Kategorie: Deutsch
Veröffentlicht am 1. Oktober 2026
von lyrikzeitung
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Neurodermitische Straßen, ein Navigator ohne Netz, Vollmondregeln, Rosettenmeerschweinchen, Großmutter im Pflegeheim und Gastarbeiter, die in schwarzer Erde wühlen: Slata Roschals Gedicht verbindet scheinbar Zusammenhangloses zu einer irritierenden Bestandsaufnahme der Gegenwart.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aberglaube, Alltag, Angst, Auf den Straßen herrschen neurodermitische Verhältnisse, Bäckerei, deutschsprachige Lyrik, Fernseher, Gastarbeiter, Gegenwartslyrik, Gott ist tot, Großmutter, hochroth München, kein Netz, Lippenstift, Migration, Montage, Navigator, Neurodermitis, Orientierung, Pflegeheim, Rosettenmeerschweinchen, schwarze Erde, Slata Roschal, Slata Roschal Gedichte, Sonnenblumen, Sprachmontage, Teleskop, Tod, Vollmond, Wahrnehmung, Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus
Veröffentlicht am 30. September 2026
von lyrikzeitung
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Sie stehen am Grabstein und frieren. Die Nase des Größten ist rot. Drei sinds. Der Rest lässt nett grüßen. Sie schweigen. John Keating ist tot.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Abschied, Abschiedsgedicht, Amir Shaheen, Carpe diem, Dead Poets Society, Der Club der toten Dichter, deutschsprachige Lyrik, Erinnerung, Erwachsenwerden, Freundschaft, Friedhof, Gegenwartslyrik, Grabstein, Hoffnung, John Keating, John Keating ist tot, Jugend, Käptn mein Käptn, Kommt meine Freunde, Larissa Niesen, Larissa Niesen Gedichte, Lehrer, Lyrik, Markus Peters, O Captain My Captain, Peter Weir, Poesie, Robin Williams, Sabine Schiffner, Schüler, Tod, Trauer, Träume, und kein Gedicht will Abschied von dir nehmen, verlorene Ideale, Walt Whitman
Veröffentlicht am 29. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein Auge sieht Innenwelten außen, die Zukunft als Rückblende und das Vergehen als Werden: Stan Lafleurs Gedicht aus der Anthologie Cinema entfaltet in einem einzigen langen Satz eine Poetik des Sehens – traumklar, filmisch und verstörend.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Auge, Cinema, Cinema Lyrikanthologie, das Auge sieht das Innere außen, deutschsprachige Lyrik, Dinçer Güçyeter, Dolch, Eier, Elif Verlag, Film und Lyrik, filmisches Sehen, Filmlyrik, Gegenwartslyrik, Hoffnung, Kino und Literatur, Klinge, Liebesdotter, Lyrik 2019, Messer, Poetik des Sehens, Rückblende, Sehen, Sehvermögen, stan lafleur, Stan Lafleur Gedicht, Stefan Heuer, Traum, traumklar, Vergehen als Werden, Wahrnehmung, Wirklichkeit, Wolfgang Schiffer, Zukunft als Rückblende
Veröffentlicht am 28. September 2026
von lyrikzeitung
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Durch den Nachsiebzigerleib
Schiebt mir das Vorderhirn
Einen Vers durch den Zwerch
Der als er beim Kehlkopf
Seine Wucht im Zartgaren findet
Sich aufpflopft und
Die Wörter wie Tropfen verperlt
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Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Alter, Altern, Altersgedicht, Alterslyrik, Atem, Atmen, aufpflopfen, österreichische Literatur, österreichische Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Dichten, Flachatem, Flussgang, Flussgang Gedichte, Gegenwartslyrik, Gleichgültiges Atmen, Körper, Körperlichkeit, Kehlkopf, Nachsiebzigerleib, Poetik, poetologisches Gedicht, Robert Schindel, Robert Schindel Gedichte, Schreiben, Stimme, Suhrkamp, Suhrkamp 2023, Synkope, verperlen, Vers, Vorderhirn, Wörter, Zartgaren, Zwerch, Zwerchfell
Veröffentlicht am 26. September 2026
von lyrikzeitung
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„ausgeleuchtete zellräume & künstlich beatmete hochhäuser“: Simone Kornappels „PARANOIA POLAROID“ ist eine Momentaufnahme urbaner Überreizung. Architektur, Verkehr, Körper, Elektrizität und Bildschirm verschalten sich zu einem einzigen nervösen Organismus – bis zum „kammerflimmern / [off beat]“.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Christoph Wenzel, Daniel Ketteler, deutschsprachige Lyrik, experimentelle Lyrik, Fernsehschirm, Gedichtlayout, Gegenwartslyrik, Großstadtlyrik, Haut, Hochhäuser, Kammerflimmern, Körper und Stadt, künstliche Beatmung, Laufmaschen, Luftröhren, Medien, Nacht, Nervenstränge, off beat, PARANOIA POLAROID, Paranoia Polaroid Gedicht, SIC Zeitschrift für Literatur, Simone Kornappel, Simone Kornappel Gedichte, Stadtgedicht, Strommasten, Technik und Körper, Typografie, Visuelle Poesie, Wahrnehmung, Züge, Zellräume, [SIC]
Veröffentlicht am 25. September 2026
von lyrikzeitung
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Zum 200. Todestag Johann Peter Hebels etwas Südliches: In seinem alemannischen „Wächterruf“ schlägt die Glocke Stunde um Stunde von zehn bis drei. Hebel verbindet die alte Tradition des Nachtwächterlieds mit kleinen Szenen menschlichen Lebens – vom ruhigen Gewissen über Kartenspiel und nächtliche Sorgen bis zum Dieb auf dunklen Pfaden.
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Kategorie: Alemannisch, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: 22. September 1826, Alemannisch, alemannische Gedichte, alemannische Literatur, alemannische Lyrik, Basel, Chummer, D Glocke het Zehni gschlage, Dialektdichtung, Dialektlyrik, Glocke, Gmüeth, Gottvertrauen, Johann Peter Hebel, Johann Peter Hebel 1826, Johann Peter Hebel 200. Todestag, Johann Peter Hebel Wächterruf, Loset was i euch will sage, Mundart, Mundartdichtung, Nacht, Nachtwächter, Nachtwächterlied, Oelfi, Schlaf, Schwetzingen, Stundenruf, Wächterruf, Zehni, Zwölfi
Veröffentlicht am 24. September 2026
von lyrikzeitung
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„De Een hett Hunger un keen Brot“: Karl Eggers’ plattdeutsches „Dischgebet“ geht auf die schottische „Selkirk Grace“ zurück, die traditionell Robert Burns zugeschrieben wird. Der kleine Vierzeiler führt mitten hinein in eine fast vergessene Literaturgeschichte: Burns wurde im 19. Jahrhundert zu einem Vorbild der niederdeutschen Dichter – später aber auch völkisch vereinnahmt.
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Kategorie: Deutsch, Deutschland, Niederdeutsch, Schottisch, SchottlandSchlagworte: Übersetzung, Brot, Burns Night, Burns Supper, Claus Schuppenhauer, Dischgebet, Fritz Wischer, Hunger, Internationalität, Karl Eggers, Karl Eggers Rostock, Literaturtransfer, Mundartdichtung, Nachdichtung, neuniederdeutsche Literatur, Niederdeutsch, niederdeutsche Literatur, niederdeutsche Lyrik, Niederdeutsches Wort, Plattdeutsch, Regionalliteratur, Rezeptionsgeschichte, Robert Burns, Robert Burns niederdeutsch, schottische Literatur, schottische Lyrik, Scots, Selkirk Grace, Some hae meat and canna eat, Tischgebet, völkische Literatur, Volksdichtung
Veröffentlicht am 22. September 2026
von lyrikzeitung
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„Aus dir wär wohl eine feine Nachtigall geworden“: In Esther Kinskys „I Nachtigall“ beginnt Nives am gemeinsamen Tisch zu singen. Doch ihr Gesang wird immer lauter, greller und fremder. Ein eindringlicher Text über Stimme und Sprache, Zuhören und Schmerz, Körper und Verstummen.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: deutsche Lyrik, deutschsprachige Lyrik, Erzählen, Esther Kinsky, Esther Kinsky Gedichte, Frau Doktor, Gegenwartslyrik, Gemeinschaft, Gesang, Heim.Statt., Heim.Statt. Gedichte, I Nachtigall, Körper, Kehle, Mund, Nachtigall, Nives, Poesie und Gesang, Prosagedicht, Schmerz, Sprache, Stimme, Stimme und Sprache, Suhrkamp, Suhrkamp 2025, Verstummen, Vogel, Vogelgesang, Zuhören, Zunge
Veröffentlicht am 19. September 2026
von lyrikzeitung
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„Sappho schläft“: In wenigen Zeilen spannt Dirk Uwe Hansen einen Nachthimmel zwischen Sappho, Mond, Pleiaden und Orion auf. Wörter und Verse greifen über ihre Grenzen hinweg, während der Blick schließlich „wie Orions / Gürtel ins Leere“ zielt. Dazu ein Blick auf das Siebengestirn, einen der auffälligsten Sternhaufen unseres Nachthimmels.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: antike Lyrik, Antikenrezeption, Astronomie, Astronomie und Literatur, deutsche Lyrik, Dirk Uwe Hansen, Enjambement, Gegenwartslyrik, griechische Mythologie, Mond, Orion, Orions Gürtel, Pleiaden, Sappho, Sappho schläft, Sieben Schwestern, Siebengestirn, silbende_kunst, Sternhaufen, Sternhimmel, Stier, Taurus, Zeilenbruch
Veröffentlicht am 17. September 2026
von lyrikzeitung
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so machen wir
garnrollen aus angst, die
wir durch unsere rippen
ziehen, durch deine und durch
meine, ineinander die fäden
weben
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Angst, Brustkorb, Brustkorbgeflecht, Dunst, ein gebrechen im tag, Fäden, Garnrollen, Gedicht, Geflecht, Gegenwartslyrik, Hände, Körper, Nähe, Rippen, Sachen mit Wœrtern, Simone Scharbert, Sprache, Verbundenheit, Zerbrechlichkeit
Veröffentlicht am 14. September 2026
von lyrikzeitung
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Warum sollte ein Mensch eigentlich aufstehen? Der Fuß ist viel zu klein, der Körper viel zu hoch, Augen und Ohren entfernen sich vom Boden – und ob damit wirklich etwas gewonnen ist, bleibt zweifelhaft. Am Ende stehen nur noch „die frage der tische / die frage der stühle“.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aufstehen, Augen, Übersicht, Boden, Der Sanitäter, experimentelle Lyrik, Fuß, Gedicht, Gegenwartslyrik, im liegen, Körper, Kopf, Liegen, Ohren, perspektive, Peter Engstler, Stühle, Stefan Döring, Stehen, Tische, Wahrnehmung, Zunge
Veröffentlicht am 13. September 2026
von lyrikzeitung
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Zerspreng den Unsinn! Hau den Knoten durch!
Aus Fetzen bilde trunken Menschen-Burg!
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Berlin-Westend, BrennGlas Verlag, Expressionismus, expressionistische Lyrik, Form, Grab Walter Rheiner, Großstadt, Ich bin ein Mensch – ich fürchte mich, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchhof, Kosmos, Mensch, Menschengewimmel, Neubau, Poetik, poetisches Programm, Schutt-Stadt, Sprache, Sprachzertrümmerung, Symphonie, Thomas Rietzschel, Tier-Maschine, Walter Rheiner, Zerstörung
Veröffentlicht am 11. September 2026
von lyrikzeitung
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„Zahniger Zorn, / ich zätsche, / zundere, / zaibe.“ In „Zrtsch“ treibt Paul Celan die Sprache an eine Grenze, an der Wörter zu Lauten werden und zugleich neue Wörter entstehen. Zischen, Härte, Stottern und Körperlichkeit bestimmen dieses kurze, verstörende Sprachgedicht.
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Kategorie: Deutsch, FrankreichSchlagworte: Ah ein Herz verstehe, deutschsprachige Lyrik, Hirn, Jakob Leiner, Körper, Krankheit, Laut, Neologismus, Paul Celan, Quintus Verlag, Sprache, Sprachspiel, Sprachzerlegung, Wortneuschöpfung, Zahniger Zorn, Zorn, Zrtsch
Veröffentlicht am 10. September 2026
von lyrikzeitung
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Der Zug fuhr an. Wir brausten in die Halle
Des Bahnhofs ein, die voll war von dem Toben
Des Weltstadtabends, Lärm und Menschenschwalle.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Bahnhof, Beata Ziemer, Berlin, Berlin III, Berlin-Charlottenburg, Das Werk, Debora Pfaffen, Eisenbahn, Expressionismus, Geiger, Georg Heym, Grab Georg Heym, Großstadt, Großstadtlyrik, Hans-Jürgen Mende, KEITAI, Luisenkirchhof III, Regen, Straßenmusik, Weltstadt, Weltstadtabend, Zug
Veröffentlicht am 8. September 2026
von lyrikzeitung
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Ein Abend für Irmgard Senf mit den Autorinnen Silke Peters und Ulrike Sebert.
Wir erinnern uns an unsere Begegnungen, an unsere gemeinsamen Unternehmungen mit der Autorin, lesen ihre Texte, zeigen Archivfunde, interviewen das Publikum und diskutieren über Praktiken des künstlerischen und emotionalen Lebens/Überlebens in restriktiven Zeiten.
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Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Archivfunde, Autorinnen, Bergen auf Rügen, DDR, deutschsprachige Lyrik, Druckhof Gampe, emotionales Überleben, Erinnerung, Erinnerungsabend, Fallada-Haus, Fallada-Haus Greifswald, Greifswald, Helmut Senf, Irmgard Senf, künstlerisches Leben, Konkrete Poesie, Literaturgeschichte, Literaturveranstaltung, Nichts Gedicht, Nichts und Nichtnichts, restriktive Zeiten, Silke Peters, Sprachspiel, Texte, Ulrike Sebert, Ungleiche Linien, zeitgenössische Lyrik
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