Kategorie: Rumänisch

Versteckenspielen

Ana Blandiana (* 25. März 1942 in Timișoara, Rumänien) Versteckenspielen Und siehe da, die Kirchen beginnen über den Asphalt zu gleiten wie mit Angst beladene Schiffe, der Turm ein Mast, und die Segel gebläht vom Wind, der stets aus anderer Richtung weht, so daß… Continue Reading „Versteckenspielen“

Wer Ohren hat zu hören

A. E. Baconsky (* 16. Juni 1925 Cofa, Bessarabien, heute Konovka, Ukraine; † 4. März 1977 Bukarest) WER OHREN HAT ZU HÖREN… Brennen wollt’ ich, mich erheben, lieben, zerstören, weinen wollte ich, kämpfen, töten – gibt es ein Land, eine Zeit, ein Gefild?… eine… Continue Reading „Wer Ohren hat zu hören“

Musique Légère

Alexandru Vona (* 3. März 1922 in Bukarest; † 12. November 2004 in Neuilly bei Paris) Aus: Musique Légère Wen liebte Dante: Beatrice. Und Petrarca? Laura. Und der arme Edgar Poe Und der erschöpfte Charles Baudelaire, wie brav sie immer zu zweit hervortreten, wenn… Continue Reading „Musique Légère“

Botschafter des Halos Paul Celan

Weiter im Celanjahr zwischen 50. Todes- (um den 20. April) und 100. Geburtstag (23. November). Ein Prosagedicht in rumänischer Sprache aus der Zeit bis Ende 1947, übersetzt von der Herausgeberin, sie schreibt darüber: „Die Übersetzungen der rumänischsprachigen Vers- und Prosagedichte (Hg.) (…) wollen Verständnishilfen… Continue Reading „Botschafter des Halos Paul Celan“

Sonett

George Bacovia (* 5.jul./ 17. September 1881 greg. in Bacău; † 22. Mai 1957 in Bukarest) Sonett Die Nacht so schwer und feucht, man könnt ertrinken. Im Nebel – müde, rot, kaum noch ein Blinken. Trübselig, blakend die Laternen glimmen. Als ob man sich… Continue Reading „Sonett“

Verklärung

Tudor Arghezi (* 21. Mai 1880 in Bukarest; † 14. Juli 1967 ebenda) Verklärung Obwohl ich ihr sagte, daß ich’s nicht will, gab mir die Nacht im Schlaf ganz still die Urne des Dunkels, ich trank sie leer. Nun komme, was wolle, bald wissen… Continue Reading „Verklärung“

Kartoffeln

Tudor Arghezi (* 21. Mai 1880 in Bukarest; † 14. Juli 1967 ebenda) HEIMSUCHUNG Angetan mit Kleidern aus Zunder, Erwarten die Kartoffeln das Gotteswunder Der Geburt. Den endlosen Wintertraum Verbrachten sie mit Maulwürfen im Raum Des Dunkels, mit Regenwürmern und Grillen, Gehorchend dem unsichtbaren… Continue Reading „Kartoffeln“

Ein Tag

Tudor Arghezi (* 21. Mai 1880 in Bukarest; † 14. Juli 1967 ebenda) Eın Tag Der Tag von gestern ist mir nachgelaufen, ich hörte ihn gehetzt und hungrig schnaufen, er glaubte wohl, er sei gleich andren Hunden mit einer Kette an mein Ich gebunden.… Continue Reading „Ein Tag“

ich weiß nicht wie

Nora Iuga (* 4. Januar 1931 in Bukarest) ich weiß nicht wie er kam wie ein klempner und hat die verstopfung behoben so daß die wörter fließen es gibt einfach so zyklen alle drei jahre werden die armaturen gewechselt im oktober vielleicht oder im… Continue Reading „ich weiß nicht wie“

Die verlassene Frau

Nora Iuga (* 4. Januar 1931 in Bukarest, eigentlich Eleonora Almosnino) Die verlassene Frau Heute hat die verlassene Frau mir von ihrem Bett erzählt. An den Bahnhöfen kommt der Nebel ankündigungslos und ohne uns genügen alle Nächte bloß sich selbst. Wälder gibt es an… Continue Reading „Die verlassene Frau“

107. Tudor Arghezi (1880-1967)

Auch in dem Gedichtzyklus Flori de mucegai (1931, Schimmelblumen) griff er auf die Gefängniserfahrung zurück, wobei die lyrische Stimmung wiederum durch kühle Ironie verbrämt war. Mit dem Roman Ochii maicii Domnului (1934, Die Augen Mutter Gottes), in dem er einen romantischen Handlungsrahmen mit religiös-mystischem Inhalt füllte und Elemente des psychologischen… Continue Reading „107. Tudor Arghezi (1880-1967)“

17. Traian Pop Traian

Prosagedichte von Traian Pop Traian nun ins Deutsche übertragen Der 1952 in Kronstadt geborene Autor hat bereits mehrere Bücher in Rumänien veröffentlicht, darunter auch Săptămâna 53, das 1999 von der Akademie der Wissenschaften, der Literatur und Kunst Oradea preisgekrönt wurde. Nun ist nach dem… Continue Reading „17. Traian Pop Traian“

108. In Czernowitz

Zum neunzigsten Geburtstag des großen Celan veranstaltet[e, 2010!] seine Vaterstadt erstmals ein Poesiefestival, hat Dichter aus halb Europa, vor allem aus den deutschsprachigen Ländern, dorthin geladen, wo zwischen 1880 und 1940 eine der unerhörtesten Explosionen von Kreativität stattfand, die es in Europas Kultur je… Continue Reading „108. In Czernowitz“

59. Nora Iuga

Nora Iuga, die Grande Dame der rumänischen Lyrik ist schon seit einiger Zeit dabei, Deutschland zu erobern. So wurde sie beispielsweise mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet. In Rumänien ist sie die Übersetzerin von Grass und Jelinek, Pastior und… Continue Reading „59. Nora Iuga“

58. Nina Cassian gestorben

Nina Cassian, als „Grande Dame“ der rumänischen Poesie gefeierte Dichterin, Malerin und Komponistin, ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 89 Jahren in New York. Das berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Mittwoch unter Berufung auf die Familie der Künstlerin. Cassian war… Continue Reading „58. Nina Cassian gestorben“