Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
nennt sich ein Intelligenztest im Internet, mit dem auf eine bestimmte Sprachbegabung geschlossen werden soll. … Und es gibt jetzt auch eine gleichnamige Künstlerzeitschrift, die eigentlich ein Künstlerbuch ist und 34 Autoren und Künstler mit Originalarbeiten, Texten und Medien versammelt. Band 1 handelt vom… Continue Reading „55. »Vokabelkrieger«“
Im Kapitel „Kritiker in der Kritik“ in „Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000“ zitiere ich auf den Seiten 129 und 134 diese beiden Zweiteiler, die den einen oder anderen Leserbrief herausforderten: Die schärfsten Kritiker der Elche wären gerne selber welche. F. W. Bernstein … Continue Reading „31. Elche & Molche“
… die Verse »Die schärfsten Kritiker der Elche?/ waren früher selber welche« stammen von F.W. Bernstein, Dichter und Zeichner wie Robert Gernhardt. Der Irrtum ist indes weit verbreitet. Else Buschheuer berichtete im Mai 2006, wie sie in einer Sendung mit Marcel Reich-Ranicki über den… Continue Reading „30. G&B“
verheißt die Mail – aber keine „Texten“, nicht mal Tittentexten – es ist nichts als der übliche tägliche, stündliche SPAM. X = it, that’s it! Wer’s mag! Den anderen empfehle ich die aus einer pommerschen Kleinstadt in die Weltstädte Berlin und New York ausgeschwärmte… Continue Reading „13. „Geile TXten heisser Hausfrauen““
Das Totalitätsdenken war die radikalste Abstraktion der konkreten Welt und zugleich die tiefste Verbeugung vor der Realität, die dem menschlichen Denken je möglich war. An einer Stelle schrieb Hegel: „grabe einen Toten aus und befrage die Made, die an seinem Fleische nagt: Was der… Continue Reading „Dichter Hegel“
Das literarische Unternehmen, das Michael Donhauser seit mindestens fünfzehn Jahren mit grosser Konsequenz und Gelassenheit verfolgt, wirft immer wieder die Frage auf, wie wir der Welt gegenübertreten. Denn dass wir es tun und dass in dem, was Heidegger als Dasein charakterisierte, die Glücksbedingungen des… Continue Reading „111. Sprachvertrauen“
Über die Finalisten und die Preisträger von Meran (#22) schreibt Paul Jandl in der NZZ vom 8.5.: Prall gefüllt ist der kulturelle Fundus des aus Stuttgart stammenden und in Berlin lebenden Ulf Stolterfoht. Stolterfohts «lingualer drang» amalgamiert die Sprache des Barock mit jener der… Continue Reading „25. Der Meraner Geschmack“
Peter Paul Zahl darf wieder Deutscher sein. Der mittlerweile überwiegend in Jamaika lebende Schriftsteller gewann vor dem Berliner Verwaltungsgericht den Prozess gegen seine Ausbürgerung durch das Auswärtige Amt (AA) im Jahre 1995. Die Entscheidung wird zurückgezogen, erklärte der Prozessvertreter des AA. Zähneknirschend. … Als… Continue Reading „85. Peter Paul Zahl wieder Deutscher“
Unter der Zeile „bücher für randgruppen“ bespricht Wolfgang Müller „Gedichte jenseits des Kanons“ von Rosa von Praunheim, Thomas Knoefel und Friedrich Schröder-Sonnenstern. / taz 22.4.2006 Rosa von Praunheim: „Mein Armloch“. Martin Schmitz Verlag, Berlin 2002, 120 Seiten 14,50 Euro Thomas Knoefel: „Monomania“. Revolver Renegat,… Continue Reading „84. Randgruppenlyrik“
Diese Eigenschaft (mit einem „vielleicht“ davor) schreibt Wieland Schmied dem Künstler Attersee zu. Wie sehr im ostmittelsüddeutschen Raum die Grenzen verschwimmen, zeigt auch dies Zitat aus der Siebenbürgischen Zeitung (#80): In die Düsseldorfer Ausstellung „Bild-Zeichen“ des renommierten Malers und Grafikers Franz Kumher, eines Banater… Continue Reading „81. Österreichischst“
Die Süddeutsche fragte am 8.4. deutsche Autoren und Autorinnen, welche Rolle Literaturförderung für sie spiele. Ulrike Draesners Antwort: Ich schreibe diese Zeilen in Frankreich. Meine Kollegen hier versuchen, von Nebenjobs, Erbschaften und Partnern zu leben; ich lebe von meinen Lesungen und bin dankbar dafür, dass es… Continue Reading „54. Literaturförderung“
Misch-Text von Wilhelm Fink, Hamburg Eva Hesse: »Die Überflüssigkeit der höchsten aller Berufungen [der kreativen] in der modernen Welt drückte sich niederschmetternd materiell in der Unmöglichkeit aus, sich durch dichterische Leistungen den bescheidensten Lebensunterhalt zu verdienen, wie Pound an seinen Freunden und an sich… Continue Reading „Überflüssig, bizarr, gehärtet und geweiht“
Im gedenken an Nietzsches FRÖHLICHE WISSENSCHAFT, Picassos vision einer WISSENSCHAFT VOM MENSCHEN, Kandinskys INNERE NOTWENDIGKEIT und Paul Klees INNERES EXIL ist diese polemik Joseph Beuys (promotor einer „sozialen plastik“ gemäß eines ERWEITERTEN KUNSTBEGRIFFS und gründervater der „GRÜNEN“) gewidmet sowie stellvertretend für viele künstlerschicksale Eric… Continue Reading „Tom de Toys: Rede zur Gründung einer Kulturpartei“
von Enno Stahl Meine „Thesen zur sozial-realistischen Lyrik“ sind von verschiedenen Seiten missverständlich aufgefasst worden, das liegt zum einen daran, dass man den bewusst fragmentarischen, bewusst zugespitzten Charakter dieser kurzen Thesen verkennt – ich hatte explizit auf meinen umfangreicheren Essay zum sozial-realistischen Roman verwiesen,… Continue Reading „Nachtrag zur sozial-realistischen Lyrik“
Der unbestrittene Höhepunkt des Abends war eine Lesung der Ravensbrückerin Batsheva Dagan. Als junge Frau war sie aus Polen verschleppt worden, leistete Zwangsarbeit in Schwerin und wurde in die Konzentrationslager Auschwitz und das Außenlager von Ravensbrück, Malchow, deportiert. Dort gab es eine lebendige kulturelle Szene:… Continue Reading „24. Lyrik von Dort“
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