Schlagwort: Ernst Jandl

Batzal

Gleich noch einmal Ernst Jandl, etwas zum Thema „Die Lyrik als Ausdruck“: HOHES UND NIEDRIGES aus aian orphischn oaschloch druckts es maunchmoe a batzal nemtsas glei auf de zungen olle lyrik gheat gsungen Die ersten drei Verse sind durch eine Zäsur vom vierten Vers…

Ernst Jandls Sommerlied

Erster August ist Jandltag. sommerlied wir sind die menschen auf den wiesen bald sind wir menschen unter den wiesen und werden wiesen, und werden wald das wird ein heiterer landaufenthalt Aus: Ernst Jandl: dingfest. gedichte. mit einem nachwort von hans mayer. Darmstadt und Neuwied:…

Nein

nein nein nein nein nein nein nein (beantwortung von sieben nicht gestellten fragen) Heute vor 17 Jahren starb Ernst Jandl

Lettre 116 – Zeitschriftenschau

Es ist 25 oder 26 Jahre her, da las der – in der DDR verhaftete und in den Westen gedrängte – Autor Jürgen Fuchs in Greifswald. Es war noch sehr nahe an der DDR, „heikle“ Autoren lasen in den 80er Jahren und noch eine…

Krimi & Lyrik 1: Kein schöner Land

Am Sonntagabend der neue Tatort, einerseits ein Krimi mit Leiche und Ermittlern, andererseits, der Titel „Land in dieser Zeit“ sagt es schon, versucht der gestrige „Tatort“ ein Kurzporträt Deutschlands des Jahres 2016 zu sein. Eine Art subjektive Momentaufnahme dessen, was gerade alles Deutschland ausmacht….

L&Poe Rückblende – September 2001

Wie ist doch die Zeitung aktuell Am 1. September 2001 druckt die taz Notizen von Klaus Siblewski zu Telefongesprächen mit Ernst Jandl.  Am 4. 10. 1998 ein immer aktueller Vorschlag: Ob ich ihm mein Ohr leihen könnte, ein Ohr und vielleicht noch ein Stück meines…

L&Poe-Rückblende: April 2001

Am 15. April starb im Alter von 73 Jahren der Slawist Ralf Schröder, der 1956 wegen konterrevolutionärer Verschwörung verhaftet und zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt wurde. In den letzten Jahren der DDR reiste er als eine Art Wanderprediger in Sachen Perestroika durchs Land. Einmal…

zwei zeilen an drei zeilen von inger christensen angehängt

die gewehre, und die klageweiber gibt es, satt wie gierige eulen, den tatort gibt es; den tatort, verschlafen, normal und abstrakt, und verschwörungen gibt es, verschwörungen gibt es, und verschwörungstheorien, die sogar in erster linie

L&Poe-Rückblende: Februar 2001

Walter Jens lebt und wäscht Angela Merkel den Kopf: Frau Merkel, mit ihren von keiner Kenntnis getrübten Attacken gegen die 68er, möge nachlesen, was Marie Luise Kaschnitz , die Demonstrantin auf der Bockenheimer Straße, gegen brutale Polizeieinsätze aufbegehrend, in jener Zeit schrieb… / Der…

Jandl in London

Er hatte das Publikum auf mitunter beängstigende Weise in der Hand. In der Royal Albert Hall in London hat Ernst Jandl am 11. Juni 1965 mit ein paar Beatpoeten den Saal gerockt und dabei selbst Allen Ginsberg die Show gestohlen. Jandl donnerte seine „ode…

wien, heldenplatz

STANDARD: Jandls Gedicht „wien: heldenplatz“ ist eines seiner berühmtesten. Zugleich ist es sprachlich sehr vielschichtig – also nicht gerade einfach zu verstehen. Siblewski: Also es ist ein ungeheuer komplexes Gedicht. Und zwar weil es tatsächlich versucht, eine biografische Situation in dichterisch adäquate Form zu…

Zwischenruf zur Lyrikdebatte

„Lyrik hat keine gesellschaftliche Bedeutung. Das liegt aber nicht an der Lyrikkritik, sondern an der Lyrik, die heute geschrieben wird. Wenn sie sich selbst genügt!“ (Artur Nickel mit Bezug auf Ioana Orleanu bei Fixpoetry). Das hätte auch Goethe über Hölderlin sagen können, und umgekehrt….

EJ und JD

EJ: Mit ihren neuesten Gedichten zieht Friederike Mayröcker alle Register. Zärtlich bekennt sie sich zum postumen Partnerlook in Sachen Ernst Jandl: „Du hast gewildert in den Manuskripten von EJ“. Und JD: Doch ihr literarischer Mittelsmann ist nicht Baudelaire, sondern „JD“, der französische Philosoph Jacques…

Kann alles noch sein

„Es kann alles noch sein“, lautet die erste Textzeile der „Werke in 6 Bänden“ von Ernst Jandl. Das galt lange auch für das Mammut-Projekt selbst. Vom Luchterhand Verlag ursprünglich für 1. August 2015, dem 90er des im Jahr 2000 verstorbenen Wiener Dichters angekündigt, war…

Transit

Franz Mon schreibt bei Hundertvierzehn über die Anthologie Transit von Walter Höllerer, die der Aktion Hundertvierzehn Gedichte des Blogs von S. Fischer zum Vorbild diente. Drei Auszüge. Über K. O. Götz: Kontur und Zug meiner poetischen Basis hatte ich gewonnen durch die Bekanntschaft mit…