Schlagwort: Christian Morgenstern

Korf

Christian Morgenstern Die Behörde Korf erhält vom Polizeibüro ein geharnischt Formular, wer er sei und wie und wo, welchen Orts er bis anheute war, welchen Stands und überhaupt, wo geboren, Tag und Jahr. Ob ihm überhaupt erlaubt, hier zu leben und zu welchem Zweck,… Continue Reading „Korf“

Das Knie

Christian Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München; † 31. März 1914 in Untermais, Tirol) Das Knie Ein Knie geht einsam durch die Welt … Es ist ein Knie, sonst nichts! Es ist kein Baum! Es ist kein Zelt! Es ist ein Knie, sonst… Continue Reading „Das Knie“

Leybold für Morgenstern

Zwei Gedenktage in einem: Hans Leybold (* 2. April 1892 in Frankfurt am Main; † 8. September 1914 in der Garnison Itzehoe) dichtet einen Nachruf auf Christian Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München; † 31. März 1914 in Untermais, Tirol). Auch ein Nekrolog… Continue Reading „Leybold für Morgenstern“

Das Butterbrotpapier

Christian Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München; † 31. März 1914 in Untermais, Österreich) Das Butterbrotpapier Ein Butterbrotpapier im Wald, – da es beschneit wird, fühlt sich kalt . . . In seiner Angst, wiewohl es nie an Denken vorher irgendwie gedacht, natürlich,… Continue Reading „Das Butterbrotpapier“

Der Dackel. Blätter für Asphaltliteratur

Zur vorangegangenen Meldung sehr gut passend hier ein Hinweis auf die erste Nummer der Zeitschrift Der Dackel. Blätter für Asphaltliteratur, herausgegeben von Edition Samisdat in Wien. »Was ist nun dieser erstaunliche Hund«, fragt Paul Asti im Editorial: »Ein guter Geist, der über den Dächern… Continue Reading „Der Dackel. Blätter für Asphaltliteratur“

Literarisches Greifswald (1)

Wanderer, kommst du nach Spa-, nach Greifswald. Greifswald liegt am Rand, aber es hat doch dies und das, sogar Literarisches. Vielleicht mache ich eine Folge. Ich beginne mit Christian Morgenstern. Mir sind keine Aufenthalte M.s in Greifswald bekannt. Geboren in München, gestorben in Meran, verbrachte… Continue Reading „Literarisches Greifswald (1)“

3. Quaal

Das Elend der guten Schriftsteller ist, daß die schlechten sie nachahmen. Arezu Weitholz zum Beispiel ist darauf verfallen, Fischgedichte und -geschichten zu schreiben, die der »Manier von Ringelnatz, Morgenstern und Gernhardt« (Zweitausendeins-Reklame) folgen. Gernhardt wird in der Reklame nur aus Reklamegründen erwähnt; die beiden… Continue Reading „3. Quaal“

129. Galgenpoesie

Zehn Jahre später werden die „Galgenlieder“ ihren Autor berühmt machen. Nicht weil es sich um studentische Unsinnspoesie handelt, sondern um moderne Lyrik mit sprachphilosophischem Hintergrund. Etliche Gedichte dieser Anthologie, bestehend aus den Abteilungen „Palmström“, „Palma Kunkel“ und „Der Gingganz“, sind längst in den Volksmund… Continue Reading „129. Galgenpoesie“

120. Vierdimensional

Seine Lyrik versucht, im Subversiv-Komischen wie in der Suche nach wahrer Erkenntnis, geistige Klarheit zu schaffen. Sie spiegelt auch die zeittypische große Skepsis gegenüber der Tauglichkeit der Sprache wider, die Wirklichkeit objektiv zu erkennen und darzustellen. Nicht von ungefähr wird Christian Morgenstern auch als… Continue Reading „120. Vierdimensional“

66. literaturlabor in der Lettrétage: Zuß und Ames suchen Streit / VI. Teil

Zuß und Ames suchen Streit und begegnen sich in Berlin; in der Art in der ein Freistoßschütze dem Torwart begegnet; wer wer ist, ist egal, weil es wechselt. Es geht um Kollegialität, um Polemik, Poetik, um zwölf coole Arbeiter im Lyrikstandort Berlin, um Unzufriedenheit… Continue Reading „66. literaturlabor in der Lettrétage: Zuß und Ames suchen Streit / VI. Teil“

77. Das lyrische Jahr

Marie-Luise Knott betreut für den Perlentaucher eine neue Lyrik-Kolumne.  In loser Folge soll sie Beiträge versammeln zu poetischen Neuerscheinungen. Sie beginnt stark (natürlich nicht ohne Lücken – namentlich bei den jüngeren Jahrgängen) mit einem Streifzug von ihr durch das lyrische Jahr 2013. Der Eingang… Continue Reading „77. Das lyrische Jahr“

63. Sprachwechsel

Martynova hat schreibend einen Sprachwechsel vollzogen. Für ihre Gedichte bevorzugt sie aber nach wie vor das Russische. Zusammen mit der Lyrikerin Elke Erb übersetzt sie ihre Verse anschließend wieder ins Deutsche, so auch die in dem Band „Von Tschwirik und Tschwirka“, der aus drei… Continue Reading „63. Sprachwechsel“

31. Lyrik in der Straßenbahn

Lyrik in der Stadtbahn, ein abseitiger Gedanke? Richtet sie sich an den Bildungsbürger, der seinen Goethe und Novalis ohnehin kennt? Oder will sie die Rapper-Generation von 50 Cent oder Eminem weglocken auf die richtige Schiene zu Hofmannsthal oder Hölderlin? Ey Alter, das is n… Continue Reading „31. Lyrik in der Straßenbahn“

118. Latten ohne was drumrum

Christian Morgenstern (1871-1914) Der Lattenzaun Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurchzuschaun. Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da – und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus. Der Zaun indessen stand ganz dumm mit Latten ohne… Continue Reading „118. Latten ohne was drumrum“

104. Nonsense-Ausstellung

Das Museum Strauhof in Zürich widmet seine aktuelle Ausstellung einer merkwürdigen Literaturgattung, dem Nonsense. Das Werk einiger hervorragender Vertreter steht dabei im Mittelpunkt. Insbesondere ist sie eine Hommage an den vor 200 Jahren geborenen Edward Lear, der als Erfinder der modernen Nonsense-Literatur gilt. Lewis… Continue Reading „104. Nonsense-Ausstellung“