11. Aufruf

Senegal. Der Dichter Amadou Lamine Sall appelliert an die jungen Dichter seines Landes, die Nationalsprachen zu benutzen anstatt sich zwanghaft auf Französisch auszudrücken. „Ich sage den jungen Dichtern, daß sie nicht verpflichtet sind, auf Französisch zu schreiben, vor allem wenn sie die Sprache nicht richtig beherrschen (…), so als bliebe man ohne diese Sprache unbekannt.“ Jede Sprache müsse man respektieren, wenn man sich ihrer bedient, gleich ob Französisch,  Wolof, Serer, Pulaar, Mandinka usw. Man könne Werke von Schönheit in den nationalen Sprachen schaffen, anstatt koste es was es wolle auf Französisch schreiben ohne die Sprache zu beherrschen.

Amadou Lamine Sall, der selbst Träger des Grand prix der Académie française ist und immer auf Französisch geschrieben hat, betonte, es gebe in Senegal außergewöhnliche Autoren in den nationalen Sprachen. Er forderte die Regierung auf, Geld für die Übersetzung aus nationalen Sprachen ins Französische und andere internationale Sprachen wie Englisch, Spanisch oder Chinesisch bereitzustellen, ebenso wie für Übersetzungen aus diesen Sprachen. / APS

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