Schlagwort: Sibylla Schwarz

Als der Krieg in den Freudenort kam

Sibylla Schwarz (24. Februar 1621 Greifswald – 10. August 1638 Greifswald) Chor der Schäfer und Hirten [aus Trawer=Spiel / Wegen einäscherung jhres Freudenorts Fretow] UNsren alten Schäfer Stab Legen wir mit Schmertzen ab ; Ach der gar zu grossen Noht ! Unser Vieh ist… Continue Reading „Als der Krieg in den Freudenort kam“

Heute vor 400 Jahren

war die Frau des Greifswalder Bürgermeisters Christian Schwarz oder auch Schwartz hochschwanger. Man schrieb den 14. Februar 1621, aber nur in Rom, Köln oder Berlin, wo bereits seit vielen Jahren der gregorianische Kalender galt. Anderswo, in London, Stockholm oder Greifswald, wo man den neumodisch-papistischen… Continue Reading „Heute vor 400 Jahren“

Ehrengedicht für die Dichterin

Johann Peter Titz (* 10. Januar 1619 in Liegnitz, Schlesien; † 7. September 1689 in Danzig) Ehrengedicht für Sibylla Schwarz in der Ausgabe ihrer „Deutsche(n) Poetische(n) Gedichte“, die 1650, zwei Jahre nach Ende des Dreißigjährigen Krieges und 12 Jahre nach dem Tod der jungen… Continue Reading „Ehrengedicht für die Dichterin“

Vier, sechs, vier

Neues Jahr, neue Lyrik(anthologie). – Nach dem „Expressionismusjahr“ 2020 (100 Jahre „Menschheitsdämmerung“) setzt die Anthologie der Lyrikzeitung im neuen Jahr kein zentrales Thema, wohl aber Akzente. Da wäre ein besonderes Herzensanliegen – der 400. Geburtstag der Dichterin Sibylla Schwarz (1621-1638). Mit ihr beginnt unsere… Continue Reading „Vier, sechs, vier“

Hollands Blume

Eins der bekanntesten Gedichte der Greifswalder Barockdichterin Sibylla Schwarz (deren 400. Geburtstag im nächsten Jahr groß begangen wird) heißt „Ein Gesang wieder den Neidt“. Es ist eine Verteidigung der Poesie gegen ihre Verächter. 4 seiner 23 Strophen verteidigen das Recht des weiblichen Geschlechts auf… Continue Reading „Hollands Blume“

Judith

Noch einmal Adelaide Crapsey. Ich finde es wunderbar, dass der gestrige Beitrag mehrere Versionen ihres Gedichts gebracht hat. Das Cinquain ist einerseits von japanischen Gedichten inspiriert und andererseits eng mit den amerikanischen Modernisten verbunden, ich nenne Ezra Pound und Hilda Doolittle (H. D.). Ich… Continue Reading „Judith“

Anti-SterbLied

Sibylla Schwarz (* 14. Februar alten, 24. Februar neuen Stils 1621 in Greifswald; † 31. Juli alten, 10. August neuen Stils 1638 ebenda) Die Greifswalder Bürgermeistertochter Sibylla Schwarz starb heute vor 381 Jahren, 17 Jahre, 6 Monate und 17 Tage alt. In ihrer Heimat… Continue Reading „Anti-SterbLied“

Wan alle Buhler doch

Sibylla Schwarz (*14. Februar alten / 24. Februar 1621 neuen Stils Greifswald; † 31. Juli alten, 10. August 1638 neuen Stils Greifswald) Etliche Sonnete. 1. WAn alle Buhler doch nuhr hetten einen Fluht* / so würde Venus nicht so ungleich ihnen schencken der süssen… Continue Reading „Wan alle Buhler doch“

Aufklärung anno 1625

Gespräch zwischen Anna und Fillis. [Anna klärt ihre jüngere Freundin Phyllis auf, als diese von einer ihr bisher unbekannten Qual gequält wird] Anna: Die Seuche kenn‘ ich gar zu woll ; Es ist das erste Liebes-Bild/ Das dir in deinem Hertzen spielt: Es ist… Continue Reading „Aufklärung anno 1625“

Sterblied

Heute vor 380 Jahren, am 10. August 1638 – in Pommern schrieb man nach julianischem Kalender den 31. Juli – starb die Tochter des Greifswalder Bürgermeisters, Sibylla Schwarz, nicht einmal siebzehneinhalb Jahr alt. Hier ihr »Christliches Sterblied«. Das Gedicht ist sangbar und in Strophen… Continue Reading „Sterblied“

DEr Früling hatte schon den Feldern abgenommen

Sibylla Schwarz (* 14. Februar jul., 24. Februar greg. 1621 in Greifswald; † 31. Juli jul., 10. August greg. 1638 ebenda) In Pommern galt damals noch der julianische Kalender, weil die meisten protestantischen Länder die Kalenderreform des Papstes boykottiert hatten. Nach dem heutigen Kalender war ihr… Continue Reading „DEr Früling hatte schon den Feldern abgenommen“

L&Poe 22 | Oktober 2017

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tageszeitung, jetzt als Magazin mit Nachrichten aus der Welt der Poesie und der Poesie der Welt. Poetry is news that stays news, sagt Pound. Aktuelles: Gomringerdebatte: Was bisher geschah. Wer liest… Continue Reading „L&Poe 22 | Oktober 2017“

Wer lieben wil / mus nicht so blöde seyn

HJer hab ich nun mein sehnliches Verlangen : hier liegt mein Lieb / hier ligt mein ander ich : hier giebt das Glück sich selbst gefangen mich[1] : hier mag ich nun mein Lieb vielmahl umfangen : ¶ hier mag ich nun auch küssen… Continue Reading „Wer lieben wil / mus nicht so blöde seyn“

Bienenspäßchen 17

Im fernen Jahr 2015 begann ich auf den Seiten meiner Textkette eine (öffentliche) Übung in lateinischer Metrik unter dem Titel Bienenspäßchen. Ich schrieb: „Bienenspäßchen“ bezieht sich auf ein lateinisches Gedicht des niederländischen Dichters Daniel Heinsius (1580-1655), in dem fast jede Zeile ein eigenes Metrum hat*. Es findet… Continue Reading „Bienenspäßchen 17“

Anno 1637

Liebt einer einfalt dann / und ist nicht viel verschlagen / Weis von den Sachen nichts / die mir und dir behagen / So heißt er Unvernunfft / muß allenthalben sein Betrogen / offt durch List / heist offte auch ein Schwein / Sibylla… Continue Reading „Anno 1637“