Schlagwort: Hans-Albrecht Koch

L&Poe Rückblende: Februar 2002

Trakl-Preis an Andreas Okopenko Es sah einmal so aus, als schriebe Andreas Okopenko seine Lyrik für eine kleine Minderheit. Als 1980 im Verlag Jugend & Volk Okopenkos Gesammelte Lyrik erschien, war das ein Unterfangen, das erhebliche Widerstände überwinden musste. Nie hatte sich Okopenko in…

64. Piccolomini

Doch entsprangen seinen nächtlichen Studien zunächst vor allem lateinische Gedichte im Stil der Erotica Catulls und Tibulls, die Piccolomini später selbst vom Markt zu nehmen versuchte. Am bedeutendsten darunter ist die Novelle mit dem Titel «De duobus amantibus historia», die Geschichte der zwei Liebenden…

56. Homer übersetzen

Die Reihe der deutschen Übertragungen der homerischen «Odyssee» hat der Schweizer Ludwig Bernays um eine interessante neue Version verlängert. … Ludwig Bernays bemüht sich nicht primär darum, den Sinn des griechischen Originals philologisch korrekt wiederzugeben, sondern strebt «eine klar verständliche Wiedergabe des Epos in…

Echter falscher Dichter

«Er ist ein merkwürdiger Kopf, halb genial und halb dilettantisch, echter Dichter, sobald er parasitische Dichtung schreibt, ein falscher Dichter, sobald er sie aus dem eigenen Inneren schöpft, der wahre Alexandriner, der fremde Bildung mit grösserer Intensität und mit grösserer Reinheit empfindet als die…

Übersetzen & verstehen: Herder

Vorzüglich kommentiert ist auch die Auswahl Christoph Michels aus Herders Sammlung von Volksliedern. So schildert der Herausgeber Herders Mühen bei der Übersetzung des „Ännchen von Tharau“. Der Kommentar kontrastiert das Original in preußischem Plattdeutsch („Anke van Tharaw öß, de my geföllt / Se öß…

Worpswede

Für die NZZ vom 26.7.03 bespricht Hans-Albrecht Koch eine Bremer Ausstellung (samt Buch) über Rilkes Worpswede-Monographie. Bis 24. August. Publikation: Rilke. Worpswede. Eine Ausstellung als Phantasie über ein Buch. 2003. 383 S., Fr. 42

Borchardt im Dienste Dantes

Zwanzig Jahre hatte er an einer deutschen Version der «Divina Comedia» (immer unterschied er an der ungewohnten, aber historisch korrekten Schreibung des Wortes mit einem m den Kundigen vom Ahnungslosen) gearbeitet, mit der er nicht etwa Dante ins Deutsche hatte übersetzen, sondern die literarhistorische…