Schlagwort: Freiburg / Breisgau

Huchel-Preis für Barbara Köhler

Der Gedichtband sei eine Liebeserklärung an die türkische Stadt am Bosporus, würdigte die Jury das Werk. Köhler schaffe es, „ein raffiniertes Netz von Sprachbildern und Bildsprache“ zu bilden und daraus „einen fliegenden lyrischen Teppich, der ganz selbstverständlich im Alltag auch die Wucht des Politischen…

700 Haikus

STADTKREIS FREIBURG – FREIBURG Haiku-Wettbewerb der Partnerstadt Matsuyama: Fast 700 Haiku-Gedichte kamen aus Freiburg – Japanische Germanistik-Professoren loben hohes Niveau Als im Herbst 2013 eine Delegation der japanischer Partnerstadt Matsuyama anlässlich des 25jährigen Partnerschaftsjubiläums in Freiburg weilte, übergab Bürgermeister Katsuhito Noshi ein besonderes Gastgeschenk:…

Vor 40 Jahren starb Rolf Dieter Brinkmann

Sein Prosadebüt „In der Grube“ 1962 kommentiert Rolf Dieter Brinkmann so: Die „Hauptperson“ werde „aufgesaugt von einem Allgemeinen, das sie zu benennen versucht.“ Einem unbestimmten, allgegenwärtig Herrschenden schreibend zu widerstehen, es zu durchbrechen, ohne in dessen Bannkreis zu geraten: In dieses Spannungsfeld sieht sich…

Fremdenzimmer

Als Schwarzwaldandalusier ist José F. A. Oliver in den deutschen Literaturbetrieb eingegangen – spätestens seitdem 2007 sein Essayband „Mein andalusisches Schwarzwalddorf“ erschienen war. Dieser Titel könnte auch über seinem eben erschienenen jüngsten Prosawerk stehen – doch „Fremdenzimmer“ ist ein viel hintergründigerer, spielerischerer und poetischerer…

Lyrikfrühling

Aus dem Bericht von Katharina Kohm über das erste Treffen junger Lesereihen mit Lyrik-Schwerpunkt im Münchner Lyrik Kabinett (komplett bei Signaturen): Man hatte das Gefühl, einem Lyrikfrühling, der sich über den gesamten deutschsprachigen Raum erstreckt, beizuwohnen, an diesem dynamisch und abwechslungsreich gestalteten Abend, Samstag,…

39. „So viel Poesie war nie“

So viel Poesie war nie in den 28 Jahren Freiburger Literaturgesprächs im Rathaussaal. Gleich sechs ausgewiesene Meister der lyrischen Form (Nämlich Michael Krüger, Nadja Küchenmeister, Ulf Stolterfoht, Steffen Popp, Jan Wagner, Marcel Beyer. Lutz Seiler wäre der siebte, der war auch dabei – unter Huchelpreis machen sies dorten selten –,…

46. Thomas Brasch

war das Enfant Terrible der DDR – manche meinen, das einzige. Der älteste Sohn des SED-Funktionärs und stellvertretenden Kulturministers Horst Brasch, der als jüdischer Flüchtling und Mitgründer der FDJ nach dem Krieg bewusst in die russische Besatzungszone gegangen war, eckte früh an: beim Vater…

106. Mit dem Rücken zur Luft

Schon Titel wie „Selbstporträt mit Kopfbahnhof“ oder „Val Bregaglia L’homme qui marche“ weisen auf die schöne Rührigkeit dieser Poesie. Deren metrische Signatur ist eine daktylische Bewegtheit des Versmaßes, das sich nur hier und da im Gleichmaß von Jambus und Trochäus beruhigt. Auf Durchreise, in…

83. Poetische Vagabondagen

„Sist zappenduster im gedicht, welche sprache es wohl spricht?“ In dieser kleinen Sentenz ist das Drama der modernen Lyrik benannt. Es ist dunkel im Sprachraum des Gedichts, und wir tasten ein wenig hilflos nach orientierenden Lichtpunkten. „Sist zappenduster im gedicht, welche sprache es wohl…

12. Gedichte wie Huchel

Er steht in der großen schönen Tradition der metaphernreichen deutschen Naturlyrik von Mörike bis zu ihm. Gehen solche Metaphern in der Lyrik heute auch noch? Es gibt ja zwei Richtungen in der Lyrik, ganz grob gesprochen: Die einen, die mehr das erzählende Gedicht bevorzugen,…

93. Laut & Lyrik – Weltsprache Poesie

Wann: 26.01.2013 – 20:00 Uhr Wo: E-Werk Freiburg Eschholzstr. 77 79100 Freiburg Die Sprechtheatergruppe „Laut & Lyrik“ präsentiert mit 14 Darstellern ihr neuestes lyrisch-musikalisches Programm „Weltsprache Poesie“ – Originaltexte und Übersetzungen von Gedichten der internationalen Moderne. Deutsche Avantgarde und Expressionismus treffen auf dieser kleinen…

120. Japanische Farbholzschnitte

„Erwacht vom Schlaf / einer friedlich ruhigen Welt/durch Jokisen-Tee / mit nur vier Tassen davon / kein Schlaf mehr möglich in der Nacht.“ Dieses völlig unspektakulär wirkende japanische Gedicht aus dem 19. Jahrhundert enthält eine politische Botschaft: In den vier Tassen Tee verstecken sich…

109. Kapitalrealismus

Mitte der 90er Jahre streifte Andri Snær Magnason, so erzählt er es selbst, einmal durch einen Supermarkt der Kette „Bónus“ in Reykjavik. „Ich empfand eine gewisse Leere. Der Laden war voller Buchstaben und Botschaften, aber es gab keine Geschichten, keine Gedichte.“ Magnason ging zum…

96. Eindrucksvoll

… auch die Auftritte der beiden Lyriker des Literaturgesprächs: Grünbein, dessen in die klassische Form gegossenen Rom-Gedichte vor Welthaltigkeit und Gedankenreichtum vibrieren; und die diesjährige Huchelpreisträgerin Marion Poschmann, deren Lyrik gegen die erbarmungslose Eindeutigkeit modernen Lebens eine Ästhetik der Unschärfe konzipiert. / Hans-Dieter Fronz, Badische…

14. Aus Deutschland

Noch ein Mangel wird aus Baden gemeldet. Diesmal gehts um Körperflüssigkeiten – Gedichte aber auch: Auf der Freiburger Opernbühne ein unfertiges Häuser-Ensemble aus Fachwerkgebälk. Fahrbare, von Glühbirnen gerahmte Gebäude unterm Sternenhimmel, denen ein paar Geranienkästen gut stehen. Rebecca Ringst hat die Szene für Mauricio…