Schlagwort: deutschsprachige Lyrik
Veröffentlicht am 11. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Es geht um Gott
wie er in der Dachkammer sitzt
und seine Strümpfe stopft
weil er sich nicht von ihnen trennen kann //
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Veröffentlicht am 7. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Mit dreizehn erlebt ein Junge die Scheidung seiner Eltern und sieht, wie sich ein Mann vor seinen Augen anzündet. Michael Köhlmeiers Gedicht erzählt das Verstörende fast ohne Kommentar – und endet mit der Flucht aus einem „unerforschten Haus“.
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Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Als er dreizehn war, österreichische Lyrik, Der Liebhaber bald nach dem Frühstück, deutschsprachige Lyrik, dreizehn Jahre, Edition Lyrik Kabinett, Erinnerung, Erwachsenwerden, erzählendes Gedicht, Familie, fehlende Liebe, Gegenwartslyrik, Hanser Verlag, Jugend, Kindheit, Liebe, Lyrik Kabinett, Michael Köhlmeier, Mutter, Scheidung, Scheidung der Eltern, Vater, verstörende Erfahrung
Veröffentlicht am 5. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Ich bin ein Fremdling, einst war ich ein Dichter.
Ich bin der letzte Morgengast der müden Hur.
Ich bin die Wand, die alles hört und nichts sagt.
Ich bin ein Licht, das die Nacht über beim Sterbenden brennt.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Anapher, Blinder, deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Dichter, Einsamkeit, Fels, Fremdheit, Fremdling, Himmel, Ich bin, Ich bin ein Fremdling einst war ich ein Dichter, Identität, Jakob Haringer, Jakob Haringer Gedichte, Jakob Haringer Schwermut, Kind, Komm heilige Melancholie, Lamm, Ludwig Völker, Lyrik des 20. Jahrhunderts, Melancholie, Melancholie Gedichte, Näherin, Reclam, Schiffer, Schwermut, Schwermut Gedicht, Selbstverlust, Stern, Tod, Trostlosigkeit, Verzweiflung
Veröffentlicht am 4. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Die Fragen sind falsch gestellt und treiben dennoch weiter: vom Fluss hinaus auf die offene See. Uwe Kolbes Gedicht „Die Fragen“ verbindet eine nächtliche Flusslandschaft mit der Frage nach Bedeutung, Erinnerung und einer paradoxen Hoffnung auf Reinigung im Schiffbruch.
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Veröffentlicht am 3. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Goethe steigt ins Auto, gibt Gas, brüllt „Ins Freie!“ und bricht den Scheibenwischer ab:
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Veröffentlicht am 1. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Neurodermitische Straßen, ein Navigator ohne Netz, Vollmondregeln, Rosettenmeerschweinchen, Großmutter im Pflegeheim und Gastarbeiter, die in schwarzer Erde wühlen: Slata Roschals Gedicht verbindet scheinbar Zusammenhangloses zu einer irritierenden Bestandsaufnahme der Gegenwart.
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Veröffentlicht am 30. September 2026
von lyrikzeitung
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Sie stehen am Grabstein und frieren. Die Nase des Größten ist rot. Drei sinds. Der Rest lässt nett grüßen. Sie schweigen. John Keating ist tot.
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Veröffentlicht am 29. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein Auge sieht Innenwelten außen, die Zukunft als Rückblende und das Vergehen als Werden: Stan Lafleurs Gedicht aus der Anthologie Cinema entfaltet in einem einzigen langen Satz eine Poetik des Sehens – traumklar, filmisch und verstörend.
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Veröffentlicht am 28. September 2026
von lyrikzeitung
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Durch den Nachsiebzigerleib
Schiebt mir das Vorderhirn
Einen Vers durch den Zwerch
Der als er beim Kehlkopf
Seine Wucht im Zartgaren findet
Sich aufpflopft und
Die Wörter wie Tropfen verperlt
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Veröffentlicht am 26. September 2026
von lyrikzeitung
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„ausgeleuchtete zellräume & künstlich beatmete hochhäuser“: Simone Kornappels „PARANOIA POLAROID“ ist eine Momentaufnahme urbaner Überreizung. Architektur, Verkehr, Körper, Elektrizität und Bildschirm verschalten sich zu einem einzigen nervösen Organismus – bis zum „kammerflimmern / [off beat]“.
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Veröffentlicht am 22. September 2026
von lyrikzeitung
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„Aus dir wär wohl eine feine Nachtigall geworden“: In Esther Kinskys „I Nachtigall“ beginnt Nives am gemeinsamen Tisch zu singen. Doch ihr Gesang wird immer lauter, greller und fremder. Ein eindringlicher Text über Stimme und Sprache, Zuhören und Schmerz, Körper und Verstummen.
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Veröffentlicht am 11. September 2026
von lyrikzeitung
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„Zahniger Zorn, / ich zätsche, / zundere, / zaibe.“ In „Zrtsch“ treibt Paul Celan die Sprache an eine Grenze, an der Wörter zu Lauten werden und zugleich neue Wörter entstehen. Zischen, Härte, Stottern und Körperlichkeit bestimmen dieses kurze, verstörende Sprachgedicht.
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Kategorie: Deutsch, FrankreichSchlagworte: Ah ein Herz verstehe, deutschsprachige Lyrik, Hirn, Jakob Leiner, Körper, Krankheit, Laut, Neologismus, Paul Celan, Quintus Verlag, Sprache, Sprachspiel, Sprachzerlegung, Wortneuschöpfung, Zahniger Zorn, Zorn, Zrtsch
Veröffentlicht am 8. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein Abend für Irmgard Senf mit den Autorinnen Silke Peters und Ulrike Sebert.
Wir erinnern uns an unsere Begegnungen, an unsere gemeinsamen Unternehmungen mit der Autorin, lesen ihre Texte, zeigen Archivfunde, interviewen das Publikum und diskutieren über Praktiken des künstlerischen und emotionalen Lebens/Überlebens in restriktiven Zeiten.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Archivfunde, Autorinnen, Bergen auf Rügen, DDR, deutschsprachige Lyrik, Druckhof Gampe, emotionales Überleben, Erinnerung, Erinnerungsabend, Fallada-Haus, Fallada-Haus Greifswald, Greifswald, Helmut Senf, Irmgard Senf, künstlerisches Leben, Konkrete Poesie, Literaturgeschichte, Literaturveranstaltung, Nichts Gedicht, Nichts und Nichtnichts, restriktive Zeiten, Silke Peters, Sprachspiel, Texte, Ulrike Sebert, Ungleiche Linien, zeitgenössische Lyrik
Veröffentlicht am 6. September 2026
von lyrikzeitung
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„ich lache, daß die Wände / sich drehen“ – aber auch dieses Lachen ist Trug: „denn ich weine“. Robert Walsers „Trug“, ein knappes Gedicht aus seinen literarischen Anfängen, erstmals 1899 in der Wiener Rundschau veröffentlicht.
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Veröffentlicht am 20. August 2026
von lyrikzeitung
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Trauert Prag
um meinen Traum?
Mein Traum
trauert um Prag
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Kategorie: Österreich, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Czernowitz, deutschsprachige Lyrik, Exil, Franz Kafka, Großstadtlyrik, Hradschin, Literaturstadt Prag, Prag, Reclam, Rose Ausländer, Sehnsucht, Traum
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