Schlagwort: Bertolt Brecht

9. Einheitsbrei

Eine kleine Nachlese zum Fest. Ist es auch nur teilweise Lyrik, hat es doch Bedeutung. 1 Böhmes Gedichte Er beteuerte: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt mit dem Organ Staatssicherheit zusammengearbeitet.“ Er sei nur zurückgetreten, um Schaden von der SPD abzuwenden.… Continue Reading „9. Einheitsbrei“

131. Verlorner Posten in dem Freiheitskriege

Ich wollte in keiner Phase meines Lebens Trotzkist sein, war allerdings in meiner Berliner-Ensemble-Zeit und bin es bis heute: ein bekennender, und das bedeutet: kritischer Brechtianer. Und weil ja Marx selber kein Marxist war, mochte ich dann auch lieber kein Marxist sein. Aber Kommunist… Continue Reading „131. Verlorner Posten in dem Freiheitskriege“

60. Feuer und Eis

Die junge Welt beschreibt einen Film mit Gedicht. Darin sitzen zwei junge Leute auf einer Wiese: Sie, die Wiese, sieht zunächst ganz so aus, als wäre sie dazu geschaffen, es auf ihr zu treiben. Das liegt einfach nahe. Oder sich statt dessen (endlose Sublimierung)… Continue Reading „60. Feuer und Eis“

127. „Think globo, act loco“

heißt so ein Sprüchlein. Er gefällt mir. Vor allem weil er zweideutig ist. Spricht man das „o“ im Wort loco kurz, wirds Spanisch und bedeutet verrückt. Ein bißchen verrückt muß schon sein, mancher findet die Grenze nicht. Loco, immer wieder Gedichte zu schreiben, die… Continue Reading „127. „Think globo, act loco““

118. Füllhorn

Eine bisher an mir vorbeigegangene Seite fliegt mir in einer Anmerkung von Ron Winkler zu, danke! Die literaturwerkstatt Berlin stellt ihre Reihe „Gespräch des Monats“ zum Nachhören ins Netz. Ich höre gerade Sherwin Bitsui, klingt gut! Hier können Sie stundenlang zuhören. Es sprechen: Oskar… Continue Reading „118. Füllhorn“

71. Angela Rohr

Nur als Fußnote geistert sie durch Literaturgeschichten des Expressionismus. Im Jahr 2004 stieß die Berliner Literaturwissenschaftlerin Gesine Bey auf einen bis dahin unbekannten Brief Bertolt Brechts, geschrieben am 29. Mai 1941 an den russischen Schriftsteller Konstantin Fedin. Brecht empfahl darin die Ärztin und Autorin… Continue Reading „71. Angela Rohr“

126. LITERATURKANON: Weg damit!

titelt die Zeit (nicht von heute. sondern die vorige, die verlorene Zeit. Ich hab sie aber noch und lese erst jetzt.) Aber rennt das nicht offene Türen ein? Jeder Germanistikstudent weiß das doch. Genauso sicher wie er später, wenn er Lehrer wird, den Schulkanon… Continue Reading „126. LITERATURKANON: Weg damit!“

119. Anti-Kanon-Standardwerk

Die Moderne ist kein Handstreich, erst Intervalle geben sie frei. Ihre Aura bleibt ein Phänomen der Wahrnehmung. Wann setzt sie ein? Wulf Kirsten sieht ein „eruptives Poesie-Ereignis“ im Zyklus „Heidebilder“ der Annette von Droste-Hülshoff. Oder in dem Gedicht „Die Felswand“ von Conrad Ferdinand Meyer.… Continue Reading „119. Anti-Kanon-Standardwerk“

106. Laute Worte

IN MEMORIAM Mit lauten Worten für die Belange des Arbeitgebers Schriftsteller ERICH WEINERT wurde am 4. August 1890 in Magdeburg geboren. Er starb am 20. April 1953 in Berlin / B.Z. 20.4. – Er war auch als Politiker tätig, so im Krieg als Präsident… Continue Reading „106. Laute Worte“

93. Grenzen sind Straßen

Im Umfeld der Vorbereitungen für den Auftritt der katalanischen Kultur als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2007 wurde vom Institut Ramon Llull (dem katalanischen Kulturinstitut) ein Buchprojekt über die Verbindungen zwischen der deutsch- und der katalanischsprachigen Kultur ins Leben gerufen. Herausgegeben von Arnau… Continue Reading „93. Grenzen sind Straßen“

140. Alle oder keiner

Das DKP-Portal „Kommunisten“ berichtet über den Streik gegen den Verkauf des staatlichen Tabakmonopols an einen US-Konzern durch die türkische Regierung, der u.a. eine 50%ige Lohnkürzung mit sich bringen soll. Dabei spielt offenbar ein deutsches Gedicht eine Rolle. Der Gewerkschaftsfunktionär Selahattin Yildirim sagte: Das Gedicht… Continue Reading „140. Alle oder keiner“

134. „Legt euch ordentlich ins Zeug“

Und mein Erstaunen ist noch nicht vorüber – Der Lyriker und Theaterautor Albert Ostermaier bedankt sich für die Verleihung des Bertolt- Brecht-Preises und sagt unter anderem: Manchmal ist die Liebe grausam, manchmal ist sie kälter als der Tod, manchmal kennt sie keine andere Erlösung… Continue Reading „134. „Legt euch ordentlich ins Zeug““

131. Autoren in Augsburg

Jahrzehntelang galt auch Bertolt Brecht als ein Abtrünniger, bis seine Wertschätzung wuchs. Frappierender ist dies jedoch bei den Dichtern der nachfolgenden Generationen. Von einem Wolfgang Bächler, der in den 1950er und 60er Jahren zum Kreis der legendären Gruppe 47 gehörte, fehlt in der Stadt… Continue Reading „131. Autoren in Augsburg“

46. Nach dem Schwabenkrieg

Nach dem Schwabenkrieg hat sich die Schweiz von Deutschland losgesagt und eine eigene Identität entwickelt, zum Beispiel in Bezug auf die Sprache. Dennoch: Dass in Schweizer Grossunternehmen immer mehr Deutsche tätig sind, die schneller reden und wortgewandter sind als wir, verunsichert viele Schweizer. Nein,… Continue Reading „46. Nach dem Schwabenkrieg“

4. Brecht als Vorläufer

Das diesjährige Augsburger Brecht-Festival zeigt, wie der Dichter junge Songschreiber bis hinein in die Hip-Hop-Szene inspiriert – und warum er als früher Vorläufer der Web-2.0-Generation angesehen werden kann / Hermann Weiß, Die Welt 31.1.