Schlagwort: Jürgen Ritte

L&Poe 21 | September 2017

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tageszeitung, jetzt als Magazin mit Nachrichten aus der Welt der Poesie und der Poesie der Welt. Poetry is news that stays news, sagt Pound. Heute zwei Schwerpunkte. Vor 150 Jahren starb…

Gestorben

Vor kurzem erhielt er noch einen Preis für sein Gesamtwerk und präsentierte das Projekt Ruinen der Zukunft. Jetzt ist Michel Butor, einer der „Miterfinder“ (NZZ) des Nouveau Roman, der auch Dichter und Essayist war, kurz vor seinem 90. Geburtstag gestorben, meldet der Figaro. In seinen…

Suche nach der Durchlässigkeit des Wortes

Nach anfänglichen Studien der Mathematik und der Naturwissenschaften zog es ihn, ausgelöst wohl durch die Lektüre Hegels, Heideggers, aber auch Kierkegaards, zur Philosophie. Bald aber kommt es zu einem Bruch. Bei Jean Wahl liefert Bonnefoy zwar noch eine Magisterarbeit ab, doch hat eine andere…

39. Raymond Roussel

Sein Leben war wie ein Roman, allerdings wie einer von ihm selbst: Der französische Schriftsteller Raymond Roussel (1877 bis 1933) gibt Rätsel auf. Auch neu erschlossene Texte lösen sie nicht restlos. (…)  alles, was man zu Leben, Werk und Sterben dieses von den Surrealisten gefeierten,…

48. Mechanik und Esprit

Auf eine andere Art exotisch wirkt in einer nach dem Authentischen, Eigentlichen, Unmittelbaren gierenden Leserwelt jene Gruppe der französischen Schriftsteller, die sich «Oulipo» abkürzt (auf Deutsch: «Werkstatt für potenzielle Literatur») und die der Pariser Romanist Jürgen Ritte einem begeisterten Publikum in einer Hotelbar vorstellte….

47. Hunderttausend Milliarden Gedichte

Eines der eindrücklicheren Beispiele dafür lieferte Queneau selbst mit seinen «Hunderttausend Milliarden Gedichten». Er schrieb zehn (!) Sonette, deren Zeilen beliebig ausgetauscht werden können, was zehn hoch vierzehn Kombinationen erlaubt. Geschätzte Lesezeit: je nach Tempo zwischen 90 und 190 Millionen Jahre. Kleine Lesehilfe: Die…