44. „ich war ja eigentlich eher Celan und so (lacht)“

Alexander Gumz im Interview mit dem Magazin Chased:

Für mich persönlich waren ausserdem während des Heranwachsens für das eigene Schreiben zum Beispiel Patti Smith, Bob Dylan, Leonhard Cohen, Nick Cave, Radiohead oder Tom Waits von den Texten her enorm wichtig. Dabei ging es nicht nur um die Texte der Songss, sondern auch um alles andere: den Habitus, die Geschichten, die Fotos, die Konzerten… Sie waren für mein Schreiben genauso wichtig wie viele Lyriker.

Wie schreibst du?

Früher habe ich viel per Hand geschrieben, unterwegs, in der U-Bahn, bei Lesungen, und habe die Zeilen dann irgendwann abgetippt. Inzwischen schreibe ich meist direkt am Rechner, und das auch meistens zu Hause, und auch eher punktuell.

Welche anderen Lyriker schätzt du?

Ich komme wohl aus der Ecke klassische Moderne. Das Buch „Die Struktur der modernen Lyrik“ von Hugo Friedrich war früher so etwas wie meine Bibel (lacht). Sehr wichtig ist mir immer noch die Lyrik von Lorca, Ungaretti, Montale, von Hölderlin oder Paul Celan, auch Peter Huchel oder der frühe Brecht, um nur einige Namen zu nennen.

Dann kam irgendwann Rolf Dieter Brinkmann – und auf einmal krachte mit ihm der ganz andere, schnoddrige, von Leuten wie Frank O’Hara oder William Burroughs in den 60ern mit inspirierte Beat-Generation-Ton in mein Lesen und auch in mein Schreiben.

Dabei wollte ich das erstmal gar nicht, ich war ja eigentlich eher Celan und so (lacht)…

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