Schlagwort: Renate Schmidgall

Zwei Hostien auf meiner Zunge

ALICJA RYBAŁKO   Die polnische Sprache ist voller RascheIn Die litauische voller Zischeln. Wie die Schlange auf trocknen Blättern zwei Hostien auf meiner Zunge. Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall Język polski jest pełen szelestów, Iitewski zaś – pełen syków. Jak żmija na suchych… Continue Reading „Zwei Hostien auf meiner Zunge“

Seismologie

ALICJA RYBAŁKO Seismologie Zuerst fliegen die Minderheiten weg. Dann beginnt die Intelligenz zu flattern. Schließlich bricht das Volk zum Flug auf. Als letztes erwacht die Regierung. In der Regel erst nach dem Erdbeben. Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall Seismologia Najpierw odlatują mniejszości. Potem… Continue Reading „Seismologie“

Zorn und Verzweiflung

Interview von Renate Schmidgall mit dem polnischen Dichter Adam Zagajewski, Neue Zürcher Zeitung: R.S.: Sie haben im Januar in der «Gazeta Wyborcza» ein satirisches Gedicht auf die neue Regierung veröffentlicht, das einen scharfen Ton anschlägt. Darin heisst es etwa: «Sie [die Regierung] müsste des… Continue Reading „Zorn und Verzweiflung“

31. Dürrson, Szymborska, Hauge

1959 erschien sein erster Gedichtband, „Blätter im Wind“, viele weitere sollten folgen. Zudem übersetzte er aus dem Französischen: Rimbaud, Michaux und Yvan Goll.  Dürrson, der 2008 auf Schloß Neufra bei Riedlingen starb, blieb zeitlebens der große Ruhm versagt. Sein aus dem Nachlass von Volker… Continue Reading „31. Dürrson, Szymborska, Hauge“

117. «Die Sprache baut Sätze, der Körper zittert leicht»

Hier wie gewünscht die NZZ: Der polnische Dichter Piotr Sommer mag ein ernstes Gesicht haben, wie er einmal schreibt, doch dahinter brütet die Ironie. Mit feinem Gespür für die Kraft der Einzelheiten findet er das Wesentliche nicht in grossen Gedanken, sondern im Beiläufigen: in… Continue Reading „117. «Die Sprache baut Sätze, der Körper zittert leicht»“

104. Meine Anthologie 24: Marcin Świetlicki, Polen 2

Polen 2 Und als sie mich, trotz allem, zu ihrem Dichter erklärten. Und als ich, statt den ironischen, bitteren Augenblick abzuwarten und triumphierend zu leugnen, in diesem ordinären Licht stand und blinzelte. Und als (das sage ich nicht, aber das gibt’s, das gibt’s!) Aus:… Continue Reading „104. Meine Anthologie 24: Marcin Świetlicki, Polen 2“