Kategorie: Deutsch

Die Kassiopeia kennst du

Toni Schwabe (* 31. März 1877 Blankenburg / Thüringen; † 17. Oktober 1951 Bad Blankenburg) Die Kassiopeia kennst du Und den Himmelswagen. Mehr Bilder weißt du nicht? Ich soll dir sagen, Was all die anderen Sterne bedeuten – – – – Und einen Augenblick… Continue Reading „Die Kassiopeia kennst du“

Glanz und Elend der teutschen Dicht-Kunst

Die Weltliteratur und so auch die deutsche sind voll von Schmähgedichten – auf Rivalen, Feinde, Schulen oder gleich ganze Epochen. Man muss es nicht immer aussprechen, man LOBT damit zugleich die eigene Schule, Richtung oder peer group. Johann Ulrich König – Hand aufs Herz,… Continue Reading „Glanz und Elend der teutschen Dicht-Kunst“

Stimme aus Israel

Die Anthologie „Stimmen aus Israel“ dokumentiert eine kurzlebige Literatur, entstanden im Wesentlichen in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Deutschen (Deutschsprachigen), denen die Flucht aus Europa und die Einreise nach Palästina gelungen war, und inzwischen so gut wie verschwunden. Von den 26 Autoren… Continue Reading „Stimme aus Israel“

Ach!

Wilhelm Busch (* 15. April 1832 in Wiedensahl; † 9. Januar 1908 in Mechtshausen) Beschränkt Halt dein Rößlein nur im Zügel, Kommst ja doch nicht allzu weit. Hinter jedem neuen Hügel Dehnt sich die Unendlichkeit. Nenne niemand dumm und säumig, Der das Nächste recht… Continue Reading „Ach!“

Bimmelresonanz

Johannes Theodor Baargeld (nannte sich Zentrodada, geboren wurde er als Alfred Ferdinand Gruenwald am 9. Oktober 1892 in Stettin; verunglückte am 18. August 1927 am Mont Blanc)  (Noch so ein pommerscher Dadaist, der sich in der Welt herumtrieb, er in Köln, Oxford usw.). Bimmelresonnanz II Bergamotten faltern im Petroleumhimmel Schwademasten asten Schwanenkerzen Teleplastisch starrt… Continue Reading „Bimmelresonanz“

Die Nebensonnen

Wilhelm Müller ist sicher zu Recht vor allem bekannt als Dichter der beiden von Schubert vertonten Zyklen und ganz besonders der Winterreise. Würden wir ihn ohne Schubert kennen? Das Wandern ist des Müllers Lust wäre wohl auch so ein Volkslied; und die Winterreise wäre… Continue Reading „Die Nebensonnen“

Was ich hasse

Kasimir Edschmid  (* 5. Oktober 1890 in Darmstadt; † 31. August 1966 in Vulpera, Engadin) Aus: Zwei Gedichte des Mönchs von Montaudon Aus dem Altprovenzalischen I ENUEG Ein Mann, der sein Weib liebt, fuchst mich, Und sei sie die liebe Frau von Toulouse. Das verachte ich: Kaplane, einen Mund, der In Lügen sich… Continue Reading „Was ich hasse“

Avantgarde

Im September war der 700. Todestag Dantes, der 200. Geburtstag Norwids und der 100. Geburtstag des Berliner Surrealisten Johannes Hübner. Von dem hier ein Gedicht aus dem „surrealistischen Ziegelstein“. Johannes Hübner  (* 27. September 1921 in Berlin; † 11. März 1977 ebenda)  Avantgarde »Mut zum Wagnis und die Befähigung zur Passion«… Continue Reading „Avantgarde“

Preisgetichte

Das brandneue Heft von Urs Engelers „Mütze“ mit Gedichten von Bertram Reinecke, Konstantin Ames, Hannes Bajohr, Thorsten Krämer, Christian Steinbacher und Christian Filips sowie weiteren Dichtern aus Schweden, Albanien und Polen. Als Probe hier eins von zwei Preisgetichten von Bertram Reinecke, noch ein Beitrag… Continue Reading „Preisgetichte“

Lob der Frauen

Von Schiller Würde der Frauen Ehret die Frauen! Sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand. Ewig aus der Wahrheit Schranken… Continue Reading „Lob der Frauen“

Die Nächte explodieren in den Städten

Tod einer Generation. Am 25. September 1914 „fiel“ Alfred Lichtenstein, am 26. September Ernst Wilhelm Lotz. (* 6. Februar 1890 Culm an der Weichsel, Westpreußen; † 26. September 1914 bei Bouconville, Frankreich) Die Nächte explodieren in den Städten, Wir sind zerfetzt vom wilden, heißen Licht, Und unsre Nerven flattern, irre Fäden, Im Pflasterwind,… Continue Reading „Die Nächte explodieren in den Städten“

Man hat mich glücklich eingesperrt

Alfred Lichtenstein (* 23. August 1889 in Wilmersdorf; † 25. September 1914 bei Vermandovillers, Département Somme, Frankreich)  Man hat mich glücklich eingesperrt, Dran ist mir nichts gelegen, Und für total verrückt erklärt Des Dichtens nämlich wegen. Denn erstens dicht‘ ich unerlaubt, Grob und unmanierlich. Und zweitens dicht‘ ich überhaupt Und drittens zu natürlich. Und… Continue Reading „Man hat mich glücklich eingesperrt“

Was vermögen die Frauen

Jaroslav Seifert (* 23. September 1901 in Prag; † 10. Januar 1986 ebenda) Ihr fragt, was vermögen die Frauen? Ihr fragt, was vermögen die Frauen? Offenbar alles. Legt jemand drei Strohhalme über den Abgrund, gehen sie leichten Fußes darüber. Ich kann nicht erklären, wieso,… Continue Reading „Was vermögen die Frauen“

Der sogenannte Herr Fröhlich

Herta Müller

Kriegsgreuel

Die Dichterin Sibylla Schwarz hat viel über den Krieg geschrieben, Gedichte, Lieder und ein Trauerspiel. Heute Auszüge aus einem Gedicht, das vielleicht am drastischsten erlebte Kriegsgreuel beschreibt. Sie kannte es. Krieg, das ist Flucht und Vertreibung, Töten, Brandschatzen, Plündern, Vergewaltigen. Kein Heldentum, keine Schonung… Continue Reading „Kriegsgreuel“