Schlagwort: Felix Philipp Ingold

rolls joyce, hol es wieder

Heute haben so viele Dichter Geburtstag, Ulf, Fabjan, Hendrik, ich grüße euch mit einem Gedicht von Gerard Manley Hopkins, der zwar nicht an einem 8. Juni geboren ist, aber an den man trotzdem jeden Tag denken kann, so auch heute. L&Poe hatte das Gedicht… Continue Reading „rolls joyce, hol es wieder“

Nochmal Petersburg

Wladimir Majakowski (*7. jul./ 19. Juli greg. 1893 in Bagdadi, Gouvernement Kutaissi, heute Georgien; † 14. April 1930 in Moskau) Nochmals Petersburg Tanzmusik fetzt in den Ohren, Nebel – grauer Schneewolf – schleicht heran mit der Kannibalenfresse eines Mohren, doch ihm schmecken weder Frau… Continue Reading „Nochmal Petersburg“

Die Schönheit ist anspielungsreich

Innokentij Annenskij (* 20. August jul./ 1. September 1855 greg. in Omsk; † 30. November jul./ 13. Dezember 1909 greg. in Sankt Petersburg) Die Poesie In dir sind quälerisch verbunden Des Lebens Zufall und der Schöpfergeist, Die Schönheit ist anspielungsreich, So kann sie sich… Continue Reading „Die Schönheit ist anspielungsreich“

Nur mal so

Johann Wolfgang Goethe [Aus Lila] Feiger Gedanken Bängliches Schwanken, Weibliches Zagen, Ängstliches Klagen Wendet kein Elend, Macht dich nicht frei. Allen Gewalten Zum Trotz sich erhalten, Nimmer sich beugen, Kräftig sich zeigen — Rufet die Arme Der Götter herbei. (1777) Ich übergebe an Herrn… Continue Reading „Nur mal so“

Aus dem Deutschen

Felix Philipp Ingold Schwache Gedanken Kommt daher das Wanken Von Worten getragen? Länger zu fragen Verzögert das Ende Verhindert den Sinn. Feisten Gestalten Zum Gruß an sich halten (Schlimmer: sich beugen). Statt auszusteigen Hebt ihr die Hände Lebt weiter so hin … Aus: Felix… Continue Reading „Aus dem Deutschen“

Wiederhol es, hol es wieder

Gerard Manley Hopkins (* 28. Juli 1844 in Stratford bei London; † 8. Juni 1889 in Dublin) 66. ‘Repeat that, repeat’ REPEAT that, repeat, Cuckoo, bird, and open ear wells, heart-springs, delightfully sweet, With a ballad, with a ballad, a rebound Off trundled timber… Continue Reading „Wiederhol es, hol es wieder“

Treppengedicht

Marina Zwetajewa (russisch Мари́на Ива́новна Цвета́ева, wiss. Transliteration Marina Cvetaeva; * 26. September jul./ 8. Oktober 1892 greg. in Moskau; † 31. August 1941 in Jelabuga, Tatarstan) Bei Moloko Print erschien das Poem Lestniza (Die Treppe, das Wort bedeutet im Russ. auch Die Leiter)… Continue Reading „Treppengedicht“

Worte gibt es

Sinaida Gippius (Hippius) Worte gibt es Wer plaudert nicht in Zauberworten vor sich hin? In Worten, die soviel wie nichts bedeuten! Die plötzlich da sind wie ein Ding, das blinkt und klingt, Und die zu allem passen — Leiden oder Freuden. Ich mag sie… Continue Reading „Worte gibt es“

Sonett

Felix Philipp Ingold Fortschritt (1) Als Betonkeiler schießt an jedem Ende ein „Wir sind!“ empor, mit tollem Pathos und in blödem Einerlei nimmt das vereinte „Wir!“, bevor „Ich bin!“ zum letztenmal das Sagen hat, feist überhand und ist schon da und hält die Luft… Continue Reading „Sonett“

Macht die Nacht die Farben aus

Felix Philipp Ingold Vorspruch Macht die Nacht die Farben aus, dann ist es wieder Zeit und sind die Farben eins. (aus dem Notizbuch eines Malers, anonym, 1942) Ein Ah! ist der Anfang von allem und heisst soviel wie Schra… wie Schwarz. Soviel wie nichts.… Continue Reading „Macht die Nacht die Farben aus“

o himmels blau

Sommergedichte nannte ich die Rubrik mal. Da der Sommer fast vorbei ist oder zumindest pausiert, suche ich an diesem grauen Tag was Passendes zu – Sommerblau. Blumen. Kornfeld. Sowas. Wer hat am 21. August Geburtstag? Bartholomäus Sastrow aus Greifswald, Jens Christian Djurhuus, färöischer Bauer… Continue Reading „o himmels blau“

Felix Philipp Ingold

 

L&Poe ’17-07

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound.  In der heutigen Ausgabe: Hadayatullah Hübsch, Tom Raworth, Dagmara Kraus,… Continue Reading „L&Poe ’17-07“

„Plappernde Plauderlyrik“

Nachüberlegungen zum NZZ-Essay „Sie schreiben, wie sie talken“ (2017-02-02) und zur anschliessenden Debatte in der Presse und im Internet Dass man meine nüchternen Beobachtungen und Überlegungen zur sprachlichen Verfassung der Gegenwartsliteratur für „polemisch“ halten kann, bleibt mir ebenso unbegreiflich wie deren Einschätzung als Plädoyer… Continue Reading „„Plappernde Plauderlyrik““

L&Poe ’17-02

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound. In den nächsten Wochen werde ich Logo und Leitbegriffe und… Continue Reading „L&Poe ’17-02“