Schlagwort: Matthias Hagedorn

L&Poe ’17-18

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound.  In der heutigen Ausgabe: Thomas Havlik. Hansjörg Zauner und Pierre… Continue Reading „L&Poe ’17-18“

Hungertuch und Nahbellpreis

Aus einem Beitrag von Matthias Hagedorn Im deutschsprachigen Raum wird an jedem Tag mindestens ein Literaturpreis verliehen. Auszeichnungen und Preise ähneln – Billy Wilder zufolge – Hämorrhoiden, “früher oder später bekommt sie jedes Arschloch.” Und in den weitaus meisten Fällen sind es die Jurys, die… Continue Reading „Hungertuch und Nahbellpreis“

Das Kind

Die kind is nie dood nie die kind lig sy vuiste teen sy moeder wat Afrika skreeu skreeu die geur van vryheid en heide in die lokasies van die omsingelde hart Die kind lig sy vuiste teen sy vader in die optog van die… Continue Reading „Das Kind“

35. Keine Überraschung

Daß Jan Wagner mit seinem jüngsten Werk “Regentonnenvariationen” auf der Shortlist steht, ist wahrscheinlich keine große Überraschung. Leipzig hat den großen Vorteil, alle literarischen Formen berücksichtigen zu dürfen. Anders als der Frankfurter Platzhirsch, der irreführenderweise “Buchpreis” heißt, aber, ein elementarer Geburtsfehler, nur Romane meint.… Continue Reading „35. Keine Überraschung“

2. Gesamtwerk des Sprechstellers

Von Matthias Hagedorn Tom Täger und A.J. Weigoni kommt das Verdienst zu, die Lyrik nach 400 Jahren babylonischer Gefangenschaft aus dem Buch befreit zu haben. lyrikwelt.de Das zu Beginn des Jahres in der Edition Das Labor erscheinende HörBuch Gedichte faßt die langjährige Studioarbeit von… Continue Reading „2. Gesamtwerk des Sprechstellers“

82. Wortspielhalle

Die Wienerin Sophie Reyer hält nicht ostentativ an ihrer Sprachfärbung fest, ihr Schmäh hat keine Sanftheit behalten, sondern eine polemische Schärfe gewonnen, die man dieser zierlichen Frau nicht zutraut. Diese sprachmächtige Autorin wird umso bissiger, je lyrischer sie textet. Im Jahresrückblick untersucht Matthias Hagedorn auf… Continue Reading „82. Wortspielhalle“

8. Wahrung der Worte

Angelika Janz ist Forscherin in dem Universum der Wörter. Sie malt mit ihren Texten, sie malt und integriert ihren Text. Sie montiert Texte im Raum. Karl Heinz Mauermann Daß moderne Literatur nicht nur im begrenzten Format eines Buches seinen Platz hat, belegen der Multimediakünstler Peter… Continue Reading „8. Wahrung der Worte“

96. Gedichte der befreiten Körper und des befreiten Geistes

Die herkömmliche Gedichtstruktur löst sich bei Vom Gehen und Stehen in einzelne Passagen auf. Hefter verknüpft sie mittels Collage und Montage in thematische Zusammenhänge. Der Ausgangspunkt ihrer Gedichte ist die einzelne Geste, das Darstellen und Äußern eines bestimmten Gefühls. Diese innere Bewegung wurde von Hefter… Continue Reading „96. Gedichte der befreiten Körper und des befreiten Geistes“

76. Debatte

Mit seinem Artikel »Lassen Sie mich durch, ich bin Arztsohn!« provozierte der Literaturkritiker Florian Kessler in der Zeit (4/2014) eine Diskussion über die Frage, ob und warum die deutsche Gegenwartsliteratur brav und konformistisch sei. Im Zentrum seiner Argumentation steht die Rolle von Literaturstudiengängen, wie… Continue Reading „76. Debatte“

97. Wortlos

Über den Essayisten, Herausgeber und unermüdlichen Chronisten wird unter den Kurz­sichtigen des Betriebs der vielseitige Lyriker Theo Breuer, dessen erstes Gedichtbuch 1988 erschien, gelegentlich gern übersehen. »Wortlos und andere Ge­dichte« heißt, programmatisch, das 2009 erschienene Ly­rikbuch, in dem sich ne­ben neuen Gedichten auch bereits… Continue Reading „97. Wortlos“

45. Essaypreis

Matthias Hagedorn schreibt: Bei KUNO präsentieren wir Essays über den Zwischenraum von Denken und Dichten, wobei das Denken von der Sprache kaum zu lösen ist zumal, zumal es sich bei den ausgezeichneten Autoren um Lyrikerinnen und Lyriker handelt. Die Jury hat sich nach intensiver Beratung… Continue Reading „45. Essaypreis“

43. Sophie Reyer

Sie spricht mittels fragiler lyrischer Partituren das „Gewicht der Welt“ in all seinen Erscheinungsformen (Gesellschaftskritik, Alltag, Geschichte, Innerseelisches, Körperhaftigkeit, Schreiben, Reisen) an, um sich nachdrücklich (eine Nachdrücklichkeit, die aus einer Zartheit im Umgang mit den Dingen heraus entsteht) zu positionieren. Petra Ganglbauer Und wenn… Continue Reading „43. Sophie Reyer“

31. Gezirpte Zeit

Jede Dichtung spricht über die Situation ihrer Herkunft. Das Schreiben wird durch das schreibende Analysieren gebrochen. Wie jeder Lyriker erschafft Sophie Reyer eine ganz eigene Wahrnehmung, eine Beobachtung, die sich sowohl aus dem kollektivem wie auch individuellem Bewußtsein speist. Sie bricht die Idee vom… Continue Reading „31. Gezirpte Zeit“

55. Parlandos

Zwei Sätze aus einem Text von Jo Weiss auf KuNo über A.J.Weigoni unter einem Motto von Elke Erb: Den schätzungsweise 50.000 ernsthaft um eigene Lyrik bemühten Autoren stehen circa 500 Leser gegenüber, die einen Lyrikband käuflich auch tatsächlich erwerben, und zwar auch nur den… Continue Reading „55. Parlandos“

26. Stötzers Lied

Jan Kuhlbrodt hat ein Requiem geschrieben, einen Gesang vom Leben danach. Grundiert durch unterschiedliche Tätigkeiten in seinem Leben, gestattet der Lyriker auch dem Stötzer viele Ausdrucksformen, Philosophisches trifft auf Humor und Schärfe. Spielerisch probiert der Lyriker die Sprache semantisch, rhythmisch, metrisch aus; das Sinnganze ist… Continue Reading „26. Stötzers Lied“