Schlagwort: Thomas Kunst

Poet in Residence – das Lyrik-Stipendium in Dresden

Die Jury hat getagt: Andra Schwarz, Sylvia Geist und Thomas Kunst sind die Favoriten für den „poet in residence 2017“ und stellen sich am 05.11.2016 um 19 Uhr im KulturHaus Loschwitz dem Publikum zur Wahl!

Paul Wühr

Von Thomas Kunst 2003 sagte eine Freundin in Rom zu mir, Thomas, ich fahre eine Bekannte in Umbrien besuchen, am Trasimeno See, sie ist mit einem Dichter zusammen, mit Paul Wühr, ob ich mitkommen möchte. Ja, ich wollte mitkommen. Einer der ersten Sätze, die…

Wenn Jamben

Thomas Kunst Genau genommen hoffe ich auf Klärung. Geduld und Leistung führen nie zum Ziel. Jahrhundertstrophen bleiben ohne Ehrung. Gelingt durch strenge Schwafelei das Spiel Betreuter Anpassung ans Geld, wieviel Verändert sich, wenn Jamben durch Verlage Verschiedener Herkunft ziehen, infantil Genug, zu glauben, das…

In der Zwischenzeit

Kunsts poème en prose

Thomas Kunst ist nicht so gut darin, Romane zu schreiben. Denn eigentlich schreibt er lediglich lange Prosagedichte, die hin und wieder von gebundener Sprache aufgebrochen werden und notdürftig als Roman deklariert werden. Was bleibt einem Verlag denn auch anderes übrig? Freie Folge ist schließlich…

Renaissance? Über Gelaber und Lyrik

Junge deutsche Dichter werden auf einmal gefeiert und geehrt. Das bereitet ihnen nicht nur Freude. Über die Renaissance der Lyrik in Zeiten des Gelabers. schreibt Hilmar Klute in der Süddeutschen Zeitung. Renaissance, naja. In diesem Hype feiert vor allem der Literaturbetrieb sich selbst als das…

Kommunikative Eingänge

Nichts in der gegenwärtigen Lyrik ist kommunikativer als die auf den ersten Blick eingängigen Sätze, die schon in den Überschriften den Leser in den Sog der Verse ziehen: „Hilde ist bestimmt gar nicht nach Bonn gefahren“, „Ach wäre ich nur an der See geblieben“,…

Nach diesen Schrecksekunden

Als ich zum ersten Mal Gedichte von Thomas Kunst las, dachte ich mir: So kann man heute keine Gedichte schreiben. Und als ich sie vom Dichter vorgelesen hörte, dachte ich mir: So kann man seine Gedichte nicht vorlesen. Und dann, nach diesen Schrecksekunden, die…

Naturgewalt

Wer einem Weltdichter folgen will, schlage das Buch auf und lese: „Wenn in der ersten Phase des Verliebens einer stirbt, steht Gott nicht mehr allein da…“ Feridun Zaimoglu: Naturgewalt. Eine Feier des Lebens: Der Gedichtband „Kunst Gedichte 1984-2014“ von Thomas Kunst, Edition Azur, Dresden, 144 Seiten, 20 Euro,…

Geist über Kunst

Moderation von Peter Geist zur Lesung von Thomas Kunst im Peter-Huchel-Haus am 17.11. In diesem Jahr erlaubt sich der gerade 50 Jahre alt gewordene Thomas Kunst, den geneigten Leser mit gleich zwei neuen Büchern betören zu wollen, einer als „Roman“ deklarierten „Freie Folge“ und…

Kunst

(…) Thomas Kunst dichtet in einer anderen Lyrik-Liga und darf angesichts der vielen lyrischen Dünnbrettbohrer unbescheiden von sich sagen: Es ist Kunst, seit 30 Jahren! Sein erster Band erschien unter dem märchenhaften Titel „Besorg noch für das Segel die Chaussee“ im Reclam Verlag. Die…

Lesungen

Berlin. Ein Abend mit Lyriklesungen von Daniel Falb, Karla Reimert und Rike Scheffler im Ausland, http://ausland.berlin/lyriklesung-falb-reimert-scheffler  (auch die Eröffnung der Herbst/Winter-Saison bei „Lyrik im ausland“ nach der Sommerpause!) Mittwoch, 16. September Geöffnet ab 20:00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr. Eintritt 5 EUR München. „Aber was gehst du denn auch…

Er fehlt mir

Thomas Kunst zum Tod von Ulrich Zieger: ulrich fehlt mir fürchterlich. ich liebte ihn von anfang an mehr als jeden anderen deutschen dichter. er spielte in seiner eigenen: gänzlich unerhörten liga. seine gedichtbände „neunzehnhundertfünfundsechzig“…“große beruhigte körper“…“vier hefte“…“l’atelier“ und „aufwartungen im gehäus“ sind von einem…

Lest Kunst

Im Nachgesang „Meine DDR war die Ostsee, und die war nie tief“, mit dem der Band schließt, beschreibt Kunst nicht nur seine Anfänge als Dichter und seine Abkehr von Celan und Trakl hin zu Born und Brasch, stichelt er nicht nur gegen den Literaturbetrieb,…

Sperriges Sprachtreibgut und rauschhafte Feste

Sie entwickeln einen eigentümlichen Sog, diese langen Gedichte von Thomas Kunst. Es ist dieser besondere Ton. Da spricht einer, erzählt, bekennt, man lauscht gebannt. Lässig fließt es ein Stück in vertrauten Redewendungen, doch, zack, stößt man auf solch sperriges Sprachtreibgut: „unter der steifen Ausschöpfung…