Schlagwort: Thomas Brasch

Ihr quatscht darüber, ohne es zu kennen

Thomas Brasch IHR QUATSCHT DARÜBER, OHNE ES ZU KENNEN Ihr verdammt es, das was ich Nichts nenne. Weil mir besseres Wort fehlt. Ihr nennt Nihilisten Idioten, weil ihr keine seid. Ihr nennt sie dumm, nicht denkend Aha! Na und? Woran denkt ihr? An Honig,…

Das fürchten nicht und nie das wünschen

Thomas Brasch DAS FÜRCHTEN NICHT UND NIE DAS WÜNSCHEN darf mir abhanden kommen, auch mein täglich sterben nicht das seellos süchtig sein auf keinen fall nur hirnlos reimen wie ein wicht muß beendet werden da ist ein gott und setzt sich zwischen alle stühle…

Rückblende L&Poe November 2001

Gestorben Am 3. November 2001 starb Thomas Brasch mit nur 56 Jahren. Die NZZ schreibt « Die Wetter schlagen um: Sie werden kälter. Wer  vorgestern noch Aufstand rief, ist heute zwei Tage älter.»  In dem Gedicht «Und der Sänger Dylan in der  Deutschlandhalle» mokiert sich…

Elke Erbs Poetics

In Elke Erbs Reihe Poetics (beim Poetenladen) neu die 34. Fortsetzung. Sie ist Thomas Braschs langem Gedicht „Hahnenkopf“ gewidmet.

69. Poesiealbum

In der traditionsreichen Lyrikreihe „Poesiealbum“ neu erschienen: Heft 313: Ingolf Brökel Heft 314: Monika Rinck Jeweils 32 Seiten, 4 € Neu bei Lyrikwiki: Poesiealbum ist eine Lyrikreihe in Heftform, die 1967 von Bernd Jentzsch gegründet wurde. Bis August 1990 erschien monatlich ein Heft von…

46. Thomas Brasch

war das Enfant Terrible der DDR – manche meinen, das einzige. Der älteste Sohn des SED-Funktionärs und stellvertretenden Kulturministers Horst Brasch, der als jüdischer Flüchtling und Mitgründer der FDJ nach dem Krieg bewusst in die russische Besatzungszone gegangen war, eckte früh an: beim Vater…

41. Bloopers

blooper: Versprecher {m} blooper [coll.]: Schnitzer {m} [ugs.] [grober Fehler] blooper [esp. Am.]: Outtake {n} [herausgeschnittene (komische) Szene]film blooper [esp. Am.] [coll.]: Panne {f} [Missgeschick] Missgeschick {n}: Patzer {m} [ugs.] Ausrutscher {m} [ugs.] blooper [Am.]: Stilblüte {f} blooper [Am.] [coll.]: peinlicher Fehler {m} Was ist eine Anthologie? Duden sagt: An|tho|lo|gie, die; -,…

36. Mit den Fingerspitzen

„Der Schreiber muß sich davon lösen, dem Glanz der ‚einfachen‘ Erkenntnis nachzujagen“, schrieb Thomas Brasch 1971 in sein Tagebuch. Und: „Die Welt, in der wir uns aufhalten, muß vorsichtig mit den Fingerspitzen neu begriffen werden (…).“ UND WENN WIR NICHT AM LEBEN SIND dann…

51. Suchbewegung

Der einst als «Ulysses aus Charlottenburg» umjubelte Dichter besichtigt in seinen späten, zu Lebzeiten nie veröffentlichten Gedichten den Rest seiner künstlerischen Existenz. Das Resultat dieser poetischen Selbsterkundung sind bewegende, tief anrührende Gedichte eines Mannes, dem die Welt zerbrach. So verläuft die Suchbewegung des Einsamen…

115. Brasch fräste

Anders als die Zeit in der Kadettenschule, wohin der ehrgeizige Funktionärsvater Horst Brasch seinen ältesten Sohn im Alter von elf geschickt hatte und wo der Drill ihn fast zerbrechen ließ, hat die dreijährige Arbeit als Fräser im Berliner Transformatorenwerk „Karl Liebknecht“ sein Schreiben ähnlich…

24. Brasch

Und jetzt, endlich: „Die nennen das Schrei“, Thomas Braschs „Gesammelte Gedichte“ im Suhrkamp Verlag. 1030 Seiten, eine Wucht von Buch. Ein Ereignis auch das. 1030 Seiten Gedichte und historisch-kritische Kommentare, ein Lyrikband, der 49,95 Euro kostet und sie wert ist – es gibt kaum…

83. Spuren

Jan Kuhlbrodt Zu: Thomas Brasch Die nennen das Schrei. Gesammelte Gedichte (Gesendet am 24.5. auf Radio 98,1) Am 20. Mai erschienen im Suhrkamp Verlag die gesammelten Gedichte von Thomas Brasch. Ein Ereignis. Zumindest für mich. Der folgende Text wird aus Thesen bestehen, denn abschließend…

81. 14. Nahbellpreis 2013: THOMAS KUNST

„Eine mutige Entscheidung deshalb, weil ich fast zehn Jahre darauf warten musste, einen neuen Verleger für meine Gedichte zu finden, und weil meine Gedichte den falschen Zauber von Wissenschaftsschmeichelei und Bildungsdemonstration schon immer ignoriert haben. Was nicht alles in heutigen Gedichten so vorzukommen hat,…

73. Thomas Brasch

Ja, Brasch war »der poetische Sprecher (seiner Generation)«, das stand auch so in der FAZ; der Kleist seiner Zeit – oder, um es wieder mit Heiner Müller zu sagen, einer, »den man ziehen lassen sollte«. Esther Dischereit las: »Auf einem alten Foto ist (meine…

12. Ferment

Er gehörte zu einer kleinen, aber feinen Schar von DDR-Kreativen, die mit ihrem streitbaren Ernst und ihrer fortdauernden Unzufriedenheit ein ungeheuer wichtiges Ferment der westdeutschen Kultur der 80er Jahre bildeten. Bis nach dem Mauerfall alles ganz anders wurde. Oder zu sehr dasselbe blieb? 2001,…