Schlagwort: Friedrich Gottlieb Klopstock

Klopstock

Johann Friedrich Hahn (* 28. Dezember 1753 in Gießen; † 30. Mai 1779 in Zweibrücken) Klopstock A. Hinaufgeschwebt ist er durch alle Sonnenhöhen, Und schwebt, und strahlt durch seine Himmel licht! B. Wie? Wo? Ich kann ihn nirgens sehen! A. Nein, Männchen, nein! du…

Einige Stachel von Lenz

Jakob Michael Reinhold Lenz (* 12. Januarjul./ 23. Januar 1751greg. in Seßwegen, Gouvernement Livland, Russisches Kaiserreich; † 24. Maijul./ 4. Juni 1792greg. in Moskau) Da der Dichter Lenz im Russischen Reich geboren wurde und starb, werden seine Lebensdaten auch nach dem damals dort noch gültigen julianischen Kalender angegeben.  Der 12. Januar…

Slave to the rhythm

Hansens Flaschenpost Kolumne von Dirk Uwe Hansen. Er unterrichtet an der Universität Greifswald. Zuletzt erschien: wolkenformate. Frankfurt/Main: gutleut, 2016 „It’s all in the rhythm” — oder so ähnlich, ich zitiere aus dem Gedächtnis: Dieser Satz von Edith Sitwell gehört zu meinem großen Fundamentalwahrheiten. Es ist immer zuerst…

Bienenspäßchen 18

„Bienenspäßchen“ bezieht sich auf ein lateinisches Gedicht des niederländischen Dichters Daniel Heinsius (1580-1655), in dem fast jede Zeile ein eigenes Metrum hat*. Es findet sich im Original und in der Übersetzung von Harry C. Schnur in der Reclamausgabe Lateinische Gedichte deutscher Humanisten, 1. Aufl. 1966, 3. durchges….

54. Wär ich ein Pohete

Boris Vian Si j’étais pohéteû Je serais ivrogneû J’aurais un nez rougeû Une grande boîteû Où j’empilerais Plus de cent sonnais Où j’empilerais Mon noeuvreû complait. Google übersetzt: Wenn ich pohéteû Ich würde ivrogneû Ich habe eine Nase rougeû Viel boîteû Ich empilerais Mehr…

90. Klopstock

Endlich geklärt: Willkommen im Klopstock! Ihr Speiselokal für traditionelle Hamburger Küche und saisonale Spezialitäten. Seit über 30 Jahren der Klassiker im schönen Hamburg-Eppendorf. Wieder in unsererm Saison-Angebot: Fangfrischer Elb-Stint!

5. Bilderrede (káṛi-m magána)

Ausdrucksmittel der Hausa-Poesie. Die Hausa (Haussa)-Sprache wird zwischen Nigeria und Sudan gesprochen. Rudolf Prietze sammelte seit 1904 in Tunis und Kairo Lieder aus dem Sudan. Entsprechend dem damals üblichen kolonialen und europazentrischen Blickwinkel nennt er die Hausasprecher ein „Mischvolk“, das er als „heiter-sinnlich, weltgewandt,…

103. Goethe schreibt

An Charlotte von Stein [Weimar, etwa 8. Januar 1776.] Ich muss Ihnen noch einen Danck für das Wurst Andencken und eine Gute Nacht sagen. Mein Peitschen Hieb übers Aug ist nur allegorisch wies der Brand an meinem Billet von heut früh auch ist. Wenn man künftig die Fidibus…

43. Lyrik und Mainstream

Die Badische Zeitung klärt auf. So einfach wie die Leute, die Grass‘ Gedicht schlecht finden, kann man es sich nicht machen: Grass spricht zwar im Hier-stehe-ich-und-kann-nichts-anders-Modus, doch nicht als lyrisches Ich. Aber das aus tiefster Seele um Ausdruck ringende Subjekt ist eh schon lange…

18. Geiler Lyrikzirkel

Aus der Sendung „Willkommen Österreich“, #168, Teil 1/3, ab min 9: Matura-Reisen wirbt mit „Wodka rund um die Uhr“, Gegenfrage des Moderators Dirk Stermann (gebürtiger Düsseldorfer, Wahlwiener), womit Matura [Austriazismus für Abitur] denn sonst werben solle: „Komm mit uns in die Türkei; wir bilden…

106. Lyrisches Gespür

Burkhard Meyer-Sickendiek Lyrisches Gespür. Vom geheimen Sensorium moderner Poesie (Inhaltsverzeichnis siehe unten) Burkhard Meyer-Sickendiek ist Privatdozent am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der FU Berlin. Das Buch erscheint Ende dieser Woche im Fink-Verlag. Hier als Leseprobe das Vorwort Das vorliegende Buch entstand in den…

103. Elegie (Opitz)

Wie bereits angekündigt, veröffentliche ich hier ausgewählte Einträge meines Lyrikwiki Labor mit dem Ziel, durch Diskussion Anregungen und Verbesserungsvorschläge zu erlangen (und wenn möglich Mitstreiter zu gewinnen).  Wer sich nicht für Philologie und solche Dinge interessiert, heiße er Tim oder Tom, könnte ebensogut zur…

76. Zeit lobt Lyrik

Schwer, keine Satire zu schreiben. Und ungerecht, es zu tun. Was kann Daniela Danz dafür, wenn Die Zeit ausruft: „Die deutsche Lyrik hat eine neue Stimme“ (ihrem Rezensenten Florian Illies verschlägt es selbige keineswegs, im Gegenteil, es beflügelt ihn zum Selberdichten: „Wie Daniela Danz…

60. Feuer und Eis

Die junge Welt beschreibt einen Film mit Gedicht. Darin sitzen zwei junge Leute auf einer Wiese: Sie, die Wiese, sieht zunächst ganz so aus, als wäre sie dazu geschaffen, es auf ihr zu treiben. Das liegt einfach nahe. Oder sich statt dessen (endlose Sublimierung)…

18. Meine Anthologie 31: Karl Mickel, Anakreons Art

Anakreons Art Die lange Straße lang nach Fürstenwalde Die Dame saß am Steuer ihres Autos Unter Bäumen voll von Mistelzweigen. Was bedeuten, sprach ich, Mistelzweige? Unter Mistelzweigen darf man Damen Oder doch die Dame seines Herzens Sagt ich: darf man? muß man, wenn man…