Schlagwort: Jens Bisky

Chronik – Oktober 2017

Im Oktober Preise, Preise und Festivals, nichts Neues in der Sache Gomringer-ASH (oder doch?), ein Skandal um Herta Müller in Belgrad, viel Jan Wagner und 25 Jahre Zeitschrift „Das Gedicht“, Hán Nôm in Vietnam, Leonard Cohen… und nicht zu vergessen: Gedichte in den Wahlurnen…

„Dichter, traut euch ins Zentrum!“ 2.0

Veranstaltung Literaturwerkstatt Berlin: September 2015 Do 24.09.2015 – 19:00 Uhr GESPRÄCH Diskussion mit Nora Bossong, Berlin, Hendrik Jackson, Berlin und Sabine Scho, Berlin  Moderation: Jens Bisky, Berlin Alte und neue Gräben tun sich auf, und das Terrain der Poesie will neu vermessen und bewertet werden….

2. Olga Martynova mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet

Die Stiftung Preußische Seehandlung hat auf Beschluss ihrer Preisjury die Schriftstellerin Olga Martynova mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert. Die Autorin nimmt die mit dem Preis verbundene Berufung der Freien Universität Berlin auf die „Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik“…

101. Preis für Beyer

Der war mir doch durch die Lappen gewischt. Also nachgetragen: Der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer erhält den Kleist-Preis 2014 − bestimmt wurde er von Hortensia Voelckers als Vertrauensperson der Jury. Die mit 20.000 Euro dortierte Auszeichnung wird am 23. November in Berlin überreicht, teilt die…

35. Geländelyrik

Seit Bleutges erstem Gedichtband ‚klare konturen‘ (2006) schlägt man sein Werk der Landschaftslyrik zu. Auch sein drittes Buch – ‚verdecktes gelände‘ – hält es mit Farnen, Fischen, Seen, Erdreich, Luft und Wasser – doch Landschaftslyrik ist dies wohl nur, wenn man den Begriff so…

107. Richtig beese

Von 1986-1988 erschienen seine ‚Gesammelten Werke‘ im Verlag Zweitausendeins. Sie durch eine Briefedition zu ergänzen, war immer geplant, doch wollten sich nach dem Verkauf von Zweitausendeins die neuen Eigentümer nicht auf das Wagnis einlassen. Zum Glück hat der kleine Berliner Verbrecher-Verlag, in dem auch…

71. Angela Rohr

Nur als Fußnote geistert sie durch Literaturgeschichten des Expressionismus. Im Jahr 2004 stieß die Berliner Literaturwissenschaftlerin Gesine Bey auf einen bis dahin unbekannten Brief Bertolt Brechts, geschrieben am 29. Mai 1941 an den russischen Schriftsteller Konstantin Fedin. Brecht empfahl darin die Ärztin und Autorin…

137. Traumheimat

Ronald M. Schernikau, der Sohn, war zu Beginn der achtziger Jahre eine Hoffnung der deutschen Literatur gewesen. Er vereinte Glamour und Intellekt, Zickigkeit und Menschenliebe mit Formbewusstsein. Obendrein war er stolz auf seine ausgesprochen klaren politischen Ansichten. Er würde Himmel und Hölle in Bewegung…

146. Phrasenkunde

Vom verseschmiedenden Bau-Mafioso Branimir Dukic über die an Albaniens Küste lebende „Alliterationslautlyrikerin“ Amelie Berisha Schmöll („Weltenraum XII: L“) bis zum „dichtenden Steiger“ Erwin Günter Katschulski genannt „Pommes“ („Komm mich nich mit die da oben …“) reichen die Steilvorlagen, die von Doppelgängern prominenter Vertreter des…

30. Czechowski 70

Manches verbindet Czechowski mit Karl Mickel, Wulf Kirsten, Sarah und Rainer Kirsch, all den Sachsen, ohne die es eine nennenswerte Dichtung in der DDR kaum gegeben hätte. Als Zehnjähriger erlebte er die Bombardierung Dresdens, eine Erfahrung, die für sein Schreiben so wichtig wurde wie…

Wo nichts drin ist…

Am 28.8.03 starb in Berlin der Schriftsteller Peter Hacks. MDR-Nachrichten 29.8.03 Auch als Lyriker war er äusserst produktiv, auch da den klassischen Formen verpflichtet, oft witzig, überraschend, gelegentlich verschmockt. … Dass ihm der lautlose Untergang der DDR nicht gut bekommen ist, hat er, seiner…

Opiumladen Arendt

Berlin, Prenzlauer Berg, Dezember 1981, Adolf Endler notiert in seinen Sudelblättern: „Lesung mit Erich Arendt, der jetzt achtundsiebzig Jahre alt ist und rätselhaft wie eh und je: Es leuchtet durchaus ein – obwohl es das Werk Arendts nur partiell trifft –, wenn ein junger…

Nebenstundenpoesie

Verse des alten Gleim in der Süddeutschen: Man braucht keine Gelehrsamkeit, um an den anakreontischen Liedern noch Freude zu haben. Wie in den reimlosen Kurzzeilen über den Westwind Zefir die vernünftige Leidenschaft des Enthüllens besungen wird, muss uns frischer erscheinen als noch vor 100…