Schlagwort: Jean Paul

13. Bayrische Dichter

Bayerische Dichterinnen und Dichter wohnen nicht in Elfenbeintürmen. Seit jeher mischen sie sich unters Volk, um möglichst nah das Ohr an dessen Mund zu haben. Und wo lässt sich das am besten bewerkstelligen? Natürlich im Wirtshaus! Genau genommen ließe sich bayerische Literaturgeschichte genauso gut…

18. Bildermagazin

Der türkische Gelehrte Sururi, ein berühmter Kommentator persischer Dichter, stellte in seiner Poetik „Bahral-maarif“ („Das Meer der Kenntnisse“) die schönheitsbeschreibenden Symbole persischer und arabischer Dichtung in Rubriken zusammen und belegte sie mit Beispielen. Der Orientalist Joseph von Hammer-Purgstall, der 1812/13 die erste deutsche Gesamtübersetzung…

37. Wortschöpfer

Das Lyrik-Seminar der Q11 unter Leitung von Annett Richter hat sich Jean Pauls Sprache einmal genauer angesehen. Schließlich ist er der Urheber einer ganzen Reihe praktischer Wortschöpfungen, die es leicht in die Alltagssprache schafften: Doppelgänger, Dreckspatz oder Gänsefüßchen sind nur einige davon. Die Seminar-Schüler…

54. Leibnah

Von Jean Paul und Richard Wagner sind Zitate überliefert*, die sich besonders für den hautnahen Gebrauch eignen: “Die Tat ist die Zunge des Herzens” (Jean Paul) oder auch “Es gibt ein Glück, das ohne Reu!” (Richard Wagner). / Der neue Wiesentbote *) Naja, es…

45. Das brennende Archiv

Thomas Kling, der seine ersten Gedicht-Kassiber in die bundesdeutsche Literaturlandschaft in der Zeit der Neuen Subjektivität schickte, grenzte sich von dieser sich ins Innere und private zurückziehenden Literatur von Anfang an ab. Ihn interessierte vielmehr das Brodelnde und Schäumende an der Sprache, ihre unauflösbare…

19. „Die Sprache ist als Poesie erfunden worden“

Wilhelm Fink schreibt: Die Geschichte, der Text, die story, ist immer besser als jede Notiz, als jeder Brief, jeder Essay. In der Erzählung lebt ein Stück Welt, in der story bleibt ein Stück von dir. Proust bemerkte sogar, dass er sich selbst gar nicht…

36. Ein Mann wie ein Buch von Jean Paul

Alle liebten Jean Paul. Greise Anakreontiker überwiesen dem Heim-, Weib- und Mittellosen Kapitalien. Fabrikantengattinnen beherbergten den Herumstreicher, der in Gasthöfen oder zur Untermiete wohnte. Das Ehepaar Herder nahm ihn in familiäre Obhut. Dass eingeweihtere Freunde wie der siebzehnjährige Geiger Paul Emile Thieriot aus Leipzig…

35. Kafkas Schatzkästlein

„Da Hebel bekanntlich das Alemannische u.a. mit seinen Gedichten literaturfähig gemacht hat, ist dieser Autor für die Lyrikzeitung einschlägig“, schreibt mir Konstantin Ames, und wie recht er hat. Goethe sagts ja auch: „Der Verfasser dieser Gedichte ist im Begriff, sich einen Platz auf dem…

7. Peter Horst Neumann gestorben

Über die Komposita und Schlüsselworte bei Paul Celan wie über den „Unsinn“ bei Günter Eich hat Peter Horst Neumann Bleibendes geschrieben. Seine eigenen Gedichte (beispielsweise „Pfingsten in Babylon“ 1996), waren aber bewusst nicht nur in ihrer Epoche angesiedelt. Zum Echoraum auch seiner Gedichte gehörten…