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Veröffentlicht am 19. April 2026 von lyrikzeitung
91 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Kerstin Preiwuß
Die Windsbraut schläft in mir.
Ein schaukelndes Embryo in jeder Ohrmuschel.
Wie beruhigt mich dass sie sich bewegt.
Ich bin gut aufgehoben egal was in mir tobt.
Die Windsbraut hat sich in mein Ohr gelegt.
Übers Jahr ist es umgekehrt.
Der Wind schläft draußen mit mir.
Der Wind ist draußen.
Ich bin allein.
So klingt Verlassenheit.
Ich weiß dass das ein Mythos ist.
Was in mir tobt bin ich.
Aus: Aus Mangel an Beweisen. Deutsche Lyrik 2008-2018. Hgg. v. Michael Braun und Hans Thill. Heidelberg: Das Wunderhorn, 2018, S. 156
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aus Mangel an Beweisen, deutsche Gegenwartslyrik, Die Windsbraut schläft in mir, Gedicht Kerstin Preiwuß, Hans Thill, Körpermetaphorik, Kerstin Preiwuß, Lyrik 21. Jahrhundert, Michael Braun, moderne deutsche Gedichte, Mythos und Innenwelt, Verlag Das Wunderhorn, Verlassenheit Gedicht
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Der Text „Was in mir tobt“ spricht mich sehr an. Intensiv und berührend. Ich habe in ähnlicher Weise einen lyrischen Gedanken geschrieben mit der Überschrift „Verweilen …“ und den ersten 2 Zeilen „Mein Inneres sagt zu mir, vernachlässige mich nicht …“ Vielleicht kann ich den Text auch mal hier in der Lyrikzeitung kundtun!
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