Schlagwort: Miklós Radnóti

Hirtenlied in Kriegszeiten

Miklós Radnóti (* 5. Mai 1909 in Budapest; von Deutschen ermordet am 9. November 1944 bei Abda nahe Győr) Erste Ekloge Quippe ubi fas verstim atque nefas: tot bella per orbem, tam multae scelerum facies; …*) Vergil Hirt: Lange schon sah ich dich nicht;… Continue Reading „Hirtenlied in Kriegszeiten“

Gewaltmarsch

Miklós Radnóti (geboren als Miklós Glatter, 5. Mai 1909 in Budapest, Österreich- Ungarn; gestorben 9. November 1944 auf einem Gewaltmarsch* bei Abda nahe Győr)   Berlin: Volk und Welt, 1967, S. 89. Nachdichtung und Nachwort Franz Fühmann Forced March You’re crazy. You fall down,… Continue Reading „Gewaltmarsch“

Forced march

So, to be honest with you, it must be said that poems have little entertainment value in the commonly understood sense of the term. But they can help you to endure your life, even when they most emphatically cannot save it. Witness a poem… Continue Reading „Forced march“

94. Miklós Radnóti in Chemnitz

Schon bald wurde er mit seinen Liebesgedichten bekannt. Wegen seiner jüdischen Abstammung kam Miklós Radnóti aber ab 1942 zum Arbeitsdienst und wurde 1944 in ein Arbeitslager gebracht – Gedichte schrieb er trotzdem. Bei einem Gewaltmarsch Ende 1944 wurde der 35-Jährige erschossen. „Er hat viel… Continue Reading „94. Miklós Radnóti in Chemnitz“

94. Eklogen vom Massenmord

Aus: Textkette Freistil Miklós Radnóti (* 5. Mai 1909 in Budapest; † 9. November 1944 bei Abda nahe Győr auf einem Gewaltmarsch zur Evakuierung des Lagers). „Im Mai 1944 wurde er zunächst an die ukrainische Front beordert und später im Lager Bor in Serbien interniert. Seine… Continue Reading „94. Eklogen vom Massenmord“

14. Süße Heimat

So – mißverständlich – der Titel einer ungarischen Lyrikanthologie. Der erste Satz des folgenden Zitats scheint sagen zu wollen, daß es in Ungarn ganz anders ist als hierzulande: Die poetische Sprache polarisiert nicht wie die unselige Sprache der Politik, sie globalisiert, universalisiert, öffnet, lädt ein.… Continue Reading „14. Süße Heimat“

42. Vielsprachig

[…] Die Texte, die jeweils im Original und in einer deutschen Übersetzung präsentiert werden, entstammen dem Chinesischen, ecuadorianischen Spanisch, Französischen, Griechischen, Italienischen, Hebräischen, Japanischen, Katalanischen, Serbischen, Slowakischen, Ungarischen sowie dem Wolof. An die Seite gestellt wird den Lesern jeweils ein Reiseführer in Form eines… Continue Reading „42. Vielsprachig“

107. Wunderbares Jahr

1967 war ein wunderbares Jahr. Ich war jung und verliebt. Ich hatte die Musik. Die wanderte durchs Jahr, ich hörte sie im Radio, meist mit polnischen Ansagen vom Sender Freies Europa, der 5 Minuten Nachrichten brachte, die durch ein Störsignal überdeckt wurden, ich konnte… Continue Reading „107. Wunderbares Jahr“

64. Fühmanns Nachdichtungen

Fühmann dichtete tschechische, polnische und ungarische Lyrik nach. Auf der Grundlage der Fremdsprachenkenntnisse des Autors steht im ersten Kapitel der Dissertation die Fühmann’sche Nachdichtung ungarischer Lyriker im Vordergrund, die anhand von Gedichten Attila Józsefs, Miklós Radnótis und Ágnes Nemes Nagys betrachtet wird. Ein deutlicherer… Continue Reading „64. Fühmanns Nachdichtungen“

19. Miklós Radnoti 1909-1944

Vor 100 Jahren, am 5. Mai 1909, wurde Miklós Radnóti in Budapest geboren. Er wurde einer der besten ungarischen Dichter seines Jahrhunderts. Im 35. Lebensjahr, vor fast genau 65 Jahren, wurde er von einem SS-Offizier auf dem Gewaltmarsch erschossen, als das Lager, in dem… Continue Reading „19. Miklós Radnoti 1909-1944“

159. Lammla und andere Dichter

Am 22.9. brachte die Lyrikzeitung einen Kommentar zu einem Bericht aus Thüringen: 116. Begnadetes Thüringen Gestern nachmittag schickte Uwe Lammla einen denunziatorischen Kommentar, in dem er mich Denunziant nennt. Hier meine Antwort. 1. Herr Lammla behauptet, ich habe in meinem Kommentar „das Bild von einer… Continue Reading „159. Lammla und andere Dichter“

22. Antwort

Uwe Lammla schreibt: Sehr geehrter Redakteur, In Ihrer Lyrikzeitung … zitieren Sie aus meiner Selbstdarstellung (www.lammla.de) den Satz „Ich habe Grund zu der Annahme, daß etwas faul sei im Vaterlande, und zwar seit 1945“ und fügen die Anmerkung an: „Da war also die Welt… Continue Reading „22. Antwort“

Todesmarsch der ungarischen Literatur

In den Studienjahren akzeptiert er nur noch zwei Arten der Askese: das Lesen und sublimierte literarisch-romantische Freundschaften. Allerdings sind seine meisten Weggefährten katholisch getaufte Juden, wie der Essayist Gábor Halász, der Romancier und geistige Begründer des literarischen „Populismus“ György Sárközi und der Lyriker Miklós Radnóti. … Im Januar 1943… Continue Reading „Todesmarsch der ungarischen Literatur“

Die hundert besten Gedichte

der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts – ein brasilianisches Ranking Hier die zehn ersten Autornamen: Eliot, Pessoa, Valéry, Yeats, Pound, Lorca, Rilke, Kavafis, Apollinaire, Pessoa Auf Platz 43 und 44 Miklos Radnoti und Attila József / 21.1.04