Kategorie: Dänemark

Arabeske (Fortsetzung)

Jens Peter Jacobsen (* 7. April 1847 in Thisted; † 30. April 1885 ebenda) Fortsetzung und Ende des Gedichts Arabeske, dessen Anfang hier am 30. April zu lesen war.  Sechs Zeilen vom Anfang der Strophe sind hier erneut eingerückt, um den Kontext verständlich zu… Continue Reading „Arabeske (Fortsetzung)“

Arabeske (1)

Jens Peter Jacobsen (* 7. April 1847 in Thisted; † 30. April 1885 ebenda) Von den wenigen Gedichten, die J. P. Jacobsen … geschrieben hat, ist Arabeske unbestritten das großartigste. Im Herbst 1873 verbrachte Jacobsen einige Wochen in Florenz, und um diese Zeit wahrscheinlich… Continue Reading „Arabeske (1)“

Glühende Nacht

Jens Peter Jacobsen (* 7. April 1847 in Thisted; † 30. April 1885 ebenda) Aus: Arabeske. Zu einer Handzeichnung von Michelangelo – Aber der Seufzer, glühende Nacht? der Seufzer, der anschwillt und stirbt, stirbt, um neu zu erstehn, der Seufzer, du glühende Nacht! Sieh,… Continue Reading „Glühende Nacht“

Die Bühne

Inger Christensen (* 16. Januar 1935 in Vejle, Dänemark; † 2. Januar 2009 in Kopenhagen) DIE BÜHNE konnexitäten … si l’Être est caché, cela est un trait de l’Être M. Merleau-Ponty Während allmählich die bühne beschrieben wird wird immer klarer daß sie nicht beschrieben sondern… Continue Reading „Die Bühne“

Ich hab immer geglaubt

Inger Christensen (* 16. Januar 1935 in Vejle, Dänemark; † 2. Januar 2009 in Kopenhagen) Ich hab immer geglaubt Ich hab immer geglaubt die wirklichkeit sei etwas das man werde wenn man erwachsen wird. Auf dem marktplatz steht Fata Morgana mit müder miene und… Continue Reading „Ich hab immer geglaubt“

Muttersprache

SØREN KIERKEGAARD (1813-1855) Glücklich macht mich das Gefühl, an meine Muttersprache gebunden zu sein, gebunden, wie es vielleicht nur wenige sind, gebunden wie Adam es an Eva gewesen, weil da ein anderes Weib nicht war, gebunden, weil es mir unmöglich gewesen ist, eine andre… Continue Reading „Muttersprache“

manuskripte 217

Zeitschriftenschau Michael Gratz Die österreichische Literaturzeitschrift manuskripte erscheint im 57. Jahr. Heft 217 eröffnet mit einer seltenen Marginalie. Die Schriftstellerin Aslı Erdoğan, die im August 2016 in Istanbul verhaftet wurde, schrieb der Redaktion, sie sei stolz, daß zwei ihrer Artikel 2013 in manuskripte publiziert… Continue Reading „manuskripte 217“

L&Poe-Rückblende: Mai 2002

Viel Bildungsgut (und Absturz von Bildungsgut) im Mai 2002 in der Lyrikzeitung Adieu, Dichter Do Poets Matter? fragt Robert Bové – und gibt auch Antwort: The short answer is, Yes—but only to them. That’s a fact, Jack. Poets are about as solipsistic a bunch as… Continue Reading „L&Poe-Rückblende: Mai 2002“

Gemeinsam geht es besser

Zwei Wikis sind besser als ein Wiki. Und manchmal reichen sie nicht aus. Über den dänischen Schriftsteller Leif Panduro  (1923-1977) lese ich in der deutschen Wiki: Bis 1976 war er Mitglied der Dänischen Akademie (Det Danske Akademi). In der englischen: In 1971 he was awarded with the Grand… Continue Reading „Gemeinsam geht es besser“

L&Poe-Rückblende März 2001

Inger Christensen lebt und schreibt über Zweifel an der Dichtung Ich bin keine Sterndeuterin, ich bin eher eine Handwerkerin. Die Dichtung ist ja auch nur eine Stimme unter den vielen Stimmen der Welt. Und sie ist auch kein Medium, das besonders geeignet ist, auf… Continue Reading „L&Poe-Rückblende März 2001“

Zitterspiegel

Der dänische Dichter Søren Ulrik Thomsen ist ein Liebhaber von Versen, die über sich selbst nachdenken. In seiner ironisch-melancholischen Parlandolyrik versammelt er Bilder davon, was das Gedicht denn sein könnte. Ein Gefüge aus schwarzen Insekten etwa, das sich von der Seite löst und davonfliegt. Aber auch… Continue Reading „Zitterspiegel“

Griffin Poetry Prize Shortlist

TORONTO – April 12, 2016 – Scott Griffin, founder of The Griffin Trust For Excellence In Poetry is pleased to announce the International and Canadian shortlist for this year’s prize. Judges Alice Oswald (UK), Tracy K. Smith (USA) and Adam Sol (Canada) each read… Continue Reading „Griffin Poetry Prize Shortlist“

Literaturvergessen

Kein europäisches Land ist in der Liquidierung seines literarischen Kulturerbes so konsequent gewesen wie Dänemark. Was sich darin zeigt, daß kaum ein Däne in leitender Position die Klassiker gelesen hat. Suzanne Brøgger, Bedarf an Sündenböcken. In: Lettre international 109, Mai 2015, S. 141

Klaus Rifbjerg. „Gedopte Intelligenz“

Die Zeit war auch reif, als er ab 1956 die etwas marmorne Nachkriegszeit im literarischen Dänemark mit Gedichtbänden wie «Konfrontation» durcheinanderwirbelte, schon der Titel war das Programm einer neuen Epoche: Rifbjerg wurde zum Wortführer des dänischen «Modernismus». Konfrontation suchte er bis zum Schluss, erst… Continue Reading „Klaus Rifbjerg. „Gedopte Intelligenz““

Gestorben

Im Alter von 83 Jahren starb Klaus Rifbjerg, einer der einflußreichsten dänischen Autoren seiner Zeit. Er wurde am 15.12. 1931 in Kopenhagen geboren und starb am 4.4. nach langer Krankheit. Er veröffentlichte über 100 Romane, Drehbücher, Schauspiele, Fernseh- und Hörspiele, Kinder- und Tagebücher, Novellen-, Essay-… Continue Reading „Gestorben“