Schlagwort: Thomas Kling

tyroler jagdgesezze

Gestern Nachmittag und die ganze Nacht mindestens bis zum Morgen war das Netz gestört, nicht nur in meiner Wohnung, sondern auch am anderen Ende der Innenstadt, wohin ich ausweichen wollte. Deshalb hier verspätet ein Gedicht: noch eine seiner „Landschafts-Photographien“ aus Titoltyrol. Thomas Kling Tiroltyrol…

mit herzhunt hant

Thomas Kling (* 5. Juni 1957 Bingen am Rhein; † 1. April 2005 Dormagen) (exitus 1941) innixt verbundn/mit herzhund hant,/ den liebn-der-heimat dem bauernstant/ zog er als einziger/ schwer in den krieg, bis er als lezzter-des-stammes gefallen!/ betrauert von vielen geehrt von uns allen…

Schöne Rose im Dickicht

Mechthild von Magdeburg [Got gelichet die selen fúnf dingen] O du schoene rose in dem dorne, o du vliegendes bini in dem honge, o du reinú tube an dinem wesende, o du schoenú sunne an dinem schine, o du voller mane an dinem stande!…

L&Poe Rückblende: Februar 2002

Trakl-Preis an Andreas Okopenko Es sah einmal so aus, als schriebe Andreas Okopenko seine Lyrik für eine kleine Minderheit. Als 1980 im Verlag Jugend & Volk Okopenkos Gesammelte Lyrik erschien, war das ein Unterfangen, das erhebliche Widerstände überwinden musste. Nie hatte sich Okopenko in…

Rückblende L&Poe Dezember 2001

Der Dichter Christian Saalberg lebt und begeht seinen 75. Geburtstag: Doch es war vor allem die surreale Lektüreerfahrung, die Saalberg „unmerklich veränderte, zu einem anderen Menschen machte“. Allerdings sah die Kunstironie des Nachkriegsschicksals für Deutschland kaum mehr die surreale Strömung vor (obwohl oder gerade…

L&Poe Rückblende – Oktober 2001

Thomas Kling lebt und kommt auch im Oktober öfter vor Z.B. hier „Das Abscannen von Gesichtsdaten“ nannte Thomas Kling in seiner Laudatio das poetische Verfahren von Friederike Mayröcker, und es ist, als hätten die jungen Lyriker eine Ahnin im alten Wien gefunden: eine Meisterin…

L&Poe Rückblende – September 2001

Wie ist doch die Zeitung aktuell Am 1. September 2001 druckt die taz Notizen von Klaus Siblewski zu Telefongesprächen mit Ernst Jandl.  Am 4. 10. 1998 ein immer aktueller Vorschlag: Ob ich ihm mein Ohr leihen könnte, ein Ohr und vielleicht noch ein Stück meines…

L&Poe-Rückblende August 2001

Wolfgang Hilbig lebt und läßt sich zum 60. gratulieren Hilbig wurde am 31. August 1941 im thüringischen Meuselwitz geboren und wuchs bei seinem Großvater im Bergarbeitermilieu auf; der Vater war bei Stalingrad gefallen. Nach einer Lehre als Bohrwerkdreher arbeitete Hilbig als Heizer und versuchte…

L&Poe-Rückblende Juli 2001

Über Becketts Deutschlandaufenthalt von 1936/37 berichtet sein Biograph James Knowlson: Einige von Becketts frühen Gedichten, vor allem „Da tagte es“, enthüllen den Einfluss von Walther von der Vogelweides „alba“ und in Becketts letztem Prosastück Immer noch nicht mehr wird namentlich auf den Lyriker angespielt:…

L&Poe-Rückblende Juni 2001

FR druckt  russische Gedichte über den Krieg in Tschetschenien  Die modernen Maßnahmen der Zensur sind subtil: Auf einen neuen Fall macht jetzt die britische Zeitschrift Index on Censorship aufmerksam. Sie veröffentlichte russische Gedichte zum Krieg in Tschetschenien, die praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit in…

L&Poe-Rückblende Mai 2001

8 gegen 58. Der Georg-Büchner-Preis für Männer So überschreibt Iris Radisch einen Kommentar zum Büchnerpreis für eine Frau. Die Zahlen bezeichnen das Verhältnis weiblicher zu männlicher Preisträger. Wenn Frau Radisch schreibt: „Nachdem Grass, Walser, Enzensberger, Müller, Strauß und Handke schon dran waren, kamen sogar…

L&Poe-Rückblende März 2001

Inger Christensen lebt und schreibt über Zweifel an der Dichtung Ich bin keine Sterndeuterin, ich bin eher eine Handwerkerin. Die Dichtung ist ja auch nur eine Stimme unter den vielen Stimmen der Welt. Und sie ist auch kein Medium, das besonders geeignet ist, auf…

Lyrikzeitung wird 17

Zwei Zahlen steuern den Fortgang (!) der Lyrikzeitung: 16 (eigentlich 16,3) und 192. Vor 16,3 Jahren begann ich Lyriknachrichten zu veröffentlichen, zuerst auf der (heute nicht mehr existierenden) Seite von pom-lit.de. 16 Jahre ist eine lange Zeit, ein Riesen-Tortenstück selbst für ältere Leute wie…

Gegenwartsliteratur feldtheoretisch

Michael Braun über Heribert Tommeks Studien zum literarischen Feld Gegenwartsliteratur: 2. (…) Der Avantgarde-Autor will mit seinem Werk nicht mehr Epoche machen, sondern sein Material erforschen oder Geschichte schreiben. An der lyrischen Entwicklung von Kling und Grünbein und deren unterschiedlichem Sprach- und Medienverständnis lässt sich…

„Die gebrannte Performance“ nominiert

Die gebrannte Performance. Eine Audio-Retrospektive. Bestenliste der Schallplattenkritik Wortkonzert, Sprechperformance, Konfrontation. Thomas Klings Werk und der Performancecharakter seiner Lesungen prägten die deutschsprachige Lyrik auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Das im Frühjahr erschienene Hörbuch „Die gebrannte Performance“ ist eine Audio-Retrospektive zum Werk des Lyrikers….