Schlagwort: Friedrich Nietzsche

L&Poe Rückblende – September 2001

Wie ist doch die Zeitung aktuell Am 1. September 2001 druckt die taz Notizen von Klaus Siblewski zu Telefongesprächen mit Ernst Jandl.  Am 4. 10. 1998 ein immer aktueller Vorschlag: Ob ich ihm mein Ohr leihen könnte, ein Ohr und vielleicht noch ein Stück meines…

Einflußreich

Wer sich für verworrene Grafiken interessiert, kommt hier auf seine / ihre Kosten. Sie stellt die einflußreichsten Schriftsteller der Geschichte vor. Es sind die üblichen Verdächtigen, wenn man die Einschränkung gelten läßt, daß sie allesamt auf Englisch schrieben. Aber unter ihren zahlreichen Einflußnehmern waren…

Der Freigeist

Friedrich Nietzsche hatte das Zeug zu vielem, darunter auch zum Lieblingsdichter der Deutschen. Einige seiner Gedichte werden seit über 100 Jahren, seit den Zeiten von Bethge und Avenarius, in der Kaiser- und Republikzeit, Nazizeit, frühen Adenauerzeit und bis in unsere Zeit, bis Conrady, Detering, Echtermeyer…

Rolle als Lyriker

Gedichte des Philosophen Friedrich Nietzsche (1844-1900) stehen von Donnerstag an im Fokus eines internationalen Kongresses in Naumburg (Burgenlandkreis). Rund 50 Referenten aus mehr als 10 Nationen werden über den Philosophen in seiner Rolle als Lyriker sprechen, wie die Veranstalter mitteilten. (…) Ziel sei, dem Dichterischen…

Der rote Bacchus

Er hätte, bekannte Hermlin in einem späten Interview, vor 1933 genausogut den „nationalbolschewistischen“ Konservativen um Ernst Niekisch und Ernst Jünger beitreten können. So eng verwandt und doch grundverschieden können deutsche Lebensläufe sein. Hermlin erwies dem von der DDR-Kulturdoktrin verfemten Jünger seinen lebenslangen Respekt. Im Gedicht ist…

Quo vadis Bodypainting?

Sicher hat die Wiener Schule für Dichtung schon bessere Zeiten gesehen, vor allem finanziell. Da war früher mit Gastdozenten wie Allen Ginsberg, Blixa Bargeld, Falco oder Nick Cave entschieden mehr los in der Bude. Allerdings geht es uns bezüglich besserer Zeiten allen so. Poesie…

8. Die Neunte von Béjart

In der französischen Arte-Videothek noch da: Maurice Béjarts Version von Beethovens Neunter mit Texten von Friedrich Nietzsche und Friedrich Schiller, getanzt vom Béjart Ballet Lausanne und Tokyo Ballet, Sänger: Kristin Lewis, Mihoko Fujimura, Kei Fukui, Alexander Vinogradov und der Ritsu Yu Kai Chor. Es spielt das Israel…

34. Zwischen Tiefsinn und Nonsense

Dostojewskij als Dichter des Absurden. Eine literarhistorische Recherche von Felix Philipp Ingold. Fjodor Dostojewskij gilt gemeinhin als der tiefsinnigste unter den großen russischen Erzählern des 19. Jahrhunderts – als ein „grausames“  philosophisches Talent, als literarischer Apokalyptiker und fanatischer Nationalist. Man schreibt ihm die Erfindung der…

101. literaturlabor in der Lettrétage: Zuß und Ames suchen Streit / VII. Teil

Zuß und Ames suchen Streit und begegnen sich in Berlin; in der Art in der ein Freistoßschütze dem Torwart begegnet; wer wer ist, ist egal, weil es wechselt. Es geht um Kollegialität, um Polemik, Poetik, um zwölf coole Arbeiter im Lyrikstandort Berlin, um Unzufriedenheit…

85. Hüter

DIE JOURNALISTEN spotten gern über DIE DICHTER. Wahrscheinlich nach dem Motto: Wer im Glashaus sitzt, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Auf der der Wahrheit verpflichtetsten (sic) Seite der taz räsoniert Peter Köhler: Die Dichter sind die Hüter der Sprache, die Schatzmeister des…

99. Picasso als Dichter

Schon Nietzsche wusste, dass der Dom aus Brettern und Balken der Begriffe keine feste Burg ist. Dem „freigewordenen Intellekt“ [er meinte damit natürlich vor allem oder nur den Künstler] ist dieser Begriffsdom „nur ein Gerüst und ein Spielzeug für seine verwegensten Kunststücke: und wenn…

13. Lüge

Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen – Kapitel 50 Von den Dichtern »Seit ich den Leib besser kenne, – sagte Zarathustra zu einem seiner Jünger – ist mir der Geist nur noch gleichsam Geist; und alles das »Unvergängliche« – das ist auch nur…

30. Der George-Ton

Als ich Stefan George entdeckte, verstreute Gedichte, dann ein Reclamband und Antiquarisches, warnten mich alle: Den findest du gut? Sogar eine Studentin aus Kairo, die bei einem DDR-Germanisten Deutsch gelernt hatte und die es nach Greifswald verschlug,  sagte es mir. Ja, ich fand ihn…

116. Ordentlich verstehen

Lesen (Nietzsche) Aus: Lyrikwiki  23 [22] Fast bei allen Philosophen ist die Benutzung des Vorgängers und die Bekämpfung desselben nicht streng, und ungerecht. Sie haben nicht gelernt ordentlich zu lesen und zu interpretiren, die Philosophen unterschätzen die Schwierigkeit wirklich zu verstehen, was einer gesagt…

91. Schluß mit dem Schwindel

„Poesie ist nichts als Schwindel“, schimpft Arthur Rimbaud. Im September 1886 bricht der Dichter von Somalia nach Äthiopien auf, um Waffen zu verkaufen. Für die Lyrik, den Pariser Literaturbetrieb, seinen spießigen Geburtsort Charleville hat er nur mehr Verachtung übrig. „Bei jedem Gespräch über Literatur…