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Veröffentlicht am 9. Mai 2026 von lyrikzeitung
Mal etwas Jahreszeitliches. Ich bin kein großer Freund der Verskunst von Erich Fried. Aber hört man nicht in diesem Gedicht das Flöten und Hacken der Nachtigall (oder auch unseres Sprossers)?
Erich Fried
(* 6. Mai 1921 in Wien; † 22. November 1988 in Baden-Baden)
Philomel' mit Melodey
Wer Philomeles Herz
zerspringen läßt
vor ewigem Liebesleid
der lügt
der lügt
Was heißt das süße Lied
der Nachtigall
Es heißt
Hau ab
hau ab
In diesen Bäumen
bin
nur ich
nur ich
das Männchen
Aus: „Komm, heilige Melancholie“. Eine Anthologie deutscher Melancholie-Gedichte. Mit Ausblicken auf die europäische Melancholie-Tradition in Literatur- und Kunstgeschichte. Herausgegeben von Ludwig Völker. Stuttgart: Philipp Reclam jun., 1983, S. 506
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: österreichische Lyrik, Erich Fried, Frühlingsgedicht, Ludwig Völker, Melancholie Gedichte, moderne Naturlyrik, Nachtigall Gedicht, Naturgedicht moderne lyrik, Philomel mit Melodey, Philomela Motiv, Reviergesang Nachtigall, Sprosser, Vogelstimmen Lyrik
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