Kategorie: Kanada
84. Poesiefestival von Montréal
Das 14. Poesiefestival von Montréal, veranstaltet von der Maison de la poésie, findet vom 27.5.- 2.6. 2013 statt. Mexiko steht in diesem Jahr im Mittelpunkt. Die Veranstaltung ist offen für alle Ausdrucksformen der zeitgenössischen Poesie. 150 Dichter, Schriftsteller und Künstler aus allen Bereichen nehmen am Festival an verschiedenen Orten der Stadt teil in rund vierzig reichhaltigen und abwechslungsreichen Aktivitäten, von denen viele auf Französisch und Spanisch präsentiert werden.
Unter dem Motto 25 Jahre Austausch zwischen Mexiko und Québec wird das Festival die Aufmerksamkeit auf die langjährigen Verbindungen der Dichter beider Nationen lenken. / Mehr
U.a. mit Hubert Antoine, Élise Turcotte, Yolande Villemaire et Paloma Martinez, Claude Beausoleil, Bernard Pozier, Nicole Brossard, Émile Martel, Marco Antonio Campos, Silvia Eugenia Castillero, Gabriel Martín, Cristine Carmona, Mathilia Daudier, Alain Dumont, Carole Dupuis, Denis Gendron, Diane Lavigne, Maria Bautista, José Villagomez, Taulina Gonzalez, Louise Berthiaume, Maria Helena Monge, Réjean Morel, Carole Roy
Hier das komplette Programm
45. poesiefestival berlin
Das 14. poesiefestival berlin fragt nach den Orten der Dichtkunst, nach der „Heimat Poesie“. Vom 7.-15. Juni 2013 präsentiert die Literaturwerkstatt Berlin in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Bandbreite und Vielseitigkeit internationaler zeitgenössischer Dichtkunst.
Zu Gast sind u.a. Christian Bök (Kanada), Breyten Breytenbach (Südafrika), TJ Dema (Botswana), Oswald Egger (Südtirol), Kosal Khiev (USA/Kambodscha), Ursula Krechel (Deutschland), Ise Lyfe (USA), Nikola Madzirov (Mazedonien), Luis García Montero (Spanien), Don Paterson (UK), Tomaž Šalamun (Slowenien), Ana Tijoux (Chile), Natan Zach (Israel) und Adam Zagajewski (Polen).
Hier das komplette Programm.
Kartenvorverkauf
Vorverkauf in der Akademie der Künste
Tel 030. 200 57-1000/-2000
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten
Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte
Täglich 10:00–19:00
Im Internet unter: www.adk.de oder www.poesiefestival.org
Festivalpass, gültig für alle Veranstaltungen:
60 EUR/40 EUR, erhältlich in der Akademie der Künste.
Ort
(soweit nicht anders angegeben):
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
S-Bahn Bellevue / U9 Hansaplatz/ Bus 106
Informationen
Literaturwerkstatt Berlin
Tel 030. 48 52 45 0
www.literaturwerkstatt.org
102. Gestorben
Der Schriftsteller und Verleger Clément Marchand starb im Alter von 100 Jahren in Trois-Rivières (Kanada). In seinen Gedichten beschwor er die urbane Welt Quebecs. In seiner langen Karriere gewann er etliche Literaturpreise, darunter zweimal (1939 und 1942) den Athanase-David-Preis. Er war Mitglied der Académie des Lettres von Québec. 1979 begründete er einen Literaturpreis, der 2001 seinen Namen erhielt. / Actualitté
93. Weltklang
Weltklang – Nacht der Poesie
Das 14. poesiefestival berlin eröffnet mit einem Feuerwerk zeitgenössischer Poesie, von klassischer Dichtung über Soundpoesie, Videopoesie und Performance bis zu Spoken Word. Die Stars der internationalen Dichtkunst kommen am 7.6.2013 zu Weltklang – Nacht der Poesie in der Akademie der Künste, Hanseatenweg, zur poetischen Standortbestimmung. Einmal mehr zeigt Weltklang – Nacht der Poesie, die Vielfalt internationaler Gegenwartslyrik, die Unterschiedlichkeit nicht nur der Sprachen, auch der poetischen Ansätze und Themen. Mit dabei sind Christian Bök (Kanada), TJ Dema (Botswana), Oswald Egger (Österreich), Ursula Krechel (Deutschland), Iman Mersal (Ägypten), The Maw Naing (Myanmar), Luis García Montero (Spanien), Don Paterson (UK) und Natan Zach (Israel).
Weltklang ist ein Konzert aus Stimmen, in Sprachen und Versen. Die Dichter lesen in ihrer Muttersprache, ohne eingesprochene Übersetzung – eigens für diesen Abend erscheint eine Anthologie mit den deutschen Übersetzungen der Gedichte.
Das 14. poesiefestival berlin findet statt vom 7.-15.6. 2013 in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin.
Weitere Informationen unter www.poesiefestival.org
Das poesiefestival berlin ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin in Kooperation mit der Akademie der Künste und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
88. Brouhaha
Poets, especially Canadian poets, can be a fractious lot.
There have been recent public battles between various prominent Canadian poets, mostly notably between Jan Zwicky and Michael Lista on the relevance of criticism. Heated words like “illiterate” and “incompetent” and “stupid” were deployed in a war waged on the pages of the National Post. Veteran Ontario poet Stuart Ross and Calgary surrealist poet Sheri-D. Wilson – the “Mama of Dada” – went at it over the value of spoken word, i.e. “performance poetry.” She likes it, he doesn’t. It got ugly at Edmonton’s Stroll of Poets Society around the turn of the Century when a group of spoken word poets seized control of the board, angering the traditional poets who started the event.
And now there’s controversy at the Edmonton Poetry Festival, which runs April 21-28 at venues around town.
The latest poetic brouhaha is over the selection of musician Kris Demeanor as Calgary’s inaugural Poet Laureate. / Wayne Arthurson, gigcity
79. Léopold Sédar Senghor-Lyrikpreis
Der internationale Léopold Sédar Senghor-Preis für Lyrik in französischer Sprache (Grand Prix International de Poésie de Langue Française Léopold Sédar Senghor) wurde gestern in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zum achtenmal verliehen. Er ging an den Dichter Frédéric Titinga Pacéré aus Burkina Faso, der die jungen Generationen Afrikas aufforderte, an ihre Kultur zu glauben.
Der Preis wurde 1998 durch die literarische Vereinigung “La Nouvelle Pléiade” begründet, schreibt die Agence de Presse Sénégalaise.
Nach einer anderen Quelle wurde der Preis 2006 zum ersten Mal verliehen. 2006 ging er an Jean Métellus (Haiti), 2008 an Fernand Ouellette (Kanada).
Anscheinend gibt es einen oder eher mehrere weitere Preise gleichen oder ähnlichen Titels (vgl. L&Poe hier und im WWW hier und hier).
28. Gestorben
Serge Dion, der Gründer des Salon du livre und der Autoren- und Autorenvereinigung im Outaouais in Quebec (AAAO, Association des auteurs et auteures de l’Outaouais), starb am vorigen Wochenende in Gatineau. Der Minister für Kultur und Kommunikation, Maka Kotto, würdigte den frühzeitig mit 59 Jahren Verstorbenen, der Gedichtbände, Radiochroniken und Szenarien verfaßt, Konferenzen über seine Vision von Poesie veranstaltet und sein Leben der Poesie Quebecs gewidmet habe. / Canoe.ca
106. Gestorben
Der kanadische Schriftsteller Yves Boisvert starb am Sonntag im Alter von 62 Jahren an Lungenkrebs. 1985 war er an der Gründung des internationalen Poesiefestivals Trois-Rivières. beteiligt. Er wurde u.a. mit dem Prix du Gouverneur général (1992 für La balance du vent) und dem Félix-Antoine-Savard-Preis (2003 für sein Gesamtwerk) ausgezeichnet. / Radio Kanada
120. To Whom It May Concern
Tom Marshall
To Whom It May Concern
This book-panelled room is moving
at a great speed throughout the universe
(and this is the kind of statement
my panelled reviewers loathe).
I am not on any drug, even alcohol.
I am not hallucinating. (I suspect I am incapable of it.)
Everything is exactly as it is.
And this panelled room is moving
at a great speed throughout the universe.
Wens was angeht
Dieses buch-panellierte Zimmer bewegt sich
mit hohem Tempo durch das Universum
(und das ist die Sorte Mitteilung die
meine panellierten Kritiker nicht mögen).
Ich bin nicht auf Drogen, nicht einmal Alk.
Ich halluziniere nicht. (Bin nicht einmal fähig dazu).
Alles ist exakt so wie es ist.
Und dieses panellierte Zimmer bewegt sich
mit hohem Tempo durch das Universum.
Muß die Übersetzung das Gedicht erklären? Das Verb to panel bedeutet auskleiden, täfeln. Hier ist es zuerst das mit Büchern zu”tapezierte” Zimmer. Beim zweitenmal wird es in übertrtagener Bedeutung verwendet. Was ist ein panellierter Kritiker? Im Rechtswesen ist panel die Besetzung der Jury. Paßt das? Ein “bestallter”, quasi amtlicher Kritiker? Ich entscheide mich dafür, das Fremdwort stehnzulassen. So bekommt der Leser Gelegenheit, das dreimalige Vorkommen des gleichen Wortes zu sehen und selber zusammenzureimen. “Alles ist exakt so wie es ist”. Na bitte!
Der kanadische Schriftsteller Tom Marshall lebte von 1938 bis 1993. Er schrieb Gedichte, Essays und Erzählprosa.
106. Handwritten
Mitte der Fünfzigerjahre trug der amerikanische Dichter Allen Ginsberg erstmals sein bekanntestes Gedicht „Howl!“ vor. Das dreiteilige Poem spritzt so viel Gift wie die wildesten Rock-’n'-Roll-Songs, die damals aus den Radios brüllten. Was manchen bloß wie selbstbezügliche Glosse anmutete, war eine konzise Reflexion der Kultur der Beat Generation, die mit Jazz, Drogen und Literatur die Welt, wie man sie bis dahin kannte, aus den Angeln zu heben trachtete.
Popmusik und Popliteratur – sie gehen seither öfters Hand in Hand. „Howl!“ heißt auch ein Song auf „Handwritten“, dem vierten Album der aus New Brunswick stammenden Rockband The Gaslight Anthem. / SAMIR H. KÖCK, Die Presse