Schlagwort: Jürgen Buchmann

Der Galgen

Aloysius Bertrand (eigentlich Louis-Jacques-Napoléon Bertrand, * 20. April 1807 in Ceva, Piemont, Italien; † 29. April 1841 in Dijon) Aus: Aloysius Bertrand, Gaspard de la Nuit [1842]. Aus dem Französischen von Jürgen Buchmann. Mit einem Essay des Übersetzers. Leipzig: Reinecke & Voß, 2010

Anderes Verstehen oder Anderes als Verstehen

Sollte zutreffen, dass das Wesen des Literarischen gerade darin besteht, emphatisch über keines zu verfügen, sich in hakenschlagenden Fluchtbewegungen (preschen: ein Anagramm von sprechen) von allem Essentiellen, die Sprache zur Sprache, d.h., siehe oben, zur berstenden Streuung, kommenlassend, frei- und auszuschreiben? Die frühromantische Kunstkritik…

Nach Fukushima

Am 11. März jährte sich die Katastrophe von Fukushima zum fünften Mal. Nach einem Erdbeben folgte ein Tsunami, der das Kernkraftwerk Fukushima Eins schwer beschädigte. Bis heute tritt infolge des GAUs radioaktive Strahlung aus. Ryo Kikuchi ist 1979 in Tokyo geboren, wo er auch…

98. Reinecke in Loschwitz

In Loschwitz kann er privat bleiben. Dennoch mischt er sich in Debatten. Etwa darüber, ob junge Autoren zu unpolitisch seien. Es sei schon schwierig genug, Neues, Ungewöhnliches über Literatur zu äußern, meint er. „Wenn man dann gar über Politik redet, wird man schnell an…

99. Barocker Dichterstreit

Bei Jürgen Buchmann weiß man nie, der Mann ist ein Schelm. Ein studierter Schelm: promovierter Philologe und Philosoph, bis 2005 Hochschullehrer in Bielefeld. Seitdem zeigt der heute 67-Jährige als freier Schriftsteller in Werther / Westfalen, was man als Philologe so alles anstellen kann mit…

53. Das Raue – Aufbrüche auf ungebahnte Wege

Freitag 15.3. 21:00 bis 23:00 Galerie KUB Kantstraße 18 Ein barocker Dichterwettstreit, die Dichtergruppe um Arno Holz, Fragmenttexte von Angelika Janz Mit Angelika Janz, Jürgen Buchmann, Robert Wohlleben Marino griff bewusst über den verbindlichen stilistischen Kanon hinaus und befreite die Zeichen von Ihrer Bindung…

50. Gelächter

Gaspare Mùrtola, La Marineïde, Risata No. 26 Poiché Marin ti piace lodare In ogni tuo Sonetto over canzone Ch´io mi trovo un grosso piffarone, Da far tutte le donne in frega andare, Io perché non ti voglio ingiuria fare Con dar una mentita alle…

49. Fehde

Aus der Rivalität zweier Literaten am herzoglichen Hofe, Gaspare Mùrtola (1570-1624) und Giambattista Marino (1569-1625), entwickelte sich eine Fehde, die mit Sonetten begann und mit einem mörderischen Showdown endete. Die Texte dieses Versduells, gleich bemerkenswert durch ihre Angriffslust, ihre Obszönität, ihre bizarre Phantasie und…

52. Das Raue

Das Raue – Aufbrüche auf ungebahnte Wege Autoren: Angelika Janz, Jürgen Buchmann, Robert Wohlleben Moderator: Bertram  Reinecke Ein barocker Dichterwettstreit, die Dichtergruppe um Arno Holz, Fragmenttexte von Angelika Janz Marino griff bewusst über den verbindlichen stilistischen Kanon hinaus und befreite die Zeichen von Ihrer…

49. Nachgedruckt

Die Übersetzung der Prosagedichte von Aloysius Bertrand, die 2011 bei Reinecke & Voß erschien, wurde von der Zeitschrift La Giroflée, die von der „Association pour la mémoire d‘ Aloysius Bertrand“ herausgegeben wird, in ihrer Nummer 4 vermeldet: Nous avons le plaisir d’apprendre qu’une nouvelle…

98. Beinahe gespenstisch

Hier wird ein zentraler Text zugänglich gemacht, und einer der schönsten, die mir begegnet sind, zumindest wirkt er in der Gestalt, die Buchmann ihm gegeben hat, schier unermesslich (man verzeihe mir die Superlative, aber an dieser Stelle kann ich nicht anders, als staunen, wie…

122. Kuhlbrodts Sehnsuchtsbücher

Im jungen Leipziger Verlag Reinecke & Voss sind zuletzt einige Bücher erschienen, ohne die ich nicht mehr leben möchte. Das klingt pathetisch, ist aber so. Denn es handelt sich um Bücher, die geradezu wie für mich gemacht scheinen, weil sie so etwas wie eine…

52. Reineckes poetisches Verfahren

Einem Stoß über­einander gestapelter Manuskripte vergleichbar, bieten Reineckes Montagen Text­aus­schnitte, die von andern Text­auss­chnitten über­lappt werden. Auf diese Weise ent­steht, in gesuch­tem Kon­trast zum klas­sischen Cento, kein kon­tinuier­licher Fließtext, sondern ein Text mit dauern­den Abbrüchen und Neu­ein­sätzen. Die Bruch­stellen sind allerdings kaum zu bemerken;…

39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben…

105. Krutschonych, Erb & Co.

Textfassung eines Rundfunkbeitrags von Michael Gratz, der am 15.4. in der Literatursendung Plattform auf Radio 98,1 gesendet wurde Die Buchmesse in Leipzig hat sich nach anfänglichen Unsicherheiten gehalten neben der in Frankfurt. Als Besonderheit der Leipziger Messe, die geschäftlich ja eher die kleine Schwester…