Kategorie: Deutschland

49. Artus

Liebe Freunde, Kollegen, ARTus-LeserInnen, ich eröffne morgen – 19 Uhr – in der Stralsunder Volkshochschule, Friedrich-Engels-Str. 28, meine Ausstellung »Köpfe«, verbunden mit einer Lesung der betreffenden Kolumnen (»SO GESEHEN«), die bislang in der OZ (Rügen) erschienen sind. Von über 440 Kolumnen seit 2001 eine… Continue Reading „49. Artus“

48. NEUES VOM JETZT (V)

Juliane Liebert und Konstantin Ames haben zumindest eines gemeinsam: Sie sind beide gewissermaßen die Poeten der Stunde. Juliane Liebert, Jahrgang 1987, ist mit ihrem Gewinn des Wolfang-Weyrauch-Förderpreises 2009 überhaupt erst auf der Bildfläche der Öffentlichkeit erschienen, und Konstantin Ames hat vor wenigen Wochen den… Continue Reading „48. NEUES VOM JETZT (V)“

47. Hunderttausend Milliarden Gedichte

Eines der eindrücklicheren Beispiele dafür lieferte Queneau selbst mit seinen «Hunderttausend Milliarden Gedichten». Er schrieb zehn (!) Sonette, deren Zeilen beliebig ausgetauscht werden können, was zehn hoch vierzehn Kombinationen erlaubt. Geschätzte Lesezeit: je nach Tempo zwischen 90 und 190 Millionen Jahre. Kleine Lesehilfe: Die… Continue Reading „47. Hunderttausend Milliarden Gedichte“

45. Grüne Gans [Prorammänderung!]

Am Mittwoch, den 9.12.2009 gibt StuThe sich die Ehre zu präsentieren: Das Kleintheater Grüne Gans! Ort und Zeit: Greifswald, Soldmannstraße 23 um 22 Uhr, Einlass ab 21.30 Uhr. Die „Grüne Gans“ entstammt der Feder des polnischen Schriftstellers Konstanty Ildefons Gałczyński, der sein sogenanntes Kleintheater… Continue Reading „45. Grüne Gans [Prorammänderung!]“

44. Lyrik aus Sansibar

Das Leben, das Emily Ruete führte, war mehr als abenteuerlich: Geboren als Tochter einer tscherkessischen Sklavin und eines sansibarischen Sultans, kam sie 1867 als Ehefrau des Kaufmannes Heinrich Ruete nach Hamburg. Ihre „Memoiren einer arabischen Prinzessin“ machten Ruete als Schriftstellerin berühmt, und der Anspruch… Continue Reading „44. Lyrik aus Sansibar“

40. Skorpion

Satire? Bittere Realität? Die frühere Satirezeitschrift, dann Magazin für Literatur und Gesellschaft „Der Skorpion“ schickt folgende Mail: Betreff:     Wir bedauern. We regret. Nous regrettons. Behördenwillkür! Authority arbitrariness! Arbitraire d’administrations! Der Skorpion ist tot. Der Skorpion is dead. Der Skorpion est mort. Dr. Nico… Continue Reading „40. Skorpion“

39. „Wunderbar verrückt“

„Toller geht’s nicht – Ihr seid ja wunderbar verrückt!“ hatte einer ins Gästebuch zu der geheimnisvollen Ramklangkomposition „Troposphères“ von Sascha Lino Lemke in den Labyrinth-ähnlichen Kreisen in der Kampnagelfabrik in Hamburg geschrieben. Den schriftlichen Ausbruch kann man gerne für Konzeption und Durchführung des sechstägigen… Continue Reading „39. „Wunderbar verrückt““

38. Seume-Preis für Helga M. Novak

Der Seume-Literaturpreis der Stadt Grimma ist am Sonnabend an die Schriftstellerin Helga M. Novak verliehen worden. Der Internationale Seume-Verein begründete die Wahl mit dem „eigenen, unverwechselbaren Ton“, den die Autorin besonders in ihrer Lyrik finde. … Seit 1987 wohnt Novak in einem kleinen Dorf… Continue Reading „38. Seume-Preis für Helga M. Novak“

37. Don’ts

Die Zeitschrift ist nicht schlecht – sie wär noch besser ohne eine gewisse Redseligkeit. Die auch ihre Rezensenten befallen mag. 2 dont’s beim Schreiben über Literatur, das erste: don’t renommier! Ah, da ist es: Jetzt kann man Josef Hader mal von einer anderen Seite… Continue Reading „37. Don’ts“

36. bodyworlds

Simone Kornappel (Hamburg)

35. Meine Anthologie 11: Anziehung

Anziehung Nebel zieht auf, das Wetter schlägt um. Der Mond versammelt Wolken im Kreis. Das Eis auf dem See hat Risse und reibt sich. Komm über den See. aus: Sarah Kirsch: Zaubersprüche. Berlin und Weimar: Aufbau Verlag 1973, S. 5.

34. Meine Anthologie 10: Zaubernüsse

Silke Peters Wassernüsse, vermißt in Moore, Speicher der Sonnen fielen hinein Erinnerungsnüsse krallen im Grund Muster über Muster zu lesen Und dunkle Wasser halten Ungeheuer fest, einen halben Tag lang tief. sind Männer im Moor ertrunken, wie die Sonnen Ein Pesthauch weht schillernd. wie… Continue Reading „34. Meine Anthologie 10: Zaubernüsse“

32. Das Bodenlose

Demus‘ anteilnehmende und in Bezug auf Dichtung, Philosophie und Kunst so feinsinnige Briefe werden Celan nach dem Weggang aus Wien nach Paris bald veranlassen, den Jüngeren mit „Bruder“ anzureden, eine Anrede, die lange Zeit von beiden beibehalten wird und in Celans gesamter Korrespondenz singulär… Continue Reading „32. Das Bodenlose“

31. Geschwollener Schweinkram

Mit sechzig plus hat man seinen Beitrag für die Fortdauer der Gattung längst abgeleistet und wird entspannter. Das ist die hohe Zeit des Maul-Eros. Als rüstiger Verbalerotiker kann man sich auf die Vorarbeit der Altvorderen stützen. Brecht, Martin Walser oder Friedrich Schlegel konnten immer… Continue Reading „31. Geschwollener Schweinkram“

28. Abessinien

Südliches Sonett An weiße Mauern scheint die Sonne streng und friedlich, ein schwerer Hauch von Nichts und Allem rührt die Pinien, und Bänke schmücken leer den Dorfplatz. Unermüdlich trennt Schatten Staub von Staub mit immer neuen Linien. Die Welt ist fern und nah, so… Continue Reading „28. Abessinien“