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Veröffentlicht am 8. November 2026 von lyrikzeitung
144 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Oskar Manigk (*29. April 1934 in Berlin) ist ein deutscher Maler. Er lebt und arbeitet in Ückeritz auf Usedom und in Berlin.
Im Traum die kleinen Dramen
sind mir besonders wert.
Da bin ich von den Damen
bewundert und begehrt.
Ich fahr in der Karosse
daher wie ein Idol.
Und hell an meiner Flosse
erstrahlt ein Karneol.
Und abends beim Bankette,
wo mich ein jeder sieht,
lad’ ich die Chansonette
mir ein auf mein Gestüt.
Sie brät mir auf den Schinken
ein großes Spiegelei
und gibt mir Milch zu trinken
zwei Liter oder drei.
Und abends im Theater,
wenn sich der Vorhang hebt,
spiel ich den Landesvater,
dass sie gleich an mir klebt.
Sie klebt wie Tütenkleister
und ich, ich kleb an ihr!
Und alle guten Geister
beneiden uns dafür ...
Aus: Oskar Manigk, Anwesend, 21 Gedichte und Grafiken. Berlin: Lutz Wohlrab, 2007
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Anwesend, Ückeritz, Berlin, deutsche Gegenwartslyrik, Größenfantasie, humoristische Lyrik, Im Traum, Künstlergedichte, komische Lyrik, Lutz Wohlrab, Lyrik 2007, Maler und Dichter, Oskar Manigk, Reimgedicht, Satire, Selbstironie, Sprachwitz, Traumgedicht, Usedom, Wunschtraum
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