Schlagwort: Ulf Heise

30. Sächsischer Literaturpreis 2014 geht an Jan Kuhlbrodt

Der Literaturpreis 2014 des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst geht an Jan Kuhlbrodt. Diesen Vorschlag der Jury hat die sächsische Kunstministerin Sabine von Schorlemer nunmehr bestätigt. „Mit Jan Kuhlbrodt wird ein sächsischer Autor geehrt, dessen Wirken sich durch alle Genres zieht und in…

64. Sprechen über Gedichte

Buchjournal | MDR FIGARO | 13.06.2013 | Zum Nachhören Die MDR FIGARO-Kritikerrunde diskutiert neue Lyrik Gedichte verdichten die Welt auf ein paar Zeilen – für manche der reinste Horror, andere finden sich genau darin wieder. Im Buchjournal werden vier neue Lyrikbände und ein Buch über…

116. Offener Brief an Ulf Heise

Jan Kuhlbrodt Leipzig, den 28. März 2013 Offener Brief an den Leipziger Journalisten Ulf Heise anlässlich seines Artikels in der Chemnitzer Tageszeitung Freie Presse vom 16. 02. 2013 (Die Mutter vom Prenzlauer Berg. Die avantgardistische Dichterin: Elke Erb wird 75 Jahre alt) http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/KULTUR/Die-Mutter-vom-Prenzlauer-Berg-artikel8268533.php* Sehr…

93. Literaturpreis für Altmann

Andreas Altmann ist ein absoluter, ein reiner Dichter, kurzum, er konzentriert sich auf die Lyrik und wildert nicht auf fremdem Territorium. Mit asketischer Anstrengung nähert er sich von verschiedenen Positionen aus dem zentralen Begriff seiner Poesie, dem Wort. Kaum ein Terminus taucht in seinen…

105. Maurice Maeterlinck

Obwohl Octave Mirabeau ihn schon früh in der Zeitung „Le Figaro“ als „belgischen Shakespeare“ feierte, erwarb Maeterlinck seine entscheidenden Verdienste nicht auf dem Gebiet des Theaters, sondern auf dem der Lyrik. Der Poesie wohnte für ihn stets etwas Mystisches inne: „Die Dichtung in ihrer…

35. Jakob van Hoddis

„Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut, / In allen Lüften hallt es wie Geschrei, / Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei / Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.“ Zeitgenossen feierten die düsteren Reime emphatisch als „Marseillaise des…

92. Vor 125 Jahren wurde Albert Ehrenstein geboren

Karl Kraus ist es zu danken, dass Albert Ehrenstein in die Literaturszene kam. Der Guru der österreichischen Moderne veröffentlichte 1910 in seiner Zeitschrift „Die Fackel“ ein Gedicht des Kollegen, das den Titel „Wanderers Lied“ trug und bald zu den Programmtexten des Expressionismus zählte. In…

10. Abgrund aus Angst

Wie aus mythischer Ferne weht dieser hohe Ton heran, diese dunkle Beschwörung metaphysischer Elementarwörter. In philosophischer Eindringlichkeit fragt der Dichter Ernst Meister nach den Verankerungen unserer Existenz. Bereits in seinem allerersten Gedicht, das 1932 sein Debütbuch „Ausstellung“ eröffnete, gerät das lyrische Ich vor einen…

104. Vor 125 Jahren wurde Kurt Pinthus geboren

Ruhm auf einen Schlag erntete Kurt Pinthus 1919 für die Herausgabe der Anthologie „Menschheitsdämmerung“. Zwanzigtausend Exemplare der Sammlung expressionistischer Lyrik verkauften sich binnen zwei Jahren. Bis heute genießt das Opus, in dem sich die „schäumende, chaotische, berstende Totalität“ einer Ära bricht, den Ruf eines…

85. Hanns Cibulka

Der populäre Schriftsteller Hanns Cibulka wäre am Montag 90 Jahre alt geworden Tief deprimiert beklagte Hanns Cibulka 1972: „Seit sieben Monaten keinen einzigen Vers mehr geschrieben.“ Damals machten sich erste Anzeichen für das Abflauen seiner poetischen Kraft bemerkbar. Es fiel ihm schwerer, den melodischen…

76. Schwyrig

An Hoheliedern auf die Lyrik von Ulrike Almut Sandig fehlt es nicht, und doch scheint es, dass kaum einer ihre Strophen tatsächlich verstanden hat. Zu hermetisch, zu mysteriös kamen die Verse daher. Bang fürchtete man deshalb, dass die gefeierte Autorin das Verrätseln als Hypothek…

150. Wunde Dresden

Nach dem Tod Richard Leisings, Karl Mickels und dem Adolf Endlers vor wenigen Wochen lichten sich die Reihen jener ostdeutschen Dichtergeneration, die, um die Mitte der dreißiger Jahre geboren, und durch die Charismatik Brechts und Georg Maurers geprägt, als Sächsische Dichterschule Furore machten. Weltwissen…

Leuchttürme und Ebbe

Zu der Handvoll wirklich imposanter Verse muss man sich erst durchkämpfen. Einer davon heißt „Abschied vom Fünften Zeitalter“ und schildert die Jugend des Autors in der DDR. Die Stimmung, die Grünbein da mit dunklem Timbre einfängt, führt einen in die beklemmende Welt des Sozialismus…