Schlagwort: Wolfgang Rihm

Goethes Hymnen vertont

Höhepunkt des Abends war Wolfgang Rihms Vertonung der „Harzreise im Winter“, einer beinahe schon expressionistischen Dichtung, in der das Klavier der ausdrucksvollen, freien Gesangslinie dialogisch eine zweite Stimme entgegensetzt. Gerhaher und Huber gestalteten dies mit einer stupenden Verzahnung von Klavier- und Bariton-Stimme, die beide… Continue Reading „Goethes Hymnen vertont“

53. Gedicht eines Malers

Erst vergangenen Sommer hatte Wolfgang Rihm die Welt mit zwei neuen Werken für Soloinstrument und Orchester beschenkt, die ganz ungeniert die Gattungsbezeichnung „Konzert“ im Titel führen. Anders als Kollegen, die in zitathafter Manier auf die Vergangenheit anspielen, kommt der Traditionsbezug bei dem deutschen Komponisten… Continue Reading „53. Gedicht eines Malers“

28. Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik

Wolfgang Rihm erhält den Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik 2014 In diesem Jahr zeichnet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur den Komponisten Wolfgang Rihm mit dem Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik aus. Der Preis wird an Persönlichkeiten für ein herausragendes Lebenswerk… Continue Reading „28. Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik“

66. Sprachsalz

Die Internationalen Literaturtage Sprachsalz in Hall in Tirol bieten vom 13.–15. September 2013 einmal mehr Begegnungen und Empfehlungen der besonderen Art, wenn drei Tage lang das Parkhotel Hall zur Literaturbühne wird. Ein Schwerpunkt gilt in diesem Jahr verstärkt der Lyrik: Zu Gast sind die… Continue Reading „66. Sprachsalz“

103. Stille Feste

Ein titelloses Gedicht des frühromantischen Schriftstellers Novalis hat es Komponist Wolfgang Rihm (61) angetan. «Als ich es las, empfand ich es sofort als eines der abgründigsten Gedichte der deutschen Sprache. Da singen Tote für die Lebenden von den Vorteilen ihres Daseins», sagte Rihm den «Stuttgarter… Continue Reading „103. Stille Feste“

121. Lieder

Kein anderer namhafter Komponist hat sich in den letzten Jahrzehnten so beharrlich auf das Lied eingelassen wie Wolfgang Rihm. Als bürgerliche Kunstform par excellence war gerade das Klavierlied in der Nachkriegsmoderne in eine Krise geraten. Rihm konnte es für sich zurückgewinnen, indem er in… Continue Reading „121. Lieder“

100. Günderrode-Lieder

Sie zeigt auf, wie problematisch das Leben einer jungen, aber mittellosen Adeligen war, die zudem noch als Dichterin arbeiten wollte, jedoch mit einer anspruchsvollen Dramatik, die man einer Frau Anfang des 19. Jahrhunderts schlichtweg absprach. Vertonungen der reichhaltigen Lyrik Günderrodes gibt es erst in… Continue Reading „100. Günderrode-Lieder“

49. Liederwerkstatt

Wilhelm Killmayer, 83-jähriger Nestor der Münchner Komponisten, Verfechter melodischer Läuterung und Selbstgenügsamkeit im Klang, der Kissingen fernbleiben musste, hat Rilkes Gedicht ‚Abisag‚ vertont, dazu Brentanos vielstrophiges ‚Großmutter sagt, ich soll dir singen‘. Killmayer geht im Alter noch karger, gezielter vor als früher. Das Bild… Continue Reading „49. Liederwerkstatt“

122. Nietzsche hat Wittgenstein gelesen

Jedes Wort des Librettos stammt von Nietzsche, aber der Text ist von Wolfgang Rihm, und bei ihm hat Nietzsche auch Wittgenstein gelesen. Einer älteren Äußerung nach hielt Rihm Nietzsches Texte einst für unvertonbar, aber die Bedenken haben sich erledigt. Seine Musik beweist eher, dass… Continue Reading „122. Nietzsche hat Wittgenstein gelesen“

109. Eichendorff vertont

Eichendorffs poetischer Rang bleibt unbestritten, die Figur aber ist ambivalent. Einerseits: ‚Eichendorff‘, sagt Killmayer, ‚will sein Glück über die Welt, die Erde mitteilen, die von Gott geschaffen worden ist . . . Er ist glücklich in der Natur und in seinem Glauben.‘ Andererseits: Einem… Continue Reading „109. Eichendorff vertont“

Farben hören: Hector Berlioz und die literarische Moderne

Auden, Messiaen, Boulez, Rihm, Zimmermann, Stockhausen – sie berufen sich ebenso auf ihn wie Pissarro oder van Gogh. Das belegt die Modernität von Hector Berlioz. Man solle seine Farben hören, sie klängen wie Berlioz, sagt der Maler van Gogh zu seinen Bildern. In der… Continue Reading „Farben hören: Hector Berlioz und die literarische Moderne“

Europa nach dem letzten Regen

In den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 4.9.03: Wolfgang Rihm vertont Durs Grünbein.