Lyrikzeitung & Poetry News

10. September 2011

43. Senegalesische Lyrik in französischer Sprache

1920 veröffentlichte Ahmadou Mapaté Diagne den ersten afrikanischen Roman in französischer Sprache, der die französische Überlegenheit glorifizierte. Léopold Sédar Senghor, Birago Diop und David Diop waren die ersten Schriftsteller, die der zivilisatorischen Mission widersprachen und der Assimilation widerstanden. Sie genossen eine gründliche Ausbildung auf Französisch. Ihre Schriften offenbaren umfassende Beherrschung dieser Sprache. Man versteht, daß Senghors Bekenntnis völlig aufrichtig ist: “Ich denke Französisch; ich drücke mich auf Französisch besser aus als in meiner Muttersprache.” / Aus einer Besprechung des Buches “Die senegalesische Lyrik in französischer Sprache (1945-1982) von Sana Camara l’Harmattan, Wal Fadjri

La poésie sénégalaise d’expression française (1945-1982) – Par Sana Camara l’Harmattan – Sénégal 2011 – 201 pages 

3. August 2011

13. United Colors of Bessungen mit Senghor

Einsortiert unter: Deutschland, Frankreich, Französisch, Senegal — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 17:51

Der Bassist und Komponist Jürgen Wuchner unterrichtet an der Darmstädter Akademie für Tonkunst und leitet gemeinsam mit Uli Partheil die Jazz & Pop School Darmstadt. Die dort unterrichtenden Musiker bilden den Grundstock der “United Colors of Bessungen”.

Neue Kompositionen entstanden nach Lyrik von Leopold Senghor aus den Zyklen Chants de’l Ombre und Quartiers de Dakar. Ile de Gorée erinnert an eine Insel bei Dakar, die im Sklavenhandel eine Rolle spielte. Vielfältige Taktwechsel (7/4, 5/4, 6/4) dominieren die Form des Stückes Mermoz, einem lyrischen Thema, nach dem französischen Flugpionier und Lyrik-Liebhaber benannt, der 1930 den Direktflug von Saint-Louis im Senegal nach Brasilien wagte. / Rhein Main News

Jazz im Palmengarten: 4. August, 19:30
Frankfurt

26. Juli 2011

103. Tchicaya U Tam’si-Preis

Seit 1990 vergibt das Afro-arabische Kulturforum in Assilah (Marokko) in jedem zweiten Jahr einen nach den kongolesischen Dichter Tchicaya U Tam’si (1931 – 1988) benannten Literaturpreis.  In diesem Jahr erhielt ihn der marokkanische Autor und Übersetzer Mehdi Akhrif und die senegalesische Autorin Fama Diagne Sene.

Mehdi Akhrif veröffentlichte seit 1979 Lyrik und Prosa und übersetzte u.a. Fernando Pessoa. Fama Diagne Sene, Direktorin der zentralen Universitätsbibliothek in Bambey (Senegal) veröffentlichte Lyrik, Novellen, Kindergeschichten, Romane und Dramen. Sie erhielt 1997 den  Grand Prix du Sénégal pour les Lettres und 2003 den Prix de la Poésie in Genf.

Der Preis wurde bisher u.a. an Edward J. Maunick (Insel Mauritius), René Depestre (Haïti), Ahmed Abdel Mo’ti Higazi (Ägypten) und Niyi Osundare (Nigeria) vergeben. Die Jury wird von dem senegalesischen Schriftsteller Alioune Badara Bey geleitet, der auch Präsident des senegalesischen Schriftstellerverbands ist. / El Watan 26.7.

11. Januar 2010

58. Présence africaine

Die afrikanische Kulturwelt feierte gestern den 100. Geburtstag Alioune Diops. An seinem Wohnhaus in Saint-Louis, Senegal, wurde eine Tafel angebracht: “Hier lebte Alioune Diop (1910-1980), Gründer der Présence africaine”. “Die Toten sind nicht tot”. Mit diesem Vers des Dichters Birago Diop wurde die Gattin des Geehrten angesprochen. Alioune Diop war der erste Afrikaner, der rigoros das Amt des Verlegers ausübte. Der Gelehrte, Historiker, Philosoph und Verleger spielte eine bedeutende Rolle bei der Emanzipation Afrikas und seiner Diaspora.1949 gründete er den Verlag Présence africaine, der zahllosen Erzählern, Essayisten, Dichtern und Denkern des schwarzen Afrika Raum bot. / Le soleil (Dakar)

Die erste Ausgabe der wie der später gegründete Verlag “Présence africaine” betitelten Zeitschrift erschien 1947 gleichzeitig in Paris und Dakar. Zum Gründungskomité gehörten Michel Leiris, Paul Rivet, Jean-Paul Sartre, Albert Camus, André Gide, Théodore Monod, Richard Wright und Aimé Césaire. / Wikipedia (frz)

1. September 2009

6. Dichtertreffen in Makedonien

Etwa 150 Dichter aus allen Teilen der Welt beteiligten sich an den diesjährigen Struga-Poesieabenden in Makedonien. Darunter sind Tomaž Šalamun (Slowenien), Ousman Sar-Sarus (Senegal), Vesna Atschevska (Makedonien) und Maram-al-Masri (Syrien). Diesjähriges Thema ist “Musik und Poesie”. Zur Eröffnung wurde ein Gedicht des makedonischen Modernisten Konstantin Miladinow zu Klavierbegleitung vorgetragen. Der junge Dichter Sar-Sarusch erhielt den Struga-Brücken-Preis der Unesco für das weltbeste Poesiedebüt (wie das ausgewählt wird, wird in dem Artikel aber nicht erwähnt). Mark Shobolev erhielt den Preis für makedonische Diasporalyrik. / Southeast Europe Times 31.8.

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