Schlagwort: Bertolt Brecht

12. Gedichte wie Huchel

Er steht in der großen schönen Tradition der metaphernreichen deutschen Naturlyrik von Mörike bis zu ihm. Gehen solche Metaphern in der Lyrik heute auch noch? Es gibt ja zwei Richtungen in der Lyrik, ganz grob gesprochen: Die einen, die mehr das erzählende Gedicht bevorzugen,… Continue Reading „12. Gedichte wie Huchel“

118. Zur Diskussion

Laut einem Entwurf zur Geschichte der deutschen Lyrik ist die Lyrik in der DDR von staatlichen Direktiven umstellt, die moderne Einflüsse als dekadent zurückweist und eine Reorientierung auf die Klassik und sozialkritische Traditionslinien der internationalen Literaturgeschichte umsetzt (Formalismusdebatte, „Forum“-Lyrikdebatte, Lyrikdebatte in „Sinn und Form“)… Continue Reading „118. Zur Diskussion“

5. Bilderrede (káṛi-m magána)

Ausdrucksmittel der Hausa-Poesie. Die Hausa (Haussa)-Sprache wird zwischen Nigeria und Sudan gesprochen. Rudolf Prietze sammelte seit 1904 in Tunis und Kairo Lieder aus dem Sudan. Entsprechend dem damals üblichen kolonialen und europazentrischen Blickwinkel nennt er die Hausasprecher ein „Mischvolk“, das er als „heiter-sinnlich, weltgewandt,… Continue Reading „5. Bilderrede (káṛi-m magána)“

100. Mit meiner Angst allein

Ich bin mit meiner Angst allein Der Brecht-Schüler Martin Pohl in den Zeiten des Kalten Krieges Von Stephan Suschke Am 22. Februar 1953 wurde ein 22-jähriger Mann in seiner Wohnung, Breite Straße 4 B in Berlin-Pankow, von der Staatssicherheit verhaftet. Er hieß Martin Pohl,… Continue Reading „100. Mit meiner Angst allein“

31. Kavafis Project

Das ‚Kavafis Project‘ mit Wiener Kammerorchester und Singakademie kommt nach München, berichtete die Süddeutsche Zeitung am 1.2. (die Aufführung war am 2.2.): Der gleichzeitig verklärende und objektivierende Blick des Exilanten auf die Heimat faszinierte. Auch den griechischen, aber in Frankfurt am Main aufgewachsenen Komponisten… Continue Reading „31. Kavafis Project“

21. Blütengrund

Gottfried Benn hat unrecht mit seiner Frage, wem mehr als 5 oder 6 gute Gedichte gelingen. Und mit ihm alle, die aus welchen Gründen immer auf die Exclusivität der Spitzenleistung pochen. In Wirklichkeit ist es wie mit Blüten. Eine einzelne Blume hat manchmal mehrere,… Continue Reading „21. Blütengrund“

65. Schlurpsfaktor

Bei KuNo ein Mailgespräch zwischen dem deutschbelgischen Berliner HEL und Ulrich Bergmann. Wundern, nicht ärgern, weiterlesen! Hier 7 Fetzen: 1 HEL: Lieber UB, lassen Sie sich eine jahresendgeschichte mit flügeln erzählen… Martin Pohl war auf eine Literarische Tischservierung eingeladen. Ehrengast war jener Beckelmann, den… Continue Reading „65. Schlurpsfaktor“

6. Schönst

Dass aber ausgerechnet einer der Herausgeber eines der schönsten Gedichte aus Georges berühmtestem Band „Das Jahr der Seele“ – „Indes deine mutter dich stillt / Soll eine leidige fee / Von schatten singen und tod“ – als angebliche George-Parodie Ernst von Wolzogens zitiert (Seite… Continue Reading „6. Schönst“

31. Dürrson, Szymborska, Hauge

1959 erschien sein erster Gedichtband, „Blätter im Wind“, viele weitere sollten folgen. Zudem übersetzte er aus dem Französischen: Rimbaud, Michaux und Yvan Goll.  Dürrson, der 2008 auf Schloß Neufra bei Riedlingen starb, blieb zeitlebens der große Ruhm versagt. Sein aus dem Nachlass von Volker… Continue Reading „31. Dürrson, Szymborska, Hauge“

128. Deutsches Palimpsest

1. Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!! Zum Kampf sind wir geboren!! Auf, auf zum Kampf, zum Kampf,! zum Kampf sind wir bereit!! |: Dem Kaiser Wilhelm haben wir’s geschworen,! Der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand. :|. ! 2. Es steht ein Mann, ein Mann,!… Continue Reading „128. Deutsches Palimpsest“

30. Der George-Ton

Als ich Stefan George entdeckte, verstreute Gedichte, dann ein Reclamband und Antiquarisches, warnten mich alle: Den findest du gut? Sogar eine Studentin aus Kairo, die bei einem DDR-Germanisten Deutsch gelernt hatte und die es nach Greifswald verschlug,  sagte es mir. Ja, ich fand ihn… Continue Reading „30. Der George-Ton“

117. Schriftstellerorte

Etliche Dichter und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts waren fasziniert von den wald- und wasserreichen Landschaften Brandenburgs und suchten sich dort ihre Refugien – in Dörfern, Kurorten, Villenkolonien. Als Freizeitsitz oder fürs ganze Leben. 16 dieser Autoren stellt Edda Gutsche in ihrem soeben erschienen Buch… Continue Reading „117. Schriftstellerorte“

44. „ich war ja eigentlich eher Celan und so (lacht)“

Alexander Gumz im Interview mit dem Magazin Chased: Für mich persönlich waren ausserdem während des Heranwachsens für das eigene Schreiben zum Beispiel Patti Smith, Bob Dylan, Leonhard Cohen, Nick Cave, Radiohead oder Tom Waits von den Texten her enorm wichtig. Dabei ging es nicht… Continue Reading „44. „ich war ja eigentlich eher Celan und so (lacht)““

9. Fleiß & Müßiggang

Der fleißige Mann, Peter Hacks, hatte schon im Stall von Bethlehem himmelschreiende Zustände ausgemacht: „Herumtreiber, Ochsen, Esel, Clowns. / Das ist ein wahrer Ort des Grauns. / Was auf der Welt die Ordnung scheut und gammelt, / Find ich in diesem Loch versammelt“, läßt… Continue Reading „9. Fleiß & Müßiggang“

88. Ihre Lieblingsgedichte

Der Styria Premium Verlag hatte die Idee zu einer neuen Buchreihe: Österreichische Künstler/innen aus allen Bereichen – von der Philosophie bis zur Musik, von der Literatur bis zur Bühne – stellen ihre 25 Lieblingsgedichte vor. Ö1 sendet die Gedichte im Rahmen der Reihe „Du… Continue Reading „88. Ihre Lieblingsgedichte“