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Veröffentlicht am 6. Juni 2026 von lyrikzeitung
Sibylla Schwarz schrieb welche für ihre Freundin Judith Tanck, Goethe für Studienfreunde und Erbgroßherzoginnen und Gerhard Rühm für sich selbst.
Gerhard Rühm
(* 12. Februar 1930 in Wien)
gedanke zu meinem 55. geburtstag
als sie mich gebar
könnte heute die mutter
meine tochter sein
Aus: Poesiealbum 396. Gerhard Rühm. Auswahl Jens H. Stupin, Bilder vom Autor. Wilhelmshorst: MärkischerVerlag, 2025, S. 19
geburtstag
ich war nie eine stunde alt
und nie ein jahr
ich bin nie 12 geworden
und nie 20 gewesen
ich war nie 42
auch nicht 63
niemals war ich jünger oder älter
als JETZT
Ebd. S. 26
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Alter, österreichische Lyrik, experimentelle Poesie, Geburtstag, Geburtstagsgedicht, Geburtstagslyrik, Gedicht des Tages, Gegenwartslyrik, Gerhard Rühm, Identität, Jens H. Stupin, Johann Wolfgang von Goethe, Judith Tanck, Kurze Gedichte, Lyrikzeitung, Poesiealbum, Sibylla Schwarz, Sprachkunst, Wiener Gruppe, Zeit
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