Schlagwort: Peter Hacks

76. Wie der Dichter einmal nicht recht hatte

Peter Hacks Auf die Spaltung der linken Zeitschrift „Sklaven“ in die linken Zeitschriften „Sklaven“ und „Sklaven Aufstand“ Wer untergehen will, muß sich entzwein. Der Schwache ist am sterblichsten allein. In: Peter Hacks: Die Gedichte. Hamburg: Edition Nautilus, 1998, S. 324. Anmerkung: Die Überschrift besagt…

60. Der arme Dichter und das Wohlleben

In der Zeitung junge Welt wird der 18. Januar schon heute eröffnet – mit einem Gedicht von Peter Hacks nämlich zum morgigen 100. Geburtstag von Arno Schmidt. So beginnt es: Das reiche Dorf, beschaulich und behäbig, Hat seine Slums. Das ich zu sehn verlange, Das…

21. War da was?

In der Wiener Zeitung räsoniert Edwin Baumgartner über Größenverhältnisse und DDR-Kunst: Hacks, wer war das doch gleich? Mal nachgezählt: 45 Dramen hat der am 21. März 1928 in Breslau geborene Autor verfasst, dazu Erzählungen, Kindergeschichten, Lyrik, Essays. Ein ehrfurchtsgebietendes Gesamtwerk. Ein Blick in die Lyrik…

84. An Mamama

Die Briefe zeugen davon, dass Stil und Haltung des Autors sich im Privaten und im Öffentlichen kaum unterschieden. Unbeirrbar war und blieb Peter Hacks in seinen mit weitreichenden Studien und Lektüren unterfütterten ästhetischen und politischen Anschauungen. Olymphoch sah er sich über allerlei »Idioten« und…

65. Schlurpsfaktor

Bei KuNo ein Mailgespräch zwischen dem deutschbelgischen Berliner HEL und Ulrich Bergmann. Wundern, nicht ärgern, weiterlesen! Hier 7 Fetzen: 1 HEL: Lieber UB, lassen Sie sich eine jahresendgeschichte mit flügeln erzählen… Martin Pohl war auf eine Literarische Tischservierung eingeladen. Ehrengast war jener Beckelmann, den…

106. TV und Tod

Alles Notwendige zum Themawochenthema Tod im oder auch erst durch Fernsehn hat der Dichter Peter Hacks in seinem Couplet »Hingang« gesagt: »Er sah noch eine halbe Nacht lang fern, / Jeden Kanal, und starb dann äußerst gern.« / Wiglaf  Droste, Junge Welt

117. Schriftstellerorte

Etliche Dichter und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts waren fasziniert von den wald- und wasserreichen Landschaften Brandenburgs und suchten sich dort ihre Refugien – in Dörfern, Kurorten, Villenkolonien. Als Freizeitsitz oder fürs ganze Leben. 16 dieser Autoren stellt Edda Gutsche in ihrem soeben erschienen Buch…

9. Fleiß & Müßiggang

Der fleißige Mann, Peter Hacks, hatte schon im Stall von Bethlehem himmelschreiende Zustände ausgemacht: „Herumtreiber, Ochsen, Esel, Clowns. / Das ist ein wahrer Ort des Grauns. / Was auf der Welt die Ordnung scheut und gammelt, / Find ich in diesem Loch versammelt“, läßt…

51. Traditionsbezüge

Kai Köhler lobt die Aufsatzsammlung Bernd Leistners, die bei Andree Thiele erschienen ist: Eine solche Wiederveröffentlichung erfordert ein gewisses Maß an Mut: Stets, weil das vor dreißig Jahren Gedachte und Geschriebene nun altbacken wirken kann, und besonders in diesem Fall, weil viele der Aufsätze…

30. Heinar Kipphardts 90.

Kipphardts Stück konnte ein Erfolg werden in jener vorübergehenden Phase der – nach dem 17. Juni 1953 – gelockerten kulturpolitischen Zügel. Kipphardt setzte Alfred Matusche durch, sehr nahe stand er Peter Hacks; aber als er freilich Ilf und Petrows »12 Stühle« modern bearbeitete, blieb…

44. Das Gesicht des Gegenwartsgedichts

Bertram Reinecke  Auszug aus einem Essay für Band 3 des Almanachs „Gegenstrophe“  (erscheint im Herbst) […] Jenseits manifester poetologischer Aussagen scheinen Autoren Forderungen an die Gestalt ihrer Texte zu stellen, die sich nicht ohne weiteres festhalten lassen, sei es, weil sie halbbewusst vage sind,…

83. Altväterisch

Gewohnt pointiert brachte der Lyrik-Experte Bernd Leistner einmal seine Haltung zur Poesie auf den Punkt: „Er sei in Sachen Dichtung wie ein Eunuch; er könne es beschreiben, aber nicht machen.“ Nun legte er doch einen Band mit seinen Gedichten vor. FIGARO sendet den Mitschnitt…

42. Unmögliches Trio

Auf dem Papier ist es eine Kombination, die auf keinen Fall funktionieren kann. Hier Ernst-Ludwig Petrowsky aus Güstrow, einer der Urväter des Jazz in der DDR. Daneben Uschi Brüning aus Leipzig, die dem legendären Günther-Fischer-Quintett an der Seite von Manfred Krug ihren Stempel aufdrückte….

31. Schlechte Gedichte

Ihre „Gedichte“, erstmals 1873 erschienen, lagen 1903 bereits in der achten Auflage vor. Sie waren jeweils nach Erscheinen schnell vergriffen. Denn Friederikes Bruder David, Gutsbesitzer und Autor einiger Novellen, kaufte die gesamte Auflage auf und ließ sie einstampfen. An diesem seinem ästhetischen Schamgefühl ging…

91. „Hacks ist wieder da“

Hacks ist wieder da. Oder war er vielleicht nie weg? Immerhin findet man ja seine Gedichte bis heute in den Lesebüchern, immerhin ist sein Theaterstück „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ aus dem Jahre 1976 eines der meistgespielten deutschen…