors César Aira am 7. September um 18 Uhr im Haus der Berliner Festspiele eröffnet. Vorher wird das Ensemble 16 Strings, ein Streichquartett des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin, das Stück „Divorce“ von Fazil Say aus dem Jahr 2010 spielen. Gleich im Anschluss wird der irisch-amerikanische Autor Colm Tóibín seinen neuen Roman „Nora Webster“ vorstellen. Am Ende des Festivals wird der bedeutendste arabische Poet Adonis neue und ältere Gedichte vortragen.

Zwischen diesen beiden Tagen werden ca. 200 AutorInnen ihre Werke vorstellen und wichtige Themen unserer Zeit diskutieren. Es kommen u. a. die Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Liao Yiwu (mit seinem ersten Roman) und Boualem Sansal (mit „2084“, einer Adaption des großen Werks von George Orwell, die er mit Bundestagspräsident Norbert Lammert schon am 6. September vorstellen wird), der europäische Essay-Preisträger Alain de Botton, Emmanuel Carrère, der Prix-Goncourt-Preisträger Mathias Énard, der große amerikanische Verleger Jonathan Galassi, die Premio-Strega-Preisträger Paolo Giordano und Nicola Lagioia, die Man-Booker-International-Preisträgerin Han Kang aus Südkorea, Rabai al-Madhoun (aus Palästina: International Prize for Arabic Fiction 2016 mit Concerto of the Holocaust and the Nakba), Sharon Dodua Otoo (Ingeborg-Bachmann-Preis 2016), der preisgekrönte Autor des „Stellvertreter“ (1963), vieler weiterer Theaterstücke, Prosawerke, Gedichte und Briefe Rolf Hochhuth. Alexander Ilitschewski, Deepti Kapoor aus Indien, der Jehuda-Amichai-Preisträger Yitzhak Laor, Connie Palmen, Margriet de Moor und der Träger des Literaturpreises der Europäischen Union Benedict Wells sind ebenso im Programm vertreten wie 31 Autoren des Kinder- und Jugendprogramms – so die hochdekorierten Autoren Carll Cneut aus Belgien und Allen Say aus Japan/ USA und die 1923 in Berlin geborene englische Autorin Judith Kerr.

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu: Wir freuen uns, dass wir im Berliner Ensemble daran mitwirken dürfen, am 12. Oktober die Autobiografie von Wolf Biermann erstmals vorzustellen, und halten uns auch weiterhin an diese Maxime des Liedermachers. Also heben wir nun auch eine neue Sparte des Festivals aus der Taufe: Science and the Humanities. Hier soll es um die Präsentation von wissenschaftlichem Denken, wissenschaftlichen Ergebnissen und Disputen gehen. Seit einigen Jahren hat das Festival bereits Erfahrungen auf dem Gebiet gewinnen können, indem es größere Projekte des Wissenschaftsjahres realisierte, in denen Wissenschaftler auf Schriftsteller stießen. In Science and the Humanities soll es darum gehen, einerseits die Kommunikation der wissenschaftlichen Arbeit in Berlin um eine öffentliche Facette reicher werden zu lassen, andererseits aber auch die Kommunikation mit Wissenschaftlern aus anderen Ländern und Kontinenten zu unterstreichen. Langfristig soll neben der Literatur, die naturgemäß der Hauptfokus des ilb ist und bleiben wird, die Themenbreite der großen Feuilletons im Festivalprogramm aufscheinen. In diesem Jahr umfasst das neue Programm u. a. einen Vortrag von Sigrid Weigel über Hannah Arendt als Selbstübersetzerin und ein großes Symposium zum Thema Fortschritt, Kapitalismus und Globale Armut.

Der in Berlin lebende Autor und Übersetzer Shane Anderson wird in der Veranstaltungsreihe der Berliner Festspiele HERE! HERE! THERE! im Rahmen des ilb erstmals eine Poetry Master Class von CAConrad und vier Lesungen leiten. Lyriker und Interessierte können sich für das Master Class anmelden – die Teilnehmerzahl ist aber begrenzt! Die Dichter Will Alexander und CAConrad (beide USA), Monika Rinck (D) und Lisa Robertson (Kanada/ F) werden dann abends ihre Arbeit und Poetik präsentieren.

Ein weiteres Special des diesjährigen Festivals widmet sich dem Islamismus, der in seinen verschiedenen Facetten und Ausdrucksformen in mehreren Veranstaltungen ein Hauptthema des diesjährigen ilb sein wird. Frank A. Meyer sowie der ehemalige Sprecher des BER Daniel Abbou, der Architekt Hubert Nienhoff, der Journalist Georg Mascolo u. a. werden über Deutschland sprechen, Letztere mit Experten über die „Marke Deutschland“, die durch diverse riskante Experimente wie Zinsmanipulationen, Baustellenversuche und so genannte Schummelsoftware in eine erhebliche Schieflage geraten ist. Revoltierende Frauen wie Deborah Feldman (USA/ D), Petina Gappah (Simbabwe/ CH) und Taslima Nasrin (Bangladesch/ USA) erzählen von ihren Befreiungsversuchen, Luke Harding über das teure Gift Polonium, das mit einiger Sicherheit von Putin nach London geschickt wurde (die Postboten sind in der DUMA oder laufen in Moskau frei herum), Patrick Kingsley (GB) über die Flüchtlingsströme, Pankaj Mishra (Indien/ GB) über China und Indien heute, Herta Müller, Jie Yu, Tienchi Martin und Liao Yiwu über das Schicksal von Liu Xia und ihrem Ehemann, dem inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, Laurie Penny (GB) über die Lage des Feminismus – sie wird übrigens auch aus ihrem neuen Buch „Babys machen und andere Storys“ lesen. Schließlich wird David Van Reybrouck (B) der Frage nachgehen, warum Abstimmen nicht demokratisch ist – er plädiert für das Losverfahren.

Wir erinnern zudem (mit Howard Jacobson) an Shakespeare und (mit Susanne Lange und Petra Strien) an Cervantes, die beide 1616 starben, (mit Verena Auffermann und Colm Tóibín) an Henry James und (mit Samuel Shimon) an Albert Cossery, der, aus Ägypten kommend, von August 1945 bis zu seinem Tod am 22. November 2008 in dem Hotel La Louisiane in der Pariser Rue de Seine lebte.

Drei Ausstellungen prägen die Atmosphäre im Haus der Berliner Festspiele während des Festivals, darunter in der Eingangshalle: „The Poetry Project“: Sie kamen allein aus Afghanistan und Iran nach Berlin. Was sie erlebten, schrieben die 14- bis 18-Jährigen auf. Gedichte über Sehnsucht und Zärtlichkeit, Todesangst und Fremdheit. In Kooperation mit der SPIEGEL-Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl u.a..

Mandelstam in Heidelberg

Ralph Dutli zeichnet nun minuziös Mandelstams Aufenthalt in Heidelberg von November 1909 bis März 1910 nach. In dieser Zeit sind mit Sicherheit fünfzehn, vielleicht aber auch bis zu dreissig Gedichte entstanden.

Wer allerdings eine romantische Auseinandersetzung mit der Stadt am Neckar erwartet, muss mit einer Enttäuschung rechnen. Dafür ist die literarische Ausbeute umso grösser: Mandelstam verfügt schon in diesen frühen Gedichten über eine reife Stimme. Der unverkennbare Mandelstam-Sound zeigt sich in kühnen Metaphern: «Auf dunklen Himmel hingestickt / Stehn Mustern gleich die Trauerbäume. / Warum nur hoch, in höhere Räume / Erhebst du den erstaunten Blick?» / Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung

Ralph Dutli: Mandelstam, Heidelberg. Gedichte und Briefe 1909–1910. Wallstein-Verlag, Göttingen 2016. 189 S., Fr. 28.90. Ossip Mandelstam: Bahnhofskonzert. Das Ossip-Mandelstam-Lesebuch. Aus dem Russischen übertragen und herausgegeben von Ralph Dutli. S. Fischer, Frankfurt am Main 2015. 389 S., Fr. 17.90.

Ungeschönt

Es gibt Lateinlehrer, die sehen es als ihre Pflicht an, den Schülern auch die ungeschönten Seiten der Antike nahe zu bringen. Sie schlagen dann zum Beispiel einen Lyrik-Band von Gaius Valerius Catullus auf, allerdings muss es die Übersetzung von Niklas Holzberg sein. Die Schüler vernehmen, dass der Autor Cäsar für eine „Tunte“ hielt sowie kürzlich einen Sklaven „beim Wichsen“ erwischt habe. / Stefan Mühleisen, Süddeutsche Zeitung

Da steht der Niemand

Der 1961 in Budapest geborene István Kemény ist ein höchst vielseitiger und einfallsreicher Dichter. Nun ist er in einer deutschsprachigen Ausgabe als Lyriker zu entdecken.

Einige seiner Gedichte nennt István Kemény schon im Titel Lieder, daneben taucht «John Andersons Song» auf, und darin singt Kemény: «Da steht der Niemand / hier schaut das Nichts / wie kann man so einen Ort für öde halten?» Leicht melancholisch, aber unpathetisch sind Keménys Gedichte seit je gewesen, und tatsächlich haben sie immer etwas Liedhaftes. / Zsuzsanna Gahse, NZZ

István Kemény: Ein guter Traum mit Tieren. Aus dem Ungarischen von Orsolya Kalász und Monika Rinck. Verlag Matthes & Seitz, Berlin 2016. 130 S., Fr. 27.90.

Paul Wühr

Von Thomas Kunst

2003 sagte eine Freundin in Rom zu mir, Thomas, ich fahre eine Bekannte in Umbrien besuchen, am Trasimeno See, sie ist mit einem Dichter zusammen, mit Paul Wühr, ob ich mitkommen möchte. Ja, ich wollte mitkommen. Einer der ersten Sätze, die Paul Wühr nach unserer Ankunft sprach, war: „vor kurzem besuchte uns eine Germanistin, als sie erwähnte, noch kein Gedicht von mir gelesen zu haben, warf ich sie raus.“ Ich erwiderte als Entgegnung: „ich kenne Gedichte von Ihnen, aber die gefallen mir nicht.“

Paul Wühr sah mich scharf an, und ich dachte, daß der Untergang nahen würde. Er meinte darauf zu mir: „Stellen sie Liebes- und Hasslisten von Dichtern auf, und dann sehen wir weiter.“ (die Haßliste laß ich aus, die war außerdem zu blöde, in jeder Hinsicht verzichtbar) Meine Liebesliste begann mit Nicolas Born und Ulrich Zieger…Paul strahlte und sagte: „nur noch einen richtigen Namen, dann dürfen Sie Paul zu mir sagen und hierbleiben.“

Ich sagte: Schiller und durfte sowas von bleiben. Paul wünschte sich so sehr, daß Ulrich und ich ihn zusammen besuchen kommen. Ich versprach es ihm. Zurück in Rom, schwärmte ich dem Direktor der Villa Massimo, Joachim Blüher, solange von Zieger vor, bis er einwilligte, Ulrich für einen Monat als Ehrengast dorthin einzuladen. Ich denke, er war wohl der jüngste Ehrengast mit seinen 42 Jahren. Ulrich war ein fantastischer Koch. Seine Bohnen mit Lamm werde ich nie vergessen. Es ging ihm aber nicht nur gut in Rom. Einmal sagte er zu mir, ich hätte ihn in einen goldenen Käfig gelockt. Das tat weh. Wir tranken viel zu viel und hörten Fabrizio de André rauf und runter. Der Abend in Umbrien bei Paul und Inge bleibt unvergessen. Paul sagte: „Jungs, lest für mich, und: „wenn ich euch höre, werde ich gelb vor Neid.“ Wir tranken und lasen und sprachen, waren wütend, wir lachten und schwärmten. Mit Paul konnte man so herrlich wütend sein. Die Rückfahrt nach Rom am nächsten Tag verlief müde und friedlich.

Weitere Nachrufe: Süddeutsche Zeitung / Der Standard / Neue Zürcher Zeitung / literaturkritik.de / Oberbayrisches Volksblatt

Keine schwierige Lyrik

Ein Band mit den Versen des Briten [Andrew Duncan] soll im Herbst im dritten Programm von Brüterich Press erscheinen – so heißt Stolterfohts 2015 gegründeter Verlag. Der eigenwillige Name stammt aus einem seiner ersten Gedichtbände. Zur Poetologie des Lyrikers gehört es, sich von anderen Wissensgebieten und Fachsprachen inspirieren zu lassen.

Er sammelt deshalb Wörter, die ihm im Alltag begegnen, zur späteren Verwendung in Gedichten – Wörter wie Sprödian, Wagenblas, Brüterich, Stoffregen. „Hinten auf den Nummernschildern stehen doch die Autohäuser – und wenn da was Schönes dabei ist, schreibe ich es in mein Notizbuch“, sagt er. Wagenblast – so heißt zum Beispiel ein Autohaus in der Nähe von Schwäbisch Gmünd. Zum einprägsamen Verlagsnamen passt der eigenwillige Slogan, mit dem Ulf Stolterfoht augenzwinkernd für sein Programm wirbt: „Schwierige Lyrik zu einem sehr hohen Preis“. Als Dichter weiß er natürlich nur allzu gut, dass Lyrik gemeinhin als kompliziert und schwer zugänglich gilt. Für ihn selbst, sagt er, gebe es allerdings keine schwierige Lyrik. Andererseits wundert er sich, wenn es immer wieder heißt, Goethe-Gedichte seien einfach. „Ich glaube nicht, dass das stimmt.“ Die schön gestal­teten Bände der Brüterich Press, die ganz auf werbende Texte verzichten, kosten 20 Euro pro Band. / Holger Heimann, Stuttgarter Nachrichten 13.5.

Paul Wühr †

„Die Poesie“, so schrieb Friedrich Schlegel 1797 in seinen „Kritischen Fragmenten“, „ist eine republikanische Rede, eine Rede, die ihr eignes Gesetz und ihr eigner Zweck ist, wo alle Teile freie Bürger sind und mitstimmen dürfen.“ Genau 200 Jahre später hat Paul Wühr, der große Münchner Dichter vom Trasimenischen See in Umbrien, seinen 660 Gedichte umfassenden Band „Salve res publica poetica“ publiziert. Er hat uns den schamhaft vergessenen Begriff der Poesie zurückerobert und Gedichte als freie Bürger ästhetischer „Konfigurationen“ und politischer Koalitionen in einen großen Kontext republikanischer Rede gestellt.

Gemeinsam oder einander widersprechend, in Sonanz und Dissonanz, bilden die Poeme ihre poetische Republik. Das war, erschienen zum 70. Geburtstag, der erste von drei monumentalen poetischen Zyklen. Ihm folgten im Jahr 2000 „Venus im Pudel“ und dann zum 80. Geburtstag des Dichters der Band „Dame Gott“ als ein häretischer Glücksgesang, in dem alle polymorphen Gendervalenzen des Wühr’schen Werks zu ihrer auf schönste Weise falschen hierarchischen Ordnung finden, – und zur Lust, die gelesen werden kann.

Die auf Schlegel fußende Gleichsetzung von Dichtung und Rede verweist, wenn wir ihr folgen wollen, nicht nur auf den Band „Rede. Ein Gedicht“ von 1979, sie gilt selbstverständlich auch für die energischen „Ansprachen“ oder Anreden des ersten Gedichtbandes „Grüß Gott ihr Mütter ihr Väter ihr Töchter ihr Söhne“ aus dem Jahr 1976.

(…) Jetzt ist der große Poet auf dem umbrischen Berg zwei Tage nach seinem 89. Geburtstag, also am 12. Juli, in Passingnano sul Trasimeno gestorben.

(…)

Jetzt, da der Freund die letzte Absperrung überschritten hat, werde ich auch sein riesiges Lebenswerktagebuch „Der faule Strick“ von 1987 wieder lesen. In ihm steht der schöne Satz „Wir müssen die ursprüngliche Unordnung wiederherstellen.“ / Herbert Wiesner, Die Welt

In L&Poe

Formel und Metapher

Aus einem Interview zur Verleihung des Clemens-Brentano-Preises an Thilo Krause, durchgeführt von Katharina Grünke

Das Gedichteschreiben ist nun nicht Ihre Hauptbeschäftigung, sondern eigentlich sind Sie ausgebildeter Wirtschaftsingenieur und augenscheinlich ebenfalls mit Leidenschaft in diesem Bereich aktiv, da Sie ja in der aktuellen Forschung arbeiten. Wie passt dies zusammen: Heißt das, Sie haben mal mehr Zeit für Lyrik und mal gar keine? Können/müssen Sie in Ihrem anderen Beruf pausieren bisweilen, bzw. wie wurde Ihr Schreiben professioneller, haben Sie von Anfang an auch veröffentlicht?

Von der Literatur können nur wenige leben, von der Lyrik niemand. Gottfried Benn war Arzt. William Carlos Williams ebenfalls. Tomas Tranströmer war Psychologe. Wallace Stevens bei einer Versicherungsgesellschaft und Johannes Bobrowski Lektor. (Das sind die ersten, die mir in den Sinn kommen.) Die Literatur begleitet mich schon sehr lange. Ich habe geschrieben, als ich in der Schule war und als ich Zivildienst geleistet habe. Auch während Studium und Doktorat hat mich das Schreiben nie losgelassen. Dafür bin ich sehr dankbar. Dass ich auch noch einen anderen Beruf habe, ist für einen Lyriker nicht erstaunlich. So bin ich vielleicht zweimal Forscher, in der Wissenschaft und mit den Wörtern. In beiden Disziplinen schafft man in gewissem Sinne Ordnung, man verdichtet die Welt, macht sich einen Reim auf die Dinge. Es gibt eine großartige Rede von Peter von Matt, in der er die Ähnlichkeit von Formel und Metapher, von Erzählung und Modell darstellt und damit die Ähnlichkeit von Geistes- und Naturwissenschaften aufzeigt.

Ganz praktisch versuche ich jeden Tag zu schreiben oder mindestens zu lesen. Manchmal steige ich eine Haltestelle eher aus, um im Gehen noch nachzudenken oder ich habe auf dem Weg von einem Termin zum nächsten das Notizbuch in der Hand. An diese Parallelität bin ich seit meiner Schul- und Studienzeit gewöhnt.

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Einfach furchtbar

Dada ist und war schon immer das Produkt seiner eigenen Tradierung. Das gilt auch für Balls «Eröffnungs-Manifest», das diese Bezeichnung erst seit 1966 trägt – es erhielt sie also knapp vierzig Jahre nach dem Tod des Autors und fünfzig Jahre nach der Genese von Dada, als im Jubiläumseifer ein Bedarf an Gründungsdokumenten wach wurde.

(…)

Die Probleme beginnen bei offensichtlichen Versehen, die aber nicht nachkorrigiert wurden. So heisst es im Originaltext über die Dada-Vokabel: «Ein internationales Wort. Sehr leicht zu verstehen. Es ist ganz furchtbar einfach.» In der Abschrift geht aus dem letzten Satz durch eine simple Wortvertauschung jedoch eine Sinnentstellung hervor: «Es ist einfach furchtbar.» Durch eine Unachtsamkeit beim Abtippen entsteht eine völlig konträre Bedeutung, die vielleicht Balls Unbehagen an Dada besser zum Ausdruck bringen mag, jedoch alles andere als Texttreue beweist. / Magnus Wieland, Neue Zürcher Zeitung

Mit der Schreibmaschine (falsch) abtippen und fotokopieren, fertig ist das Gründungsdokument. Sieht echt aus, oder?

Mit der Schreibmaschine (falsch) abtippen und fotokopieren, fertig ist das Gründungsdokument. Sieht echt aus, oder? (Aus: DADA total, Reclam 1994)

Vergnügen an Parodien

Oder um mit einem Vers zu fragen: «Und in der Tat, warum sollte jemand das lesen?» Allein der Sprache wegen! Weil hier jemand, im Wortsinn, Verse schmiedet. Weil hier im Reim zusammengezwungen wird, was nie und nimmer sonst zusammenkommt. Und weil hier auseinanderbricht, was man sich getrennt sonst nicht denken würde.

Für die Mühsal, die diese Lektüre, es sei nicht verschwiegen, kostet, entschädigt am Ende allein der ingeniöse Sprachwitz Ann Cottens. Wenn sie etwa «Klang» auf «Bumerang» reimt, dann ist das nicht nur lustig: Es fasst ins genaue Wort, was die hochkomplexe Reimstruktur der Spenser-Strophe macht: Alles kehrt immer wieder zurück. Jeder Klang schlägt den Leser zwei, drei, vier Verse später wieder als Bumerang vor den Kopf. Das bereitet ein köstliches Vergnügen, wie es nur die boshaften Parodien können. / Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

Ann Cotten: Verbannt! Versepos. Suhrkamp-Verlag, Berlin 2016. 168 S., Fr. 23.90.

1929 in Warschau

«Ich bin nach Warschau gekommen», sagte der Schielende, «und will, dass du für mich einen Empfang organisierst. Du bist doch Melech Ravitch.» Das war im Januar des Jahres 1929. In Warschau lebten dreihunderttausend Juden, die elf jiddische Tageszeitungen lasen. Jüdische Schriftsteller gab es hier wie Sand am Meer. Unter ihnen waren auch Israel J. Singer und sein Bruder Isaac Bashevis. Trotzdem stand Ravitch auf und begrüsste den jungen Mann: «Du bist Manger», sagte er. «Ich werde den Empfang organisieren unter der Bedingung, dass du hier nicht die Moskauer Stückchen von Jessenin und Majakowski aufführst.»

Im Januar 1929 hatte Itzik Manger zwar noch keinen seiner Gedichtbände veröffentlicht, aber sein Ruf als genialer, volksnaher Lyriker und hinreissender Exeget der modernen jüdischen Literatur war ihm von Rumänien nach Polen vorausgeeilt. Bekannt war ausserdem, dass Manger persönlich schwierig war. Wenn er trank, wurde er ausfällig.

Es spricht für Ravitch, dass er seine Warnung in einen literarischen Vergleich packte, der Manger schmeicheln musste: Jessenin und Majakowski galten als die bedeutendsten russischen Dichter der Gegenwart. Doch Jessenin, so masslos dem Alkohol zugetan wie den Frauen, war schon seit vier Jahren tot. Im Rausch hatte er sich in einem St. Petersburger Hotel die Pulsadern aufgeschnitten, mit dem Blut ein Gedicht geschrieben und sich anschliessend erhängt. Er war dreissig Jahre alt. Manger war jetzt achtundzwanzig. Der Futurist Majakowski, der die Volksnähe seines Freundes Jessenin als konservativ gerügt hatte, schoss sich 1930 ins Herz. Aus Liebe, hiess es, aber wohl doch eher, weil ihm in Stalins Reich die Flügel gestutzt werden sollten. In Warschau begann die Lage der Juden 1929 heikel zu werden, und was man jetzt überhaupt nicht brauchen konnte, meinte Ravitch, waren Krawallmacher. / Susanne Klingenstein, Neue Zürcher Zeitung

Efrat Gal-Ed: Niemandssprache. Itzik Manger – ein europäischer Dichter. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 2016. 784 S., Fr. 58.90.

Lyrik-Theater

Das Lyrik-Theater der Georg-Kerschensteiner-Schule ist keine ganz gewöhnliche Theater-AG: Die Schüler verschiedener beruflicher Ausbildungsgänge, des Sozialwissenschaftlichen und des Technischen Gymnasiums schreiben das Stück, das sie später auf die Bühne bringen, komplett selbst. Fast jeder aus der Gruppe habe eine Szene beigesteuert, berichten die Schüler, Stück für Stück sei so die Handlung gewachsen. Eine weitere Eigenheit sind die Gedichte, die im Laufe des Stücks rezitiert werden: von Eichendorff über Brecht bis hin zu einem afghanischen Liebesgedicht, eher gesungen als gesprochen.

Georg Stenger, einem der beiden Betreuer der AG, ist es wichtig, bei den Schülern die Liebe zur Lyrik zu wecken. / Beatrice Ehrlich, Badische Zeitung 12.7. 

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