L&Poe ’17-08

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser,

img_4431seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound.  In der heutigen Ausgabe: Hadayatullah Hübsch, Kerstin Preiwuß, Sabine Scho, Stanisław Dróżdż, Shakespeare und manches andere. Lesen!

[✺] 

Die Themen in dieser Ausgabe

[✺]

Das neue Gedicht

Kerstin Preiwuß

Aus: Gespür für Licht: Gedichte. Berlin Verlag, 2016

Aus dem Kapitel „Frühling“

Selten so einen Frühling erlebt.
 Im April immer noch null Grad.
 Der Ostwind fegt vom Ural bis in die Mittelgebirge.
 Krähen brechen ihren Nestbau ab.
 Zugvögel treibt es zurück.
 Alles ist durchsichtig weil Laub fehlt.
 Das ist wie Leben unter dem Röntgengerät.

***

Der Morgen dickt mein Blut zu einer Suppe
 aber kalt 
tropft es durch den Leib 
und kippt von einem Organ ins andere. 
Ist doch schön in sich zu ruhn 
lächeln die Harpyien verbissen. 
Das Ohr an der Wand hör ich sie wimmern. 
Luft die durchs Fenster zieht.

***

Ich sitze am Fenster bis das Telefon schrillt 
betrachte die Bäume ob Wind sie bewegt 
während der Krankenwagen seine Kreise zieht. 
Jede Umkreisung formt einen Baumring. 
Ich rede kaum. 
Mein Atem ist laut. 
Ich halte meine Hand an den Bauch. 
Das Wasser schwappt gegen den Rand. 
Die Waage zittert leicht. 
Ich bin eine Höhle davor eine leere Hülle 
  danach. 
Taub leckt die Zunge die Mundöffnung ab. 
Nur meine Hände arbeiten der Körper ruht. 
Du bist noch ein Fremdwort. 
Atmest schwerelos in deinen Miniaturweltraum. 
Verzeih diese Zwangsabgeschiedenheit. 
Das übrig bleibende Nichtstun. 
Ich denke was soll ich sonst tun. 
Bin längst aus der Zeit geschwommen 
die mich wie ein Blutstrom umfließt. 
Eine Frau vom Stamm der Frauen 
sitzt auf ihrem Kind wie gepfählt. 
Von nun an bin ich an die Erde genäht.

***

Ich kann mir die Zukunft noch nicht genau vorstellen. 
Wird die Kommode jetzt schon verrückt 
oder hängt nur das Bild zu weit links an der Wand? 
Dagegen die Dinge die zuverlässig sind. 
Morgens die Zeitung und Post am Nachmittag. 
Husten wenn etwas die Luftröhre berührt. 
Beim Aufstehen schießt das Blut in die Beine zurück. 
Jeder Glockenschlag hackt Scheite vom Wimmelbild. 
Die Wörter greifen vor reichen nicht zurück. 
Alle Vergleiche münden ins Nichts. 
Phantomschmerzen von dem was man vermisst. 
Warten ist ein Ort für sich.

[zurück]
[✺]

Ex Libris: Hadayatullah Hübsch (2)

Sag ich ja, alles ist was andres als es ist, hinter allem steht was Essentielleres, alles steht immer für etwas andres, immer ein Bildchen im andern endlose Reihe, nichts darf auch mal selbst sein. Gab es keinen körperlichen Rausch, keinen Sex?. Weiter hier

[zurück]
[✺]

Wer den Lyrikavantgarden folgen will

muss sie zumeist auf Abwegen suchen, was nicht im Umkehrschluss heißen muss, dass ihre Protagonistinnen nicht hier und da schon zu Ruhm und Ehre gekommen wären, oder den Zug durch die Feuilletons und Goethe-Institute nicht längst angetreten hätten.
Aber selbst bekannte Vertreter
innen wie Ann Cotten, Elke Erb, Oswald Egger, Monika Rinck oder Ulf Stolterfoht sind der Off-Szene treu geblieben, lassen einige oder noch alle ihre Bücher dort verlegen, oder gründen gleich einen eigenen Lyrik-Verlag wie jüngst Ulf Stolterfoht die Brueterich Press.  Mehr hier

[zurück]
[✺]

Kladde

Gesehenes, Hingekritzeltes, Beiseitegesprochenes, Kommentare und Zitate, Stoßseufzer und Wutausbrüche aus diversen – meist digitalen – Postmappen und Kladden. Mal anonym, mal namentlich.

Nummer 1:

Sabine Scho  anstatt mir einfach das granteln zu gönnen, zwingen mich alle mehr kunst zu machen, die ihr dann alle gut finden müsst, ich protecte euch doch nur alle vor dem, was ihr wollt, machen ja auch die anderen immer schon so viel.
Mittwoch um 11:40

Sabine Scho und ich kann mich immer so schwer motivieren noch mehr von dem zu machen, was dann wieder nur ein paar handverlesene wollen. ich würde ja gern mal was machen, was echt viele wollen.
521 Antworten · Mittwoch um 11:41

Sabine Scho aber natürlich am liebsten so, wie ich es kann und will.

Nummer 2

Ricardo Domeneck Two comments made to one of my articles on ‚Deutsche Welle‘:

1. „Wise words! Thank you so much!“

2. „You, dear sir, need a psychiatrist urgently“

I personally do not think the two comments are mutually exclusive.

[zurück]
[✺]

Polnische Konkrete

Zu Unrecht bei uns kaum bekannte Beispiele konkreter Poesie von Stanisław Dróżdż (1939-2009) aus Wrocław, die man wegen der visuellen Komponente eben sehen kann, bevor man was versteht. Hier mit Wortübersetzungen

Vergeßlichkeit
Vergeßlichkeit

[zurück]
[✺]

Literaturförderung Ruhr

Für Oper und Ballett geben die Städte des Ruhrgebiets pro Jahr über 150 Millionen Euro aus. Für das Sprech-Theater über 50 Millionen. Und für die institutionelle Förderung der Literatur den vergleichsweise läppischen Betrag von rund 100.000 Euro. Mehr

[zurück]
[✺]

Gestorben

Am 13. starb Michael Naura. Rühmkorfleser (oder Leute, die in Greifswald den Grundkurs Textanalyse besucht haben, ggf. auch in Kombination) kennen ihn aus dem Gedicht „Haltbar bis Ende 1999“ als „den Krapotkin des Pianos“. Die Süddeutsche Zeitung schrieb:

Er konnte ein Porträt wie eine Novelle klingen lassen, aber auch richtig grob werden. Manche seiner Liebesgedichte an die Heroen des Jazz begannen wie Groupie-Lyrik, bevor sie plötzlich in einen Halbsatz echter Philosophie abbogen. Er schuf stehende Redewendungen wie den „akustischen Milchbrei“, wenn er seinen Jazz gegen die „Claydermansche Kotze“ abgrenzte, und auch Klassikattitüden bekamen regelmäßig ihr Fett weg, etwa wenn er den „revolutionären Gesellen“ Thelonious Monk gegen Chopin-Klimperer mit Perlenkette verteidigte. Michael Naura, der als Redakteur für Jazz im NDR bis 1999 und Autor zahlreicher Publikationen die Rezeption dieser Musik in Deutschland so intensiv prägte wie kaum ein anderer Journalist, war so etwas wie der Horst Janssen der Jazzkritik, ein dionysischer Furor, der in seinen Texten immer auch etwas über die eigene Biografie und das Zeitgeschehen mitlieferte.

(…) Am Montag ist der strengste Poet des verbalen Jazz mit 82 Jahren in Hollbullhüüs bei Husum gestorben. Thelonious Monk wird seinen besten Anwalt freudig im Pianistenhimmel begrüßen. Till Briegleb, Süddeutsche Zeitung 15.2.

[zurück]
[✺]

Die Shakespeare-Leseecke

geht weiter mit Sonett #26:

LOrd of my loue, to whome in vassalage

Deutsch von Dorothea Tieck:

Herr meiner Liebe, dessen heil'ge Banden

Hier die aktuelle und alle bisherigen Folgen

fullsizerender-59

[zurück]

[✺]

Neue Zeitschriften
  • Mütze #15. – scheiß latein und scheiß zentrale perspektive (Kobus). – Dinge, die man weiß, wenn man nicht an sie denkt. (Joubert). – Er schrieb nie ein Buch, er traf lediglich Vorbereitungen, eins zu schreiben. (Blanchot). – Dichter versuchen immer, Flüsse zu sein, formschön und seicht. Seid stattdessen Ozeane, weit und sehr tief. Und vergesst das Salz nicht. (Kelly). Mehr hier

[zurück]
[✺]

Kurz gesagt
  • Im Gegensatz zu Martina Hefter ist Jens Wonnebergers Roman politisch. / verstärker (so, so)
  • Rückert war auch ein Sprachgenie, berichtete Hub. Er beherrschte 44 Sprachen, darunter Arabisch, Armenisch, Russisch, Syrisch und Türkisch. Aber er hätte sich keinen Kaffee in Arabisch bestellen können, weil er diese Sprachen nur in der Schriftform beherrschte / mehr
  • University Days (one-line poem by Tom Raworth): this poem has been removed for further study

[zurück]
[✺]

Kurz berichtet
  • Von 6. März bis 4. April widmet sich die Alte Schmiede Modellpositionen des zeitgenössischen Hörspielschaffens: Mit HORCHPOSTEN II (Nachfolgeprojekt von Horchposten I im März 2016) lenkt die österreichische Autorin und Hörspielregisseurin FALKNER den Blick auf die Institutionen, die die Kunstform Hörspiel tragen, ermöglichen und fördern. An vier Abenden werden einerseits Hörspielredaktionen öffentlich-rechtlicher Sender vorgestellt, die mit ihren Produktionen die zeitgenössische Hörspielästhetik wesentlich prägen, andererseits studentische Hörspielprojekte vorgestellt. Wie bei Horchposten I werden auch diesmal exemplarische Hörspielproduktionen ganz oder in Ausschnitten zu hören sein, im Zentrum stehen aber die Gespräche mit RedakteurInnen, HörspielmacherInnen und -kritikern über Gegenwart und Zukunft einer Kunstform, die sich trotz schwindender finanzieller Mittel und der schwindenden öffentlichen Aufmerksamkeit beständig weiterentwickelt hat und auf ihrer künstlerischen Eigenständigkeit beharrt. Als Epilog zum Hörspielfestival präsentieren wir am 20. April den soeben erschienenen Band der Werkausgabe radiophone poesie von GERHARD RÜHM, der in über 50 Jahren Hörspielschaffen die Entwicklung einer radiophonen Kunst maßgeblich mitgeprägt hat.
  • Wole Soyinka hat seine Greencard zerstört. Wie der Guardian vor kurzem berichtete, hat der nigerianische Schriftsteller seine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für die USA nach dem Sieg von Donald Trump vernichtet. Das ist ein eindeutiges Statement des Literaturnobelpreisträgers, der mehrmals als Regierungskritiker im Gefängnis saß und später ins Exil ging. / Süddeutsche Zeitung 16.2.
  • März ist Monat der Poesie in der kanadischen Provinz Quebec. Hier gibts das Programm

[zurück]
[✺]

Lyrikkalender

Am 25. Februar ist viel passiert. Wie an jedem Tag natürlich, aber doch besonders. 1634 wurde Wallenstein in der Burg von Eger ermordet. (Das beliebte Epigramm „O Wallenstein, du großer Held / Bewundert viel, gescholten von der Welt / Im Tode doch blüht dir das Glück / Von Schillers Hand das hübsche Stück“  ist allerdings nicht von Friederike Kempner, sondern eine der vielen untergeschobenen Parodien). 1643 massakrieren niederländische Soldaten die Bewohner eines Indianerdorfs und spielen mit den abgeschlagenen Köpfen Ball. 1923 beenden französische Truppen die Existenz des versehentlich unbesetzten „Freistaats Flaschenhals“ am Rhein. 1932 wird Hitler gerade noch rechtzeitig deutscher Staatsbürger, um den Laden alsbald zu übernehmen. 1947 wird Paula von Preradovićs Gedicht Land der Berge, Land am Strome vom Ministerrat zum Hymnentext der Republik Österreich erklärt. (Es ist auch der Tag, an dem im Jahr 1147 das Wort Austria zum erstenmal verwendet wurde). Im gleichen Jahr, also 1947, wird der Staat Preußen aufgelöst. 1947 übernehmen die Kommunisten die Macht in der Tschechoslowakei. 1956 rechnet Nikita Chrustschow in einer „Geheimrede“ auf dem 20. Parteitag der KPdSU mit Stalins Verbrechen ab. Sie bleibt nicht lange geheim, außer im Ostblock.In der DDR erschien sie im Januar 1990. Bis zum Mauerbau war sie aber problemlos in Westberlin zugänglich. Der sowjetische Liedermacher Bulat Okudshawa sang über Chrustschow: „Конешно он был дураком. Natürlich war er ein Dummkopf. Aber vielleicht baun wir ihm noch mal ein Denkmal“. (Aber nicht unter Putin). 1969 verbrennt sich in Prag der Student Jan Zajíc aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings als Zweiter nach Jan Palach. 1991 wird der Warschauer Pakt aufgelöst.

Am 26. in der evangelischen Kirche Gedenktag für Mechthild von Magdeburg, deutsche Mystikerin.

Am 28. Februar 1933 nimmt die Abschaffung der Demokratie Fahrt auf. An diesem Tag (einen Tag nach dem Reichstagsbrand) erläßt Reichspräsident Paul von Hindenburg die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat. Die ermöglicht Hitler die baldige „Gleichschaltung“ Deutschlands. Am gleichen Tag wird Carl von Ossietzky verhaftet. – In Finnland ist Kalevala-Tag. An diesem Tag 1835 erschien die erste Fassung der Dichtung, die zum Nationalepos der Finnen wurde.

Der 1. März  war im alten Rom ursprünglich der kalendarische Jahresanfang, an welchem im Tempel der Vesta das heilige Feuer entzündet wurde. Er wurde 153 v. Chr. auf den 1. Januar vorverlegt.Am 1. März 1700 holten die meisten protestantischen deutschen Länder mit großer Verspätung die Gregorianische Kalenderreform nach. Dem 18. Februar folgte der 1. März. Schweden folgte am 1. März 1753.

Am 3. März 1931 wird das 1814 gedichtete Star-Spangled Banner (Francis Scott Key) Nationalhymne der USA.

Geburtstage haben am 25. Februar 1591: Friedrich Spee, deutscher Dichter, 1651: Quirinus Kuhlmann, deutscher Dichter, Prophet und Mystiker, 1725: Karl Wilhelm Ramler, „deutscher Horaz“, 1822: Lew Alexandrowitsch Mei, russischer Dichter, 1842: Karl May, deutscher Auflagenmillionär, 1867: Rudolf Tarnow, plattdeutscher Schriftsteller, 1871: Lesja Ukrainka, ukrainische Dichterin († 1913), 1882: B. Traven, 1855: Cesário Verde, portugiesischer Schriftsteller († 1886), 1907: Sabahattin Ali, türkischer Dichter († 1948), 1943: George Harrison, am 26. Februar 1564: Christopher Marlowe, englischer Dichter (Taufdatum), 1590: Johann Lauremberg, niederdeutscher Schriftsteller, 1780: August Thieme, deutscher Dichter, 1802: Victor Hugo, französischer Dichter, 1864: Antonín Sova, tschechischer Dichter, 1873: Yosano Tekkan, japanischer Lyriker, 1881: Janus Djurhuus, färöischer Dichter, 1889: Otto Riethmüller, geistlicher Dichter, 1898: Konstantin Biebl, tschechischer Dichter, 1900: Halina Konopacka, polnische Diskuswerferin und Dichterin, 1901: Alexandr Hořejší, tschechischer Dichter, 1913: Hermann Lenz, deutscher Schriftsteller, 1913: George Barker (englischer Dichter, wurde von TS Eliot veröffentlicht und hatte 15 Kinder), 1919: Kuroda Saburō, japanischer Lyriker, 1936: Edward Dickinson Blodgett, kanadischer Lyriker, 1944: Charles Lillard, kanadischer Dichter, 1944: Christopher Hope, südafrikanischer Dichter, 1950: Ott Arder, estnischer Dichter, 1958: Michel Houellebecq, französischer Schriftsteller,  am 27. Februar 1607: Christian Keimann, Kirchenlieddichter, 1770: Don Juan Bautista Arriaza y Superviela, spanischer Dichter, 1797: Wilhelm Meinhold, Schriftsteller aus Usedom, 1807: Henry Wadsworth Longfellow, amerikanischer Dichter, 1875: Manuel Ugarte, argentinischer Schriftsteller,  1904: James T. Farrell, amerikanischer Schriftsteller, 1912: Kusumagraj, indischer Schriftsteller (Marathi – sein Geburtstag wird heute als Tag der Marathisprache in den Bundesstaaten Maharashtra und Goa begangen), 1912: Lawrence Durrell, britischer Schriftsteller, 1925: Kenneth Koch, amerikanischer Dichter, 1926: Elisabeth Borchers, 1933: Edward Lucie-Smith, britischer Dichter aus Jamaika, am 28. Februar 1533: Michel de Montaigne, 1775: Sophie Tieck, Dichterin im Schatten ihres Bruders Ludwig, 1812: Berthold Auerbach, 1817: Ryszard Wincenty Berwiński, polnischer Dichter, 1866: Wjatscheslaw Iwanow, russischer Dichter, 1872: Marjana Domaškojc, sorbische Dichterin, 1901: Rudolf Nilsen, norwegischer Dichter, 1909: Stephen Spender, englischer Dichter, 1928: Mohammad Ibraheem Khwakhuzhi, afghanischer Schriftsteller, 1929: John Montague, amerikanischer Autor, 1946: Ludwig Hirsch, österreichischer Schauspieler und Liedermacher; wer am 29. Februar Geburtstag hat, wird auf März vertröstet, das betrifft den amerikanischen Lyriker Howard Nemerov (1920); am 1. März 40: Martial, römischer Dichter, 1610: Johann Balthasar Schupp, geistlicher Dichter und Satiriker, 1701: Johann Jakob Breitinger, Schweizer Gelehrter, 1886: Oskar Kokoschka, österreichischer Maler, schrieb auch Gedichte und Dramen, 1892: Akutagawa Ryūnosuke, japanischer Dichter, 1893: Mercedes de Acosta, amerikanischer Schriftsteller, 1917: Robert Lowell, amerikanischer Dichter, 1934: Jacques Chessex, französischsprachiger Schweizer Schriftsteller, 1939: Tzvetan Todorov, bulgarischer Schriftsteller und Theoretiker, 1941: Robert Hass, amerikanischer Dichter, 1943: Franz Hohler, Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher, 1967: Franzobel, österreichischer Schriftsteller, am 2. März 1651: Carlo Gimach, maltesischer Architekt und Dichter, 1800: Jewgeni Abramowitsch Baratynski, russischer Dichter, 1817: János Arany, ungarischer Dichter, 1820: Eduard Douwes Dekker (Multatuli), niederländischer Schriftsteller, 1862: John Jay Chapman, amerikanischer Dichter, 1888: Norbert von Hellingrath, Hölderlinforscher und -herausgeber, 1904: Dr. Seuss, amerikanischer Dichter, 1905: Geoffrey Grigson, britischer Dichter, 1927: Olivier Larronde, französischer Dichter, 1943: Peter Straub, amerikanischer Dichter, am 3. März 1807: Kazimierz Władysław Wóycicki, polnischer Schriftsteller, sammelte Sprichwörter,  Volkslieder und Volksmärchen der Polen, Kleinrussen (Ukrainer) und Weißrussen, 1816: Jan Arnošt Smoler, bedeutender Vertreter der nationalen Wiedergeburt der Sorben, 1887: Kurt Wolff, deutscher Verleger („Der jüngste Tag“), 1899: Juri Olescha, russischer Schriftsteller, 1901: Otto Müller, Verleger Trakls, 1903: Rabbe Enckell, finnischer Dichter, 1904: El Duque del Morteruelo, spanischer Dichter, 1922: Alexandru Vona, rumänischer Schriftsteller, 1926: James Merrill, amerikanischer Schriftsteller

Todestage am 25. 1547: Vittoria Colonna, italienische Dichterin, 1655: Daniel Heinsius, niederländischer Dichter, 1689: Khushal Khan Khattak, paschtunischer Nationaldichter ohne Nation (Pakistan/Afghanistan), 1756: Eliza Haywood, englische Dichterin (* 1693), 1798: Louis Jules Mancini Mazarini, französischer Dichter und Diplomat ( 1716), 1819: Manuel do Nascimento, portugiesischer Lyriker, 1831: Friedrich Maximilian Klinger, deutscher Schriftsteller („Sturm und Drang“) ( 1752), 1852: Thomas Moore, irischer Dichter (* 1779). 1865: Otto Ludwig, deutscher Schriftsteller, 1870: Henrik Hertz, dänischer Schriftsteller, 1945: Mário Raúl de Morais Andrade, brasilianischer Schriftsteller, 1952: Saitō Mokichi, japanischer Lyriker, 1978: Hugo Friedrich, Romanist („Die Struktur der modernen Lyrik“), 1980: Robert Hayden, amerikanischer Dichter (* 1913), 1983: Tennessee Williams, amerikanischer Schriftsteller (* 1911), 2001: Archie Randolph Ammons, US-amerikanischer Lyriker, am 26. 1266: Manfred, König von Sizilien, Figur bei Dante und Byron, 1723: Thomas d’Urfey, englischer Dichter, 1989: Mouloud Mammeri, algerisch-kabylischer Schriftsteller (Herausgabe und Nachdichtung der Gedichte des kabylischen Dichters Si Mohand-ou-Mohand), 2016: Karl Dedecius, deutscher Übersetzer, am 27. 1878: Mirza Fatali Achundow (Achundzade, Akhundzade), aserbaidschanischer Schriftsteller, Alphabetreformer, „Orientalische Elegie auf Puschkins Tod“ (1837), 1881: Boleslav Jablonský, tschechischer Dichter, 1920: Ludwig Rubiner, deutscher Dichter (Kameraden der Menschheit, 1919; Kriminalsonette), 1943: Kostis Palamas, griechischer Dichter, 1950: Yvan Goll, deutsch-französischer Schriftsteller, 2002: Spike Milligan, irischer Komiker, Schriftsteller und Jazz-Musiker, am 28. Februar 1544: Francesco Maria Molza, italienischer Dichter, 1658: Johann Lauremberg, niederdeutscher Schriftsteller, 1856: Helmina von Chézy, deutsche Dichterin und Librettistin (Carl Maria von Weber, Franz Schubert), 1869: Alphonse de Lamartine, französischer Dichter, 1928: Emerenz Meier, bayrische Volksdichterin, 1940: Andreas Heusler, Schweizer Germanist (Deutsche Versgeschichte), 1946: Eriks Ādamsons, lettischer Schriftsteller, 1987: Karl Emerich Krämer (George Forestier), 1989: Hermann Burger, Schweizer Schriftsteller, 2005: Mario Luzi, italienischer Lyriker, am 1. März 912: Ki no Haseo, japanischer Dichter, 1620: Thomas Campion, englischer Komponist und Dichter, 1633: George Herbert, englischer Schriftsteller, 1875: Tristan Corbière, französischer Lyriker, 1936: Michail Kusmin, russisch-sowjetischer Schriftsteller, 1938: Gabriele D’Annunzio, italienischer Schriftsteller, 1968: Georg von der Vring, deutscher Schriftsteller, 1971: František Hrubín, tschechischer Schriftsteller, 1978: Paul Scott, englischer Schriftsteller, 2002: Artur Märchen, einer der Berliner Malerpoeten, am 2. März 274: Mani, persischer Prophet und Religionsstifter (Manichäismus), 1606: Martin Moller, deutscher Mystiker und Kirchenlieddichter, 1788: Salomon Gessner, Schweizer Dichter, 1916: Elisabeth zu Wied, Königin von Rumänien und deutsche Dichterin (Carmen Sylva), 1930: D. H. Lawrence, britischer Schriftsteller, 1949: Sarojini Naidu, indischer Dichter, 1975: Murano Shirō, japanischer Lyriker, 1976: Adolf Maurer, Schweizer Dichter, 1991: Serge Gainsbourg, französischer Chanson-Dichter und -Sänger, 2002: Halfdan Rasmussen, dänischer Lyriker, 2014: Ryhor Baradulin, weißrussischer Dichter, am 3. März 1806: Heinrich Christian Boie, Hainbund, Mitherausgeber des Göttinger Musenalmanachs, 1931: Otto Reutter, Sänger und Liederdichter, 1958: Theodor Kramer, österreichischer Lyriker, 1996: Léo Malet, französischer Krimischriftsteller und Dichter, 2011: Friedhelm Kemp, Übersetzer (Baudelaire)

[zurück]
[✺]

Bücherbord

Neu im L&Poe-Regal:

  • Katerina Angelaki-Rooke, Die Engel sind die Huren des Himmelreichs. Gedichte, übersetzt von Jorgos Kartakis und Dirk Uwe Hansen mit einem Nachwort von Spyros Aravanis. Leipzig: Reinecke & Voß, 2017
  • Kathrin Bach: Schwämme. Gedichte. Köln: parasitenpress, 2017
  • Mara Genschel: Cute Gedanken. roughbooks 042, 2017
  • Adrian Kasnitz: Kalendarium #3. Gedichte. Köln: parasitenpresse, 2017
  • Kollektiv Pik 7 (Angelika Waniek, Martina Hefter, Ulrike Fiebig): Stellen Sie sich vor, Sie haben Hühner, wollen aber Rosen. Leipzig [2017]

[zurück]
[✺]

Zum Schluß Hansjürgen Bulkowskis Poetopie

endlich im Heute angelangt – worauf warten wir noch?

[zurück]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: