Schlagwort: Georg Trakl

Alte Plätze sonnig schweigen

Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) DIE SCHÖNE STADT Alte Plätze sonnig schweigen. Tief in Blau und Gold versponnen Traumhaft hasten sanfte Nonnen Unter schwüler Buchen Schweigen. Aus den braun erhellten Kirchen Schaun des Todes… Continue Reading „Alte Plätze sonnig schweigen“

Grodek

Am 7. September 1914 endet die Schlacht bei Gródek in Ostgalizien zwischen österreichischen und russischen Truppen mit einer Niederlage für Österreich. Georg Trakl nimmt als Sanitäter an der Schlacht teil und überlebt sie nur um wenige Wochen. Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in… Continue Reading „Grodek“

Hölderlin

Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) HÖLDERLIN Der Wald liegt herbstlich ausgebreitet Die Winde ruhn, ihn nicht zu wecken Das Wild schläft friedlich in Verstecken, Indes der Bach ganz leise gleitet. So ward ein edles… Continue Reading „Hölderlin“

Am Rand

Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) Am Rand eines alten Wassers Am Rand eines alten Brunnens 1. Fassung Dunkle Deutung des Wassers: Stirne im Mund der Nacht Seufzend in schwarzen Kissen des Menschen rosiger Schatten,… Continue Reading „Am Rand“

Farbiger Herbst

Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) Farbiger Herbst (1. Fassung von ‘Musik im Mirabell’ Sammlung 1909) Der Brunnen singt, die Wolken stehn Im klaren Blau, die weißen, zarten; Bedächtig, stille Menschen gehn Da drunten im… Continue Reading „Farbiger Herbst“

Kaspar Hauser

Am 26. Mai 1828 tauchte der 16-jährige Kaspar Hauser in Nürnberg auf und sprach den Schuhmachermeister Weickmann an. Sein Fall wurde vielfach literarisch gestaltet. Hier einige Beispiele. Richard Dehmel Lied Kaspar Hausers Nach Verlaine Ich kam so fromm, ein Waisenkind, das nichts als seine… Continue Reading „Kaspar Hauser“

Fundsachen

Die Zeitungen melden 2 Sensationsfunde: 1 Bei der Auflösung einer privaten Bibliothek des Wiener Antiquars Erhard Löcker ist ein bisher nicht bekanntes Gedicht von Georg Trakl (1887-1914) entdeckt worden. Auf dem ersten Blatt einer „Hölderlin“-Ausgabe von 1905 ist das Gedicht „Hölderlin“ von Trakl in… Continue Reading „Fundsachen“

Hermlin und Trakl

ARTus-Kolumne »SO GESEHEN« Nr. 674 • 25 . April 2015 von Walter G. Goes (ARTus) • Bergen auf Rügen Zum 100. Geburtstag des Dichters Stephan Hermlin   Dem Dichter Stephan Hermlin (13.4.1915–6.4.1997) bin ich bis heute zu großem Dank verpflichtet. Das im Verlag Philipp… Continue Reading „Hermlin und Trakl“

Erregungsmomente

Eine wissenschaftliche Tagung in Saarbrücken untersucht die Funktion erotischer Szenen in der Literatur, berichtet die Saarbrücker Zeitung. 2 Splitter: Von „feisten Hüften“ ist da die Rede, von einem „entzückenden Rücken“ und von schwellenden Muskeln, „die nicht nur zum Anschauen, sondern zum Betasten verführen“. Formulierungen… Continue Reading „Erregungsmomente“

84. Trakl für Einsteiger

Genau einhundert Jahre nach dem Tod Georg Trakls hat der Insel Verlag die „Sämtlichen Gedichte“ neu veröffentlicht, diesmal in „chronologisch-thematischer Reihenfolge“. (…) Wer diesen Autor kennenlernen möchte, ist mit der Neuerscheinung aus dem Insel Verlag gut bedient. Wer sich allerdings tiefergehend für das Werk… Continue Reading „84. Trakl für Einsteiger“

22. Kunststück

Dem in Dresden lebenden Romancier und Dichter ist mit dem Band „Graphit“ ein großes Kunststück gelungen. In seinen Gedichten wird das Wissen um die Kniffe der poetischen Moderne mit wacher Zeitgenossenschaft verquickt (…) Die Lyrik darf sich von allen Literaturgattungen den geringsten Zuspruch erwarten.… Continue Reading „22. Kunststück“

18. Traklpreis

In jenen Jahren, in denen sich Geburts- oder Todestag von Georg Trakl jähren, vergeben Stadt und Land Salzburg den mit 8.000 Euro dotierten Trakl-Preis für Lyrik. Heuer, zur hundertsten Wiederkehr des Todestages, ging der Preis an die 75-jährige Waltraud Seidlhofer. Bücher habe sie schon… Continue Reading „18. Traklpreis“

6. Mit Trakl

Das Renitente in Trakls Sprache findet sich in anderer, nicht minder wuchtiger Gestalt in den Versen des 1965 geborenen Romanciers und Lyrikers Marcel Beyer. Von „Verklirrter Herbst“, Beyers schräger Anverwandlung von Trakls „Verklärter Herbst“, die 1997 in Beyers Band Falsches Futter erschien, führt eine… Continue Reading „6. Mit Trakl“

23. Der Wahrheit nachsinnen – Viel Schmerz!

Von Walter G. Goes (ARTus) • Bergen auf Rügen Auf den Dichter Georg Trakl (1887-1914) stieß ich zunächst durch Radierungen des Leipziger Künstlers Hans Schulze (1904-1982). Er zeigte mir Blätter zu Gedichten Trakls um das Jahr 1971 in seinem Atelier. Schulze, ein Solitär unter… Continue Reading „23. Der Wahrheit nachsinnen – Viel Schmerz!“

19. Epitaph

Kein Gedicht Else Lasker-Schülers hat mich auf Anhieb so bewegt wie dieses. (…) Die erste Lektüre verdanke ich einem Freund. Bei einer Tagung über Trauer analysierte der Psychoanalytiker Andreas Hamburger, was ihm das Gedicht seit vielen Jahren bedeutet. Angeregt davon, habe ich seither in Gesprächen… Continue Reading „19. Epitaph“