Schlagwort: Marcus Roloff

reinzeichnung

Die Wahl des Gedichtbandtitels ist programmatisch. Das in ihm enthaltene Versprechen erinnert an den auch als Eindruckskunst bezeichneten Impressionismus. In Roloffs Gedichten wird die impressionistische „Forderung höchster Empfänglichkeit, differenziertester, hingebungsvollster Aufnahmefähigkeit“ (Luise Thon) von Eindrücken sicherlich eingelöst. Doch geht es ihm nicht so sehr…

GEDICHT UND GEDANKE

SEMINAR MIT MARCUS ROLOFF Wenn der Tag vergangen, also ins Gestern gefallen ist, verschwindet er ja nicht einfach. Ebenso wenig wie der Stein, den man in den Fluss wirft und der von ihm verschluckt wird. Kann man das so sagen? Könnte es nicht auch…

Man kann ja immer sagen

Von Marcus Roloff Man kann ja immer sagen, ich schweige zu diesem Land, zu diesem Mittelschichtsrechtsruck, ich schweige mich aus und bin für morgen da, demnächst, wenn wir tot sind, in hundert Jahren rede ich weiter, jetzt bringt mich niemand dazu, mich einzubringen mit…

Dort, im Sprachnass

Gelegentlich legt er das Smartphone quer und tippt die Verse, die ihm gerade eingefallen sind, mit beiden Daumen ein. Wenn er dann so dasitzt, kommt Marcus Roloff sich gelegentlich vor wie sein Sohn, wenn er Nintendo spielt. Aber auf diese Weise geht das Schreiben…

Lange Frankfurter Lyriknacht

Mit Silke Scheuermann, Paulus Böhmer, Sascha Anderson, Marcus Roloff, Safiye Can, Wilson de Oliveira & Tom Schlüter Frankfurt ist nicht erst seit Goethe eine Literaturstadt, die Anfänge liegen weit früher. So hielten sich sogar im Mittelalter schon Minnesänger und -dichter in der Stadt am…

Diese Zeit Mitte der Neunziger

Aus einem Nachruf auf Ulrich Zieger von Marcus Roloff, lyrikkritik.de: Diese Zeit Mitte der Neunziger, alles war im Kommen, ich ein Zugezogener, rannte die LSD-Ecken ab, kam mit dem Schreiben voran, lag auf Matratzen in fremden zwischengemieteten Wohnungen, las auf dem Klo liegengelassene Berliner…

Die Dichter kommen

Die Neue Zürcher informiert: Während Jahrhunderten besangen die Dichter den Mond, dann kam Durs Grünbein und entzauberte die hüpfenden «Mondkänguruhs» mit Ironie. und Lyrik steht derzeit hoch im Kurs beim Publikum. Sogar Jan Wagners Gedichtband stand jüngst wochenlang auf der Bestsellerliste. Es gibt Gründe…

Was verlangen wir?

„Das lässt mich ratlos zurück“, lese ich immer wieder in Leserkommentaren von online-Zeitungen. Das ist es – denke ich immer wieder: das Gedicht muss mich ratlos zurücklassen. Das ist eine der Eigenschaften eines gelungenen Gedichts, denke ich neben dem vielen anderen, das ich denke….

Henninger Turm

Aber auch die wandelnde Topographie der Stadt wird zum Gegenstand der um Frankfurt am Main zentrierten Gedichte – etwa die drei Gedichte zu dem Henninger Turm in Sachsenhausen. Das circa 120 Meter hohe Getreidesilo war 1961 bei seiner Einweihung wohl das höchste Gebäude der Stadt; 2013…

Frankfurter Lyriktage

Veranstaltungen MI / 10 / 06 / 20:00 Frankfurt am Main Dominikanerkloster Marcel Beyer und Ensemble Modern Lesungskonzert zur Eröffnung der Frankfurter Lyriktage DO / 11 / 06 / 19:30 Frankfurt am Main Historische Villa Metzler Der Dichter Lutz Seiler DO / 11 /…

Das Reale bleibt Bezugspunkt – geht schon mal vor Richtung Torpedokäfer!

Wenn nach all den Abgesängen auf Geschichte, Erzählung und Subjekt, auf Erkenntnismöglichkeit und der definitiven Abkehr aller fortschrittlichen Dichtung von naiver Abbildgläubigkeit noch irgendein lyrischer Realismus möglich ist, dann vielleicht der von Marcus Roloff. In seine Texte ist die Kluft zwischen Bezeichnetem und Bezeichnendem…

Nach Leipzig

Marcus Roloff bei lyrikkritik.de: Leipzig. Wenn es das gibt Diese grauen Wälder im März, das Schlafende, Schiefstehende in der Hängung. Natur, was für ein zerzaustes Ding. Da steht ein Wolkenbrocken vor der Sonne und neben den Gleisen ruht der Fluss, das heißt er ruht…

59. Sapphoesie

Birgit Kreipe bildet in ihren Annäherungen die auf Gefäßscherben fragmentarisch überlieferten Verse nach (S. 87). Angelika Janz (S. 89) brilliert mit ihrer Interpretation, indem sie Vorgefundenes ergänzt und damit einer Deutung unterwirft. Kerstin Becker weiß in ihrer dichterischen Antwort auf das Fragment 31 mit…

14. Was siehst du? Und was machst du mit dem, was du siehst?

Aus einem Gespräch, das Viktor Fritzenkötter und  Sarah Schuster auf Faustkultur mit Marcus Roloff über seinen in Kürze erscheinenden vierten Band führten Wie finden Sie Ihre Themen? Ich bin etwas traumatisiert, so habe ich zumindest das Gefühl, aber im besten Sinne. Ich bin zu DDR-Zeiten noch…

7. Mit Sappho

Sapphofortsätze Von Christiane Kiesow Vor etwa einem dreiviertel Jahr ging ein Aufruf durch das Internet: Sendet Sapphogedichte! Sofort setzte das Grübeln ein: welche Art Text eignet sich für eine solche Anthologie? Ich bin des Altgriechischen nicht mächtig, also fallen Übersetzungen schon einmal weg. Es…