Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Nach einer anderen Sprache verlangen die nicht geschriebenen Sätze Essay von Christiane Kiesow (Greifswald) Der folgende Text ist eine Reaktion auf Bertram Reineckes Essay „Verstehen noch einmal“ zur Debatte um Ulf Stolterfohts Beitrag1 im Jahrbuch der Lyrik 2008. Wie für seinen Beitrag gilt auch… Continue Reading „57. Und wieder: Verstehen“
Auf nicht weniger als 1200 Seiten hat der Historiker und Herausgeber deutsche Gedichte von 305 Autorinnen und Autoren mit jüdischen Wurzeln versammelt: „Ist es Freude, ist es Schmerz?“ Viereinhalb Jahre recherchierte Schmidt minuziös und hartnäckig für diese alphabetische Anthologie, deren früheste Gedichte von Moses… Continue Reading „41. „Ist es Freude, ist es Schmerz?““
Feliu Formosa liest aus seinen Gedichten (katalanisch). Moderation, Übersetzungen und Lesung der deutschen Texte: Àxel Sanjosé Montag, den 7. November 2011, um 20 Uhr Lyrik Kabinett München Eintritt: €7,- / € 5,-; Mitglieder: freier Eintritt Feliu Formosa, geb. 1934 in Sabadell, Katalonien, erhielt 2011… Continue Reading „104. Com si res – Als ob nichts wäre“
Ein Kommentar zur gegenwärtigen (aber nicht neuen) Diskussion. Originalbeitrag von Marius Hulpe Vor einigen Jahren bemühte Ron Winkler den Begriff des Modus, der innerhalb einer sich entwickelnden Poetik Schwankungen unterliege. Misstrauen gegenüber dem einmal erarbeiteten und nur vermeintlich Eigenen war die Waffe, die er… Continue Reading „119. Sound, Modus und produktives Misstrauen“
Wilhelm Killmayer, 83-jähriger Nestor der Münchner Komponisten, Verfechter melodischer Läuterung und Selbstgenügsamkeit im Klang, der Kissingen fernbleiben musste, hat Rilkes Gedicht ‚Abisag‚ vertont, dazu Brentanos vielstrophiges ‚Großmutter sagt, ich soll dir singen‘. Killmayer geht im Alter noch karger, gezielter vor als früher. Das Bild… Continue Reading „49. Liederwerkstatt“
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 15.000 Euro dotierten Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung an Frank Günther für seine Shakespeare-Übertragungen ins Deutsche. Den Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland erhält der katalanische Übersetzer und Lyriker Feliu Formosa. Der Preis ist… Continue Reading „46. Akademie ehrt Übersetzer“
Franz Schuh war Juryvorsitzender beim Literaturwettbewerb Wartholz. Die Presse sprach am 12.2. mit ihm u.a. über Schreibschulen: Ein gutes Drittel der Kandidaten beim Wartholz-Bewerb hat am Literaturinstitut Leipzig studiert. Verbessert das die Literatur, wenn die Bewerber aus „Schreibschulen“ kommen? Die Frage ist eher, ob… Continue Reading „93. „Bekämpfen Sie weniger die armen Besucher von Schreibschulen““
Hölderlin ist sicher einer der modernen Autoren, die an wissenschaftlicher ›Überfischung‹ leiden. Zwar begünstigt sein Werk biographisch, editionsgeschichtlich und poet(olog)isch subtil-genaue und sogar übergenaue Analysen, bietet sich für immer andere Perspektivierungen und Revisionen des einmal Erreichten an und fordert stets kontextreichere bzw. dichtere hermeneutische… Continue Reading „141. Überfischung“
Rezensent Peter Hamm hat einen empfindlicheren Magen als Anthologist Wulf Kirsten, ist aber tolerant: Dass Kirsten «Stimmenvielfalt» wichtiger war als «Auslese», dokumentiert bereits der riesige Umfang seines Unternehmens: Auf 1120 Seiten werden fast 1000 Gedichte von 363 Dichtern präsentiert! Bedenkt man die wenigen lyrischen… Continue Reading „109. Dichter … und Minderdichter“
titelt die Zeit (nicht von heute. sondern die vorige, die verlorene Zeit. Ich hab sie aber noch und lese erst jetzt.) Aber rennt das nicht offene Türen ein? Jeder Germanistikstudent weiß das doch. Genauso sicher wie er später, wenn er Lehrer wird, den Schulkanon… Continue Reading „126. LITERATURKANON: Weg damit!“
„Da Hebel bekanntlich das Alemannische u.a. mit seinen Gedichten literaturfähig gemacht hat, ist dieser Autor für die Lyrikzeitung einschlägig“, schreibt mir Konstantin Ames, und wie recht er hat. Goethe sagts ja auch: „Der Verfasser dieser Gedichte ist im Begriff, sich einen Platz auf dem… Continue Reading „35. Kafkas Schatzkästlein“
Die Lyrikerin besteht auf der magischen Kraft ihrer Sprache; sie selbst wird zur „Sprachzauberin“ mit höchster dichterischer Autorität, reiht sich ein in die Gruppe von Künstlern, deren Kriterium für Kunst, wie sie behaupten, in ihnen selbst liegt: Ihr Werk ist, inspiriert von ihnen, immer… Continue Reading „121. Sprachzauberin“
Jochen Distelmeyer, ehemals Kopf von „Blumfeld“, der gewiss nicht erfolgreichsten, aber wohl einflussreichsten deutschen Bands der post-89 Jahre, gilt als „der“ Pop-Poet unter Deutschlands Songschreibern. Ohne seine Lyrik und seine Band „Blumfeld“, die ihren Namen einer Kurzgeschichte Franz Kafkas aus dem Jahr 1915 über… Continue Reading „167. Pop-Poet Jochen Distelmeyer über seine öffentliche Resonanz, Gesellschaftskritik an sich und das künstlerische Ich“
Und als die Naturwissenschaft die Esoterik preisgab, als sie sich zumindest an der Oberfläche von der Gespensterkunde löste, zog der Okkultismus mit umso größerer Entschlossenheit in die Kunst ein. Sicherlich, August Strindberg mag ein halb verrückter Einzelgänger gewesen sein, als er im Jahr 1897… Continue Reading „2. Esoterik und Moderne“
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