Kategorie: Französisch

Zehnzeiler

Margarete von Navarra (geb. Margarete von Angoulême, französisch Marguerite de Navarre; auch: Marguerite de Valois-Angoulême; * 11. April 1492 in Angoulême; † 21. Dezember 1549 in Odos-en-Bigorre) „Mutter der Renaissance“, „die erste moderne Frau“ ZEHNZEILER Ich fühlte tief im Herzen schon seit Jahren Zu… Continue Reading „Zehnzeiler“

Verbotenes Gedicht

Zwei Jahrhunderte (Charles Baudelaire wurde 1821 geboren), da kann man auch gerne zwei Gedichte lesen. Heute eins der sechs Gedichte, die am 20. August 1857 wegen „Beleidigung der öffentlichen Moral“ verboten wurden – das Verbot wurde erst 1949 aufgehoben. Hingegen wurden sie noch zu… Continue Reading „Verbotenes Gedicht“

Charles Baudelaire 200

Charles Baudelaire (* 9. April 1821 in Paris; † 31. August 1867 ebenda) Zum Jubiläum ein Gedicht aus den „Neuen Blumen des Bösen im Original und in mehreren deutschen Fassungen. LE COUCHER DU SOLEIL ROMANTIQUE Que le Soleil est beau quand tout frais il… Continue Reading „Charles Baudelaire 200“

Königliche Lüste

Goûts Royaux Louis Quinze aimait peu les parfums. Je l’imite Et je leur acquiesce en la juste limite. Ni flacons, s’il vous plaît, ni sachets en amour ! Mais, ô qu’un air naïf et piquant flotte autour D’un corps, pourvu que l’art de m’exciter… Continue Reading „Königliche Lüste“

Der Einarmige

Gisèle Prassinos (Geboren am 16. Februar 1920 in Istanbul, gestorben am 15. November 2015 in Paris) Eine französische Autorin mit griechischen Wurzeln, geboren in Istanbul. Ein „Wunderkind“ der Surrealisten. André Breton schrieb über die Gedichte der 14jährigen: „Das ist die permanente Revolution in hübschen… Continue Reading „Der Einarmige“

160-Zeichen-Gedicht

Perlentaucher vorgestern über das in Vorbereitung befindliche neue Urheberrecht: Es ist ein Kompromiss, jetzt kann man ihn nur ausprobieren, meint Andrian Kreye in der SZ zum jüngsten Entwurf für ein neues Urheberrecht: „Im letzten Entwurf sollten 20 Sekunden Audio oder Video, 1000 Zeichen Text und… Continue Reading „160-Zeichen-Gedicht“

harbst-lid

Paul Verlaine (* 30. März 1844 in Metz; † 8. Januar 1896 in Paris) Chanson d’automne Les sanglots longs Des violons     De l’automne Blessent mon cœur D’une langueur   Monotone. Tout suffocant Et blême, quand   Sonne l’heure, Je me souviens Des… Continue Reading „harbst-lid“

Du sei wie du, immer

Noch einmal im Celanjahr 2020: Paul Celan DU SEI WIE DU, immer. Stant vp Jherosalem inde erheyff dich Auch wer das Band zerschnitt zu dir hin, inde wirt erluchtet knüpfte es neu, in der Gehugnis Schlammbrocken schluckt ich, im Turm, Sprache, Finster-Lisene, kumi ori.… Continue Reading „Du sei wie du, immer“

Die Beschränkten und Bösen

Paul Éluard (* 14. Dezember 1895 in Saint-Denis bei Paris; † 18. November 1952 in Charenton-le-Pont bei Paris) Paul Éluards Gedichte gegen die deutschen Besatzer erschienen während des Krieges unter Pseudonym und gesammelt nach der Befreiung im April 1945 in dem Band „Au rendez-vous… Continue Reading „Die Beschränkten und Bösen“

Schinderhannes

Heute ein böses Märchen von Guillaume Apollinaire, keine freundliche Räuberromantik. Es entstand kurz vor dem ersten Weltkrieg, in dem Apollinaire gegen die Deutschen kämpfte. Er starb einen Tag nach dem Waffenstillstand an der Spanischen Grippe (oder den Folgen der Kopfverletzung?). Guillaume Apollinaire (* 26.… Continue Reading „Schinderhannes“

Judenwelsch

Das Celanjahr neigt sich, der 100. Geburtstag naht. Heute ein weiteres Gedicht. Judenwelsch, nachts Ich gab, ich gab – als Stein kommt es zurück. Es schwirrt. es trifft.   Im Eiterlicht, im Angesicht   der Mörder, Hände: Schlaft ihr nicht?   Sie treffen. Sie… Continue Reading „Judenwelsch“

O Jugend

Anna de Noailles (* 15. November 1876 in Paris; † 30. April 1933 ebenda) (COMTESSE MATHIEU DE NOAILLES) JUGEND O Jugend, eines Tages wirst du gehn, — wirst gehn und hältst die Liebe in den Armen, ich werde leiden, weinen, — du wirst gehn… Continue Reading „O Jugend“

Nichts

Francis Picabia (* 22. Januar 1879 in Paris; † 30. November 1953 ebenda) Dada riecht nicht, es bedeutet ja nichts, gar nichts. es ist wie Euere Hoffnumgen: nichts wie Euer Paradies: nichts wie Euere politischen Führer: nichts wie Euere Helden: nichts wie Euere Künstler:… Continue Reading „Nichts“

Abrechnung der Trümmer

Aus: Poesiealbum Nr. 231: Aimé Césaire. Übers. Janheinz Jahn, Klaus Laabs, Brigitte Weidmann. Berlin: Neues Leben 1986.

Dich plagt das Gewissen …

René Crevel (* 10. August 1900 in Paris; † 18. Juni 1935 ebenda) Dich plagt das Gewissen … Dich plagt das Gewissen, den Vater umgebracht, ohne          hundert Jahre Erinnerung erworben zu haben. Immer diese Schwäche der Nerven wie die Blumen… Continue Reading „Dich plagt das Gewissen …“