Schlagwort: Günter Eich

dabei seh ich die kondensstreifen gern

Johannes Poethen (* 13. September 1928 in Wickrath; † 9. Mai 2001 in Stuttgart) Es gibt weniger vögel steht in der zeitung und rentiere kannst du nicht mehr essen dabei seh ich die kondensstreifen gern so quer durch alles durch manchmal rosa die leute… Continue Reading „dabei seh ich die kondensstreifen gern“

Ruderlied des Kaisers Wu

Wu-di von Han (Wu-ti, Wu-Ty, Kaiser Wu (von Han), geboren als Liu Che; chinesisch 漢武帝 / 汉武帝, Pinyin Hàn Wǔdì, * 156 v.u.Z.; † 29. März 87 v.u.Z.) Zum Todestag des auch dichtenden Kaisers ein Gedicht in drei deutschen Versionen. Ich füge die jeweilige Schreibweise des Namens hinzu.… Continue Reading „Ruderlied des Kaisers Wu“

Bemerkungen zu Morgensterns Extremitäten

[✺]  Von Markus R. Weber Keine raunenden Botschaften, keine Ideologien, denen man zunicken könnte; keine dampfenden Bedeutungen; keine abhebbaren Tendenzen; keine echten Anliegen; (…) keine verbindlichen Aussagen; keine Ideen vom großen und ganzen; keine Charaktere, die nach psychologischen Richtlinien agieren; keine Moral; aber: Spiel,… Continue Reading „Bemerkungen zu Morgensterns Extremitäten“

Mein Beitrag zum Staat

Günter Eich (1. Februar 1907 Lebus – 20. Dezember 1972 Salzburg) BEETHOVEN, WOLF UND SCHUBERT Ach und O sind zwei Gedichte, die jeder versteht. Und verhältnismäßig kurz, sie erfordern keine langjährige Übung im Lesen. Ob sie jedem gefallen, ist eine andere Frage, sie passen… Continue Reading „Mein Beitrag zum Staat“

Und die Charlotte Liebt ihre Austern

Richard Weiner. Jean Baptiste Chardin Dies ist mein Tisch, Dies meine Hausschuh, Dies ist mein Glas, Dies ist mein Kännchen. Dies meine Etagere, Dies meine Pfeife, Dose für Zucker, Großvaters Erbstück. Dies ist mein Eßzimmer, Dies meine Ecke, Dies ist mein Hund, Dies meine… Continue Reading „Und die Charlotte Liebt ihre Austern“

„Und“-Material (2)

Zwei Gedichte von Günter Eich Und Und macht die Welt begreiflich: Der Schlieffenplan und eine Klingelanlage für Scheintote. Günter Eich, Anlässe und Steingärten, »Nachträge zu Clausewitz«, in: Gesammelte Werke, Frankfurt/Main: Suhrkamp 1991, Bd. 1, S. 148. Das Gedicht ist datiert: 24.6.64. Der Band Anlässe… Continue Reading „„Und“-Material (2)“

Divina Commedia

DIVINA COMMEDIA, ein harter Film, zentral gelegen, aber ganz Western, genügend selbstzufrieden und in der Abwesenheit des Mitleidens wirklich divin. Günter Eich, aus: Die Gedichte. Die Maulwürfe. Hrsg. Axel Vieregg (Gesammelte Werke in vier Bänden. Revidierte Ausgabe, Bd. 1). Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1981, S. 287

Dantejahr

Günter Eich Beitrag zum Dantejahr Chandler ist tot und Dashiell Hammett. Mir liegts nicht, mich an das Böse schlechthin zu halten und Dante zu lesen. Aus: Lange Gedichte (1966)

02-01

1. Februar Nur noch 333 Tage bis Jahresende 1394: Ikkyū Sōjun, japanischer Zen-Meister und Dichter * 1459: Conrad Celtis, deutscher Dichter und Humanist * (Textkette) 1462: Johannes Trithemius, deutscher Abt, Gelehrter und Humanist *  Geheimschriften 1656: Rudolf von Drachenfels, deutscher Verwaltungsbeamter und Gelegenheitsdichter  †… Continue Reading „02-01“

Gegen das vorschnell identifizierende Denken

Michael Braun: Der Zusammenherstellungs-Zwang wird doch auch von Günter Eich verweigert, er zieht sich doch auf eine Negation zurück: Leute, „es reicht“. Jürgen Nendza: Ja, das Gedicht endet mit einer abwinkenden Geste. Aber wir wissen, Günter Eich hat weitergeschrieben. Der ursprüngliche Wahrheitssucher Günter Eich,… Continue Reading „Gegen das vorschnell identifizierende Denken“

Herburgers Antipoesie

Der 1932 im Allgäu geborene Herburger gehört einer Generation an, die noch das aktive Erleben des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit in ihrem Werk verarbeitet haben. In seinen Gedichten hält er diese Zeit lebendig, nicht als biederer Mahner, sondern als Wort- und Gedankenjongleur. So… Continue Reading „Herburgers Antipoesie“

68. Eich im Schaufenster

Auch die Schaufenster des ehemaligen Geschäfts bleiben nicht lange ungenutzt, sondern beherbergen heute eine kleine Dauerausstellung über den Schriftsteller Günter Eich: eine Günter-Eich-Dokumentation, die mit Unterstützung der Marktgemeinde Geisenhausen erstellt wurde. Eich lebte von 1945 bis 1954 in Geisenhausen, im Hause der Familie Schmid,… Continue Reading „68. Eich im Schaufenster“

96. Akzente 60

Auszüge aus einem Artikel von Willi Winkler zum 60. Geburtstag der Zeitschrift „Akzente“: Gleich im ersten Heft fielen sie auf einen Hoch- und Tiefstapler herein. George Forestiers Lyrikband ging eben in die fünfte Auflage und längst über die unteren Zehntausend, da zögerten die Herausgeber… Continue Reading „96. Akzente 60“

13. Stuttgarter Lyriknacht

Die drei Häuser für Literatur in Stuttgart haben sich 2004 zum ersten Mal zusammengeschlossen, um zu einer Nacht der Lyrik einzuladen. Seitdem besuchen zahlreiche Gäste jedes Jahr dieses Wortspektakel. Am Freitag, 6.9., gibt es u.a. Mit „Dichter im Dialog“ startet der Abend um 19… Continue Reading „13. Stuttgarter Lyriknacht“

12. Gedichte wie Huchel

Er steht in der großen schönen Tradition der metaphernreichen deutschen Naturlyrik von Mörike bis zu ihm. Gehen solche Metaphern in der Lyrik heute auch noch? Es gibt ja zwei Richtungen in der Lyrik, ganz grob gesprochen: Die einen, die mehr das erzählende Gedicht bevorzugen,… Continue Reading „12. Gedichte wie Huchel“