Schlagwort: Hans Magnus Enzensberger

L&Poe Rückblende – September 2001

Wie ist doch die Zeitung aktuell Am 1. September 2001 druckt die taz Notizen von Klaus Siblewski zu Telefongesprächen mit Ernst Jandl.  Am 4. 10. 1998 ein immer aktueller Vorschlag: Ob ich ihm mein Ohr leihen könnte, ein Ohr und vielleicht noch ein Stück meines…

Schlechtere Zeiten für Lyrik?

(Eine historische Meldung aus dem Jahr 2002) Ja – wenn es nach Enzensberger geht. Der nämlich fordert in der FAZ vernünftige Preise für seine Gedichte: Die Buchproduktion ist, soweit ich sehen kann, die einzige Branche, bei der – um im Bild zu bleiben –…

Das Unbehagen in der Literatur

Literarische Welt: Sie sind in erster Linie Lyriker, Romancier erst seit Kurzem. Was ist die Rolle des Dichters in der heutigen Gesellschaft? Wer schreibt heute noch Sonette und wozu? Ben Lerner: Lyrik ist ein Kürzel, ein Ausdruck für das Unbehagen in der Literatur: Ist…

Fünfzigtausend Anschläge

Liebe Dichterin, Lyrikerin, Poetin, Verseschmiedin*,  Lieber Verseschmied, Poet, Lyriker, Dichter**, die Auswahl- und Lektoratsclique, bestehend aus Katja Horn, Kristin Schulz, Clemens Schittko und mir***, hat alle eingereichten Texte gesichtet.  Uns lagen ca. 700 Gedichte von etwas weniger als 100 Einsendern vor. Gedichte, die uns nicht zugesandt wurden, konnten…

Enzensberger Kassandra

Unkontrollierte Migration, Banlieue-Unruhen, Terrorherrschaft – vieles von dem, was uns heute umtreibt, hat Hans Magnus Enzensberger vor Jahrzehnten vorausgesagt. Es lohnt, seine Essays wiederzulesen. meint Martin Meyer in der Neuen Zürcher Zeitung. Gemeint sind Enzensbergers drei Essaybände «Die Grosse Wanderung» 1992 «Aussichten auf den…

Falscher Enzensberger

Michel Abdollahi: Wir haben im Deutschkurs Gedichte interpretiert, und ich fand die zu starr. Also hab ich selbst eins geschrieben und es Vom Dach der Welt genannt und die Lehrerin gefragt: „Können wir das interpretieren? Das versteh ich nämlich nicht.“ Sie sagte gleich: „Klar. Vom Dach der Welt, ganz…

Urszenen

„Ein wenig Grazie“, hat Hans Magnus Enzensberger einmal geschrieben, „wäre mir schon genug.“ Mit stilistischer Grazie und sparsamen Effekten poetische „Schwebstoffe“ zu generieren, hat sich auch Heinrich Detering vorgenommen, der mit „Wundertiere“ seinen insgesamt siebten Gedichtband vorgelegt hat. Diese neuen Gedichte beschäftigen sich mit…

Landessprache

In the title poem of his 1960 collection Landessprache (Language of the Country) Hans Magnus Enzensberger examines divided postwar Germany, in particular the west, where the economic recovery enabled consumerism to distract the population from an immediate past that many preferred not to dwell on. Enzensberger…

Schirrmacher für Enzensberger

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Frank-Schirrmacher-Preis geht an den Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger. Das teilte die Frank-Schirrmacher-Stiftung, Zürich/Berlin, mit. Der Preis wird für herausragende Leistungen zum Verständnis des Zeitgeschehens verliehen und soll an den im Juni 2014 verstorbenen Publizisten Frank Schirrmacher erinnern. Er…

Der Präsident kommt

Über Lyrik zu reden, hat ja oft etwas angestrenktes [sic], aber wenn Hans Magnus Enzensberger es sagt…: „Deterings Gedichte sind Kapseln in der Ökonomie und Sparsamkeit ihrer Effekte. Dabei spielen auch versteckte Resonanzen eine Rolle, Echoräume … Manches ist von einer geradezu Heineschen Frechheit,…

Klaus Rifbjerg. „Gedopte Intelligenz“

Die Zeit war auch reif, als er ab 1956 die etwas marmorne Nachkriegszeit im literarischen Dänemark mit Gedichtbänden wie «Konfrontation» durcheinanderwirbelte, schon der Titel war das Programm einer neuen Epoche: Rifbjerg wurde zum Wortführer des dänischen «Modernismus». Konfrontation suchte er bis zum Schluss, erst…

Gruppenkritik

Von Helmut Heissenbüttel von 25 Autoren lasen 16 zum erstenmal 10 wurden positiv 9 negativ und 6 verschieden beurteilt in der Kritik fielen von 200 Wortmeldungen je 20 auf Walter Jens und Joachim Kaiser 17 auf Walter Höllerer 16 auf Erich Fried 12 auf…

55. Jüdische Dichtung der Schoah

Adorno mag das Verdienst gebühren, mit seinen Äußerungen die Problematik jeder Literatur nach Auschwitz und zumal über Auschwitz deutlich gemacht zu haben: Die unaufhebbare Spannung zwischen ihrer ästhetischen Verfaßtheit und den daraus sich ergebenden Verfahren einerseits und dem Grauen ihres historischen Gegenstands andererseits führt…

53. Rühmkorf mit Musik

Westfalen – „Allein ist nicht genug“- unter diesem Motto lädt das Kulturgut Haus Nottbeck am 15. Februar 2015 um 17.00 Uhr zu einer literarisch-musikalischen Soirée nach Oelde-Stromberg. In Verbindung von Text und Musik lässt Bernd Rauschenbach hier die Lyrik des deutschen Nachkriegslyrikers und „Vers-Virtuosen“…

50. Preisgeld

Der Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf wird seit 1972 in wechselnden Abständen vergeben. Er war anfangs mit 25.000 DM dotiert. 2000 wurde das Preisgeld auf 25.000 Euro festgesetzt, 2006 verdoppelte die Stadt Düsseldorf die Preissumme auf 50.000 Euro. Die 25.000 DM gingen an Dramatiker und…