99. Hölderlin im Blut

„Doch gut ist ein Gespräch und zu sagen/Des Herzens Meinung“, schreibt Friedrich Hölderlin in seinem Gedicht „Andenken“, das mit der bekannten Zeile endet „Was bleibet aber, stiften die Dichter“. Der Leiter der Volkshochschule Hartmut Boger hat sich mit dem eben von ihm durchgeführten Einabendseminar „Nicht ist es gut… Doch gut ist… – Satz und Gegensatz bei Hölderlin, Hamburger und Sebald“ einen Wunsch erfüllt. Wer den umtriebigen Schwaben und Kontrabass-Spieler kennt, weiß: Der Mann hat Hölderlin im Blut! Zusammen mit dem Übersetzter, Lyriker und Literaturwissenschaftler Iain Galbraith, der ehemals an der VHS Englischkurse gab, wagte sich der experimentierfreudige Volksbilder daran, im „Dialog“ drei Autoren in einen Dialog zu bringen.  …

Galbraith hat den Part, den britischen Hölderlinübersetzer und Lyriker Michael Hamburger vorzustellen. Gelegenheit für beherzte Anmerkungen zum Thema „Krise“ und zum Umgang mit den Geisteswissenschaften. In diesem Zusammenhang rückt die Verwendung des Wortes „aber“ ins Gesprächszentrum. Hier blitzt notwendig Altphilologie, Hellas und dessen poetologische Vorbildfunktion. Die Seminaristen tauen auf und mischen beim Dialog mit. Hölderlins „Andenken“ und Hamburgers „Against Brightness“ kommen gemeinsam in die Analyse. / Kathrin Schwedler, Wiesbadener Kultur 14.12.

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