Kategorie: Senegal

79. Léopold Sédar Senghor-Lyrikpreis

Der internationale Léopold Sédar Senghor-Preis für Lyrik in französischer Sprache (Grand Prix International de Poésie de Langue Française Léopold Sédar Senghor) wurde gestern in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zum achtenmal verliehen. Er ging an den Dichter Frédéric Titinga Pacéré aus Burkina Faso, der die jungen Generationen Afrikas aufforderte, an ihre Kultur zu glauben.

Der Preis wurde 1998 durch die literarische Vereinigung “La Nouvelle Pléiade” begründet, schreibt die Agence de Presse Sénégalaise.

Nach einer anderen Quelle wurde der Preis 2006 zum ersten Mal verliehen. 2006 ging er an Jean Métellus (Haiti), 2008 an Fernand Ouellette (Kanada).

Anscheinend gibt es  einen oder eher mehrere weitere Preise gleichen oder ähnlichen Titels (vgl. L&Poe hier und  im WWW hier und hier).

71. Afrikanischer Lyrikpreis

Afrikanische Lyriker, die noch kein Buch veröffentlicht haben, können sich jetzt um einen neugestifteten Lyrikpreis, den nigerianischen Sillerman First Book Prize for Poetry, bewerben. Der Preis ist mit 1000 US-Dollar dotiert und schließt einen Verlagsvertrag ein.

Der jährlich veranstaltete Wettbewerb wird durch eine Spende der Philanthropen Laura and Robert F. X. Sillerman ermöglicht, die bereits den African Poetry Book Fund unterstützten.

Manuskripte von indestens 50 Seiten können bis zum 15.11. eingereicht werden. Der Sieger wird bis Anfang Januar auf der Website des  African Poetry Book Fund bekanntgegeben. Das Buch wird in den USA und in Senegal veröffentlicht. / Daily Trust

43. Senegalesische Lyrik in französischer Sprache

1920 veröffentlichte Ahmadou Mapaté Diagne den ersten afrikanischen Roman in französischer Sprache, der die französische Überlegenheit glorifizierte. Léopold Sédar Senghor, Birago Diop und David Diop waren die ersten Schriftsteller, die der zivilisatorischen Mission widersprachen und der Assimilation widerstanden. Sie genossen eine gründliche Ausbildung auf Französisch. Ihre Schriften offenbaren umfassende Beherrschung dieser Sprache. Man versteht, daß Senghors Bekenntnis völlig aufrichtig ist: “Ich denke Französisch; ich drücke mich auf Französisch besser aus als in meiner Muttersprache.” / Aus einer Besprechung des Buches “Die senegalesische Lyrik in französischer Sprache (1945-1982) von Sana Camara l’Harmattan, Wal Fadjri

La poésie sénégalaise d’expression française (1945-1982) – Par Sana Camara l’Harmattan – Sénégal 2011 – 201 pages 

13. United Colors of Bessungen mit Senghor

Der Bassist und Komponist Jürgen Wuchner unterrichtet an der Darmstädter Akademie für Tonkunst und leitet gemeinsam mit Uli Partheil die Jazz & Pop School Darmstadt. Die dort unterrichtenden Musiker bilden den Grundstock der “United Colors of Bessungen”.

Neue Kompositionen entstanden nach Lyrik von Leopold Senghor aus den Zyklen Chants de’l Ombre und Quartiers de Dakar. Ile de Gorée erinnert an eine Insel bei Dakar, die im Sklavenhandel eine Rolle spielte. Vielfältige Taktwechsel (7/4, 5/4, 6/4) dominieren die Form des Stückes Mermoz, einem lyrischen Thema, nach dem französischen Flugpionier und Lyrik-Liebhaber benannt, der 1930 den Direktflug von Saint-Louis im Senegal nach Brasilien wagte. / Rhein Main News

Jazz im Palmengarten: 4. August, 19:30
Frankfurt

103. Tchicaya U Tam’si-Preis

Seit 1990 vergibt das Afro-arabische Kulturforum in Assilah (Marokko) in jedem zweiten Jahr einen nach den kongolesischen Dichter Tchicaya U Tam’si (1931 – 1988) benannten Literaturpreis.  In diesem Jahr erhielt ihn der marokkanische Autor und Übersetzer Mehdi Akhrif und die senegalesische Autorin Fama Diagne Sene.

Mehdi Akhrif veröffentlichte seit 1979 Lyrik und Prosa und übersetzte u.a. Fernando Pessoa. Fama Diagne Sene, Direktorin der zentralen Universitätsbibliothek in Bambey (Senegal) veröffentlichte Lyrik, Novellen, Kindergeschichten, Romane und Dramen. Sie erhielt 1997 den  Grand Prix du Sénégal pour les Lettres und 2003 den Prix de la Poésie in Genf.

Der Preis wurde bisher u.a. an Edward J. Maunick (Insel Mauritius), René Depestre (Haïti), Ahmed Abdel Mo’ti Higazi (Ägypten) und Niyi Osundare (Nigeria) vergeben. Die Jury wird von dem senegalesischen Schriftsteller Alioune Badara Bey geleitet, der auch Präsident des senegalesischen Schriftstellerverbands ist. / El Watan 26.7.

58. Présence africaine

Die afrikanische Kulturwelt feierte gestern den 100. Geburtstag Alioune Diops. An seinem Wohnhaus in Saint-Louis, Senegal, wurde eine Tafel angebracht: “Hier lebte Alioune Diop (1910-1980), Gründer der Présence africaine”. “Die Toten sind nicht tot”. Mit diesem Vers des Dichters Birago Diop wurde die Gattin des Geehrten angesprochen. Alioune Diop war der erste Afrikaner, der rigoros das Amt des Verlegers ausübte. Der Gelehrte, Historiker, Philosoph und Verleger spielte eine bedeutende Rolle bei der Emanzipation Afrikas und seiner Diaspora.1949 gründete er den Verlag Présence africaine, der zahllosen Erzählern, Essayisten, Dichtern und Denkern des schwarzen Afrika Raum bot. / Le soleil (Dakar)

Die erste Ausgabe der wie der später gegründete Verlag “Présence africaine” betitelten Zeitschrift erschien 1947 gleichzeitig in Paris und Dakar. Zum Gründungskomité gehörten Michel Leiris, Paul Rivet, Jean-Paul Sartre, Albert Camus, André Gide, Théodore Monod, Richard Wright und Aimé Césaire. / Wikipedia (frz)

6. Dichtertreffen in Makedonien

Etwa 150 Dichter aus allen Teilen der Welt beteiligten sich an den diesjährigen Struga-Poesieabenden in Makedonien. Darunter sind Tomaž Šalamun (Slowenien), Ousman Sar-Sarus (Senegal), Vesna Atschevska (Makedonien) und Maram-al-Masri (Syrien). Diesjähriges Thema ist “Musik und Poesie”. Zur Eröffnung wurde ein Gedicht des makedonischen Modernisten Konstantin Miladinow zu Klavierbegleitung vorgetragen. Der junge Dichter Sar-Sarusch erhielt den Struga-Brücken-Preis der Unesco für das weltbeste Poesiedebüt (wie das ausgewählt wird, wird in dem Artikel aber nicht erwähnt). Mark Shobolev erhielt den Preis für makedonische Diasporalyrik. / Southeast Europe Times 31.8.