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Veröffentlicht am 1. Juni 2026 von lyrikzeitung
208 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Cecilia Álvarez
(Geboren 1955 in La Palma)
STUMMER REGEN
Keine Musik enthält der Regen mehr,
er fällt nur
lärmend und anhaltend
und sickert kalt durch meine Füße,
die schon alleine sind.
Mit seinem Schritt verwehen Worte
und Erinnerung,
ich höre nur
das Getöse der Tropfen
und keine Stimme
die die Andenken zerreißen,
keine Hand
die die abgenutzten Vorhänge entfernt
aus der Zeit.
Es ist Wasser, nur Wasser,
Es ist stummer Regen
Der mich durchnässt, aber nicht benetzt
noch nicht einmal mir singt.
Übersetzung von Sofia Porscha, aus: Un día habrá una isla. Eines Tages wird es eine Insel geben. Veintitrés poetas canarios. Dreiundzwanzig kanarische Dichterinnen und Dichter. Poemas • Gedichte. Übersetzt von / traducido por Barbara Krüger de Quevedo, Margit Streblow, Sofia Porscha y José Pablo Quevedo. Hg./ed. María Gutiérrez, Antonio Arroyo Silva. Tübingen: Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 2025, S. 153
LLUVIA MUDA
Ya no tiene música la lluvia,
sólo cae
ruidosa y persistente
y escapa fría entre mis pies,
que ya están solos.
Se lleva a su paso palabras
y memoria,
sólo escucho
el estruendo de las gotas
y ninguna voz
rasgando los recuerdos,
ninguna mano
que aparte los ajados visillos
del tiempo.
Es agua, sólo agua,
es lluvia muda
que cala, pero no me moja
ni me canta.
Kategorie: Spanien, SpanischSchlagworte: Antonio Arroyo Silva, Cecilia Álvarez, Einsamkeit, Erinnerung, Gedichtanalyse, kanarische Dichterinnen, kanarische Lyrik, Lluvia muda, Lyrik von den Kanaren, María Gutiérrez, Regenmotiv, Sofia Porscha, spanische Poesie, Stummer Regen, Un día habrá una isla, zeitgenössische Lyrik, zweisprachige Gedichte
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