Schlagwort: Olga Martynova

Frankfurter Lyriktage

Veranstaltungen MI / 10 / 06 / 20:00 Frankfurt am Main Dominikanerkloster Marcel Beyer und Ensemble Modern Lesungskonzert zur Eröffnung der Frankfurter Lyriktage DO / 11 / 06 / 19:30 Frankfurt am Main Historische Villa Metzler Der Dichter Lutz Seiler DO / 11 /…

97. Gulaglieder

Oleg Jurjew und Olga Martynova: Versuch über die kasachische Steppe – Lieder aus Stalinlagern Sonntag, 31. August 2014, 14:05 Uhr Hessischer Rundfunk Ein Gulag-Häftling hat in seinem Notizbuch die verbüßten Tage ausgestrichen. Es ist mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert her, doch die Erinnerungen des…

90. Epoche der Anthologien

Eine entwickelte Wissenskultur kommt spätzeitlich zu Überfluss und verliert die Illusion, das gesamte Erbe verwalten zu können, Anthologien und Sammlungen werden prägende Medien. China anthologisierte enorme Mengen herausragender Gedichte, Alexandria und die spätrömische Antike pflegten die Cento-Literatur: Texte, die aus Fragmenten anderer, klassischer Texte…

79. Doppelkonferenz

Auf eine poetische Doppelkonferenz darf man sich morgen im Literaturhaus am Inn freuen. Die Deutsche Nora Gomringer bringt zu diesem lyrischen Schlagabtausch ihren noch druckfrischen Band Monster Poems mit. Ihre Kollegin Olga Martynova hält ihren Lyrikband Tschwirik und Tschwirka und ihren jüngsten Roman Mörikes Schlüsselbein dagegen. Die beiden Autorinnen werden…

46. Alle Dichter

Man kann nicht behaupten, dass die Autorin, die seit 1991 in Deutschland lebt, ihre Zuhörer und Leser nicht vorgewarnt hätte. Sie zitierte gleich zu Beginn das Motto ihres Buch: „Sie haben wahrscheinlich bemerkt, dass alle Dichter etwas seltsam sind, sie sind ein bisschen wie…

37. Warten auf die Barbaren

Es ist eines der berühmtesten Gedichte des 20. Jahrhunderts, unzählige Male in zahllose Sprachen übersetzt, immer wieder analysiert und in literarischen Titeln aufgegriffen. Konstantinos Kavafis’ „Warten auf die Barbaren“ suggeriert indes nicht, dass die Schreckgestalten seines Titels nur eine erfundene Gefahr seien, wie oft…

35. Olga Martynova

In einem Essays hat Olga Martynova einmal den russischen Lyriker Joseph Brodsky zitiert, wie er die Lage eines Schriftstellers in der Diktatur und eines Schriftstellers in einem freien Land verglichen hat: „In beiden Fällen versucht ein Dichter eine ziemlich feste Wand mit seinem Kopf…

10. Gespräch

Es wispert, flüstert, scherzt, erörtert und schwatzt in ihren Versen, als wollte sie Seite für Seite das Wort Leonid Lipawskis, eines ihrer Gewährsmänner aus der Petersburger Moderne, einlösen. Sie zitiert es gern: «Wie schön ist ein uneigennütziges Gespräch. Zwei Göttinnen stehen hinter den Redenden:…

50. Tschwirik und Tschwirka

„Von Tschwirik und Tschwirka“ ist ein besonderer Gedichtband. In erster Linie handelt es sich um eine Eigenübersetzung der Dichterin und Schriftstellerin Olga Martynova – der diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin –, die sie als Gemeinschaftswerk zusammen mit Elke Erb, ebenfalls Schriftstellerin und verdiente Übersetzerin aus dem Russischen,…

134. Russische klassische Moderne

Im eben zitierten Artikel spricht Olga Martynova über vergessene Autoren der klassischen russischen Moderne, von denen zur Zeit viele in Deutschland erstmals oder wieder gedruckt werden. Ich zitiere bloß mal, was sie über Lyriker darunter schreibt: Die Novelle … ist Michail Kusmin (1872–1936) gewidmet,…

133. Den heutigen Deutschen

Deshalb bin ich sehr vorsichtig, wenn politischer Protest durch schlechte Kunst ausgedrückt wird. Das war auch so bei der heute vergessenen und vor einigen Jahren gefeierten Lyrikerin Alina Wituchnowskaja, die wegen Drogen festgenommen wurde, was weltweite Proteste hervorrief. Das führte dazu, dass erstens ihre…

54. Grundsätzliche Einfachheit

Die Laudatio auf Elke Erb, die diesjährige Empfängerin des Roswitha-Preises der Stadt Bad Gandersheim, hielt Olga Martinova. Erbs Gedichte gelten als kompliziert, sagte die Vorjahres-Preisträgerin. Das liege aber nur daran, dass der Leser der grundsätzlichen Einfachheit der Texte nicht vertraue. Die charmante, schlagfertige und…

108. Roswitha-Preis für Elke Erb

Der diesjährige Roswitha-Literaturpreis der Stadt Bad Gandersheim geht an die Autorin Elke Erb. Die Jury des ältesten deutschen Literaturpreises für Schriftstellerinnen würdigte die 74-Jährige als „eine der bedeutendsten Stimmen der deutschen Poesie“. Erb schreibe weltoffene Gedichte in präziser und klangvoller Sprache und arbeite mit…

12. Korrespondenzen

Im klangvollen Dialog miteinander können beide sich für Augenblicke in alles verwandeln, was ihnen begegnet – ein absurdes Rollenspiel. „Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren / Sind Schlüssel aller Kreaturen“ – das Novalis-Zitat des Gedichts „Wer spricht“ könnte über dem ganzen Zyklus stehen. Nur…

110. 32. ERLANGER POETENFEST

32. ERLANGER POETENFEST – 23. BIS 26. AUGUST 2012 PROGRAMMINFORMATION Das 32. Erlanger Poetenfest lässt vom 23. bis 26. August literarische Höhepunkte des Frühjahrs Revue passieren und wirft noch vor der Frankfurter Buchmesse einen ersten Blick auf viel versprechende Neuerscheinungen des deutschsprachigen Bücherherbstes. Über…